Stresstagebuch

 

 

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Stellen Sie sich zum Beispiel ein Ehepaar vor, das Vollzeit arbeitet, das zwei Kinder hat und sich gleichzeitig um die seine Eltern zu kümmern hat.

Vollzeit werden beide arbeiten müssen, wenn die Eltern eine niedrige Rente erhalten, in einer eigenen Wohnung wohnen und mobile Betreuung benötigen, so dass die Familie auf das Geld angewiesen ist. Hinzukommt die Versorgung der Kinder und Hobbies, weil Sie auch etwas für sich machen möchten.

Um diese Situation zu lösen, bedarf es einer guten Prioritätensetzung, wobei die Erholung dennoch nicht zu kurz kommen darf. Um einen Überblick zu Stresssituationen zu erhalten, kann ein Stresstagebuch hilfreich sein. In dieses werden nicht alle Situationen des Alltags eingetragen, sondern nur jene, die als Stresssituationen empfunden werden. Als erstes werden zum Beispiel relevante Kindheitsdaten notiert, z.B. Kindheitserfahrungen mit Geschwistern oder Freunden. Das können positive sowie negative Erfahrungen sein.

Im nächsten Schritt denken Sie über Glaubenssätze nach, die in Ihrem Leben eine Rolle spielen. Beispiele können sein: Seinen Sie perfekt! Seien Sie stark! Beeilen Sie sich! Probieren Sie härter! Passen Sie sich an, machen Sie es allen Recht! Denken Sie dabei auch über Ihre Überzeugungen und Befürchtungen nach und schreiben Sie diese auf.

Wie kompensieren Sie Ihre Glaubenssätze? Da könnten Einträge wie: Sie setzen sich hohe Standards und arbeiten immer härter, um diese zu erreichen. Diese Kompensationen tragen Sie als nächsten Schritt in Ihr Tagebuch ein.

Danach schreiben Sie Stresssituationen auf und notieren Ihre automatischen Gedanken, die Sie in dieser Situation haben. Im nächsten Schritt überlegen Sie sich, welche Bedeutung diese automatischen Gedanken haben, z. B., wenn Sie als Stresssituation eingetragen haben, dass es Sie stresst, wenn andere Autos Sie schneiden und als automatischen Gedanken eintrugen, dass der andere denkt, Sie seien ein Schwächling und das nicht durchgehen lassen wollen, dann könnte die Bedeutung Ihrer automatischen Gedanken sein, dass er es bewusst gemacht hat, weil er wenig Respekt vor Ihnen hat.

Im nächsten Schritt notieren Sie Ihre Gefühle und körperlichen Symptome, z. B. Ärger, steigende Herzfrequenz, etc. Dann betrachten Sie Ihr Verhalten. Wie reagieren Sie? Fahren Sie zu dich auf, um es dem anderen zu zeigen? Oder zeigen Sie ihm dem Vogel, etc.?

Der letzte Schritt beinhaltet ein Nachdenken über die Konsequenzen. Welche Konsequenzen könnte mein Verhalten haben? Zu dicht auffahren könnte zur Folge haben, dass Sie in eine Abstandskontrolle der Polizei geraten und dieses zu weiteren Konsequenzen führt. Im schlimmsten Fall sogar eine MPU zur Folge hat.

Wenn Sie dieses Tagebuch einige Wochen oder Monate führen, werden Sie ein Muster in den Situationen erkennen, in denen Sie mit Verhalten, das Sie stresst, reagieren.

Gehen Sie im nächsten Schritt hin und schauen Sie sich die Folgen an, und überlegen Sie sich ein Verhalten, das es Ihnen erlaubt positive Konsequenzen aus Ihrem neu geplanten Verhalten zu erleben. Wie muss mein Verhalten in einem solchen Fall aussehen? Wie muss ich es anpassen? Dieses neu geplante Verhalten probieren Sie in der nächsten Situation aus und beobachten wie es sich anfühlt.

Wenn Sie so alle Situationen durchgehen, werden Sie mit der Zeit feststellen, dass Sie ruhiger und gelassener werden, da Sie sich Energie und Nerven für andere Situationen sparen, welche z.B. in die Zeit mit Ihren Eltern gesteckt werden kann.

Sollten Sie bemerken, dass Sie mit der Umsetzung Schwierigkeiten haben, stehe ich Ihnen gerne als Ansprechpartner und Coach zur Verfügung.

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