Aufgeben

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Aufgeben ist einfach, etwas durchzuhalten schwieriger, etwas zu Ende zu bringen schwer. So in etwas könnte man vielleicht Aufgeben beschreiben. Grundsätzlich, nicht immer. Denn es gibt manchmal Gründe, die für das Aufgeben sprechen und nicht für das weitermachen. Wer meinen Blog verfolgt, weiß bereits was ich meine. Heute habe ich meinen Marathon nicht gefinished, sondern mir ein DNF (Did not Finish) einkassiert. Im Nachhinein war es definitiv die richtige Entscheidung, denn alles andere wäre in einer Katastrophe geendet. Dazu habe ich bereits beim Blog Marathon einen Kommentar geschrieben.

Aber hier will ich gar nicht vertieft darauf eingehen, sondern warum es eine weise Entscheidung sein kann, aufzugeben. In meinem Fall war es gesundheitlich richtig. Doch natürlich gibt es in anderen Situationen ganz andere Gründe aufzugeben. Aber kann man es eigentlich aufgeben nennen? Eigentlich nicht, denn wer bewusst aufgibt, hat eine Entscheidung getroffen gegen etwas und für etwas anderes. In meinem Fall war es, gegen die Distanz und für meine Gesundheit. Im Grunde genommen ist es eine Weggabelung, die wir genutzt haben, um unseren Weg in eine andere Richtung zu lenken. Wir halten diese Richtung für Erfolg versprechender. Heute war mir meine Gesundheit wichtiger als der Lauf, denn Läufe gibt es viele, aber ich habe nur eine Gesundheit.

Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, dass wir aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr beruflich tätig sein können. Dann ist die Entscheidung nicht von uns bewusst getroffen worden, sondern wurde durch unseren Körper getroffen. Da sieht die Situation ganz anders aus. Wut, Ohnmacht und nicht wahrhaben wollen werden häufig in der ersten Zeit auftreten. Doch dann kommt es darauf an, was wir daraus machen. Leider verfallen einige in Resignation und sehen keinen Weg mehr zu arbeiten und geben sich auf. Andere allerdings sehen eine neue Chance in dieser Situation und akzeptieren ihre Grenzen. Sie finden Tätigkeiten, die sie immer noch mit ihren gesundheitlichen Einschränkungen machen können, zum Beispiel eine ehrenamtliche Tätigkeit oder arbeiten danach in Teilzeit.

Viel wird über Grenzen überschreiten gesprochen. Doch nicht immer ist es gut diese zu überschreiten. Wenn ich zum Beispiel heute meine Grenzen überschritten hätte und den Marathon zu Ende gelaufen wäre, hätte ich vielleicht eine Herzmuskelentzündung. Diese wollte ich auf jeden Fall vermeiden.

Mental Grenzen zu überschreiten, ist auf jeden Fall nicht verkehrt und für unsere Psyche  gesund, denn es steigert unser Selbstbewusstsein und -vertrauen. Mein Kopf hat mir heute zwar verstandesmäßig gesagt abzubrechen, aber wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte ich weiterlaufen können, denn die ersten Kilometer liefen sehr gut. Wer ein großes Unternehmen aufbauen möchte, braucht Visionen. Ohne diese, wird er nicht wachsen, denn nur neue Idee wie Wachstum aussehen kann, wir uns die Möglichkeit geben dieses Wachstum zu realisieren. Der Weg mag steinig werden und immer mal wieder mag die Überlegung ans Aufgeben gegeben sein, aber in solchen Situationen wachsen wir oft über uns hinaus und erringen Lösungen, die wir nie für möglich gehalten haben. Niemals hätte ich vor einem Monat gedacht, dass ich jetzt eine neue, selbsterstellte Homepage haben würde, da ich durch Zufall einen alten Blog wieder angefasst habe, mit ihm gespielt habe und feststellte, dass ich ihn zu einer Homepage ausweiten kann. Diese Energie zu investieren, hat sich definitiv gelohnt und an aufgeben als das eine oder andere nicht gleich geklappt hat, habe ich niemals gedacht. Aufgeben wäre an der Stelle keine Option gewesen.

Jeder kennt Situationen in denen er aufgegeben hat, weil er einen anderen Weg für erfolgsversprechender hält, aber jeder kennt auch Situationen, die er nach dem Eingangssatz beendet hat. Beides sind Teile unseres Lebens. Das eine macht uns Stolz, das andere führt teilweise zu Niedergeschlagenheit, wertlos fühlen und im schlimmsten Fall zu Resignation. Unter Läufern gibt es den Spruch: Aufstehen, Krone richten und weiterlaufen. Diese Weisheit möchte ich Euch mit auf den Weg geben, wenn Ihr an Resignation denkt, denn es gibt immer eine Lösung. Es gibt immer Weggabelungen, die uns durch eine neue Richtung wieder Möglichkeiten zum Erfolg aufzeichnen.

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