Marathon

shallow focus photography of pair of red low top sneakers
Photo by Mstudio on Pexels.com

Während Ihr das hier lest, bin ich auf dem Weg zu meinem nächsten Marathon. So ist zumindest mein Ziel. Ob ich es erreiche, ist bei einem Marathon niemals ganz sicher, vor allem, wenn wie in meinem Fall, das Training seitdem Berlin Marathon nicht optimal lief. Aber lasst Euch sagen, das bedeutet nichts. So kann die Pause für den Körper ein Geschenk sein und mein bester Lauf ever werden, doch es kann auch ein DNF (Did not finish) werden. Alles ist auf dieser langen Distanz möglich. Und je weiter die Distanzen werden, je unberechenbarer wird wie der Lauf gefinisht wird.

Im Grunde genommen wie im Leben. Auf der langen Strecke des Lebens geht es nicht immer gerade zu, nicht immer steil nach oben, nicht immer ohne Steine im Weg und manchmal eben auch nicht ohne anzukommen am gesetzten Ziel. Und im Leben heißt es wie nach einem missglückten Lauf: Aufstehen, Krone richten und weiterlaufen. Es ist keine Option liegen zu bleiben.

Es ist wichtig, dass wir weitermachen. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Ob wir nun an dem anknüpfen wo wir aufgehört haben, oder, neue Wege gehen, weil uns die alten zu eng, zu starr oder ich weiß nicht was, vorkommen, ist jedem selber überlassen.

Weitermachen bedeutet auch Pausen zur Erholung einzubauen. Bei einem Marathon, wenn er nicht durchgelaufen wird, werden die Gehpausen häufig bei den Getränkeständen gemacht, denn damit verschütten wir nicht so viel Wasser beim Trinken aus den Bechern und können danach erholt weiterlaufen. Es ist erstaunlich wie schnell die vermeintlich verloren geglaubten Gehmeter wieder aufgeholt worden sind.

Genauso wie man im Leben bestimmte Fertigkeiten übt bis wir sie fast perfekt können, so wird das Training mit den Jahren zur Routine und wir haben unser Tempo gefunden. Die einen sind schneller die anderen langsamer, aber alle sorgen für ihre Gesundheit. Ich bin nicht der Meinung, dass ein vernünftig gelaufener Marathon eine Überanstrengung ist, denn die Urvölker laufen weite Distanzen regelmäßig und sogar mit vielen Höhenmetern wie wir sie nur aus den Alpen kennen. Dort ist Laufen mit einem Ball zum Beispiel ein Teamsport auf dem Weg zu und von der Schule, so dass bereits Kinder ans Laufen gewöhnt werden.

Stress entsteht nur, wenn wir uns unter Druck setzen oder wenn wir unter Druck gesetzt werden. Das heißt, Stress wird der Marathon so bald wir uns eine Zeit setzen, die wir unbedingt erreichen wollen. Wenn wir bereit sind alles zu geben, aber auf unseren Körper hören, werden wir den Marathon mit Freude und Spaß beenden. Klar ist der Körper erschöpft, dass Immunsystem sinkt erst einmal in den Keller, aber kurzfristiger Stress ist wie ich bereits an anderer Stelle schrieb, gesund für unseren Organismus. Dasselbe passiert, wenn wir im Leben durch eine stressige Zeit gehen. Warum haben wir viele Erkältungen, wenn wir gestresst sind? Weil das Immunsystem schwächest und wir uns dann leichter anstecken.

Das Laufen eines Marathons ist im Grunde genommen das Leben in ein paar Stunden durchlebt. Von Euphorie bis Frustration und der Gedanke ans Aufgeben ist häufig alles dabei.

  1. https://en.wikipedia.org/wiki/Rarámuri

 

3 Comments Add yours

  1. Hallo zusammen,
    Leider hat es, wie ich es befürchtete mit einem DNF nach 12,9 Kilometern geendet. Jetzt kuriere ich meine Erkältung aus. Es war definitiv richtig abzubrechen, denn kaum war ich im Hotel bin ich eingeschlafen, habe während des Schlafens gehustet und fleißig geschwitzt.

    1. somi1407 says:

      Schade. Wo warst du? In Frankfurt?

  2. Ja. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei. 🙂

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.