Digitalisierung

 

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Immer wieder beobachte ich, dass wir heutzutage viel Energie in unserer tägliche Arbeit stecken und diese Energie uns blockiert mehr zu schaffen. Arbeitgeber haben häufig das Problem, dass ihre Mitarbeiter sich beklagen, dass ihr Mitarbeiter nicht das Pensum schaffen, welches für sie vorgesehen ist bzw. es zu Verzögerungen kommt, weil sie nicht schnell genug ihre Aufträge abarbeiten. In einem Zeitmanagementseminar lernte ich, dass wir heute ein Verhältnis von 40 : 60 haben, wenn es um Produktivität und Störungen geht. Also wir haben sechzig Prozent Störungen und arbeiten nur noch 40 Prozent produktiv. Für unser wirtschaftliches Wachstum sehe ich das als Katastrophe an, auf der anderen Seite werden Politiker antworten: “Schauen Sie mal wie produktiv unser Land ist, dass wir uns das leisten können.” Andersherum argumentiere ich: “Liebe Politiker schaut mal wie viel Potential in unserem Land steckt, wenn wir nicht durch Bürokratie so behindert würden.” Wie wir es drehen, die Situation werden wir nicht ändern, aber wir sind in der Lage unser Verhalten zu verändern, denn das haben alle wir in der Hand.

Die Wirtschaft lässt und mittlerweile verstehen, dass in einigen Jahren nur noch dreißig Prozent der Bevölkerung benötigt wird, um das Wirtschaftswachstum zu halten; von Wachstum möchte ich noch nicht sprechen. Damit bringt die Digitalisierung Arbeitplatzersparnisse ein und viele Menschen werden arbeitssuchend werden. Jetzt könnte wir sagen, dass damit braucht es kein Zeitmanagement mehr. Ich denke, es wird eher immer wichtiger, denn die Menschen, die keine Arbeit haben, benötigen Aufgaben, die sie erfüllen, und jene die Arbeiten werden ihre Arbeit nach dem Takt der Maschinen ausführen müssen. Damit wird meines Erachtens der Stress eher noch größer als geringer.

Daraus entstehen für mich zwei Gruppen von Menschen die Stress haben werden. Einmal jeden ohne Arbeit, die ins Boreout rutschen, also Stress durch Unterforderung erleben und jene die keiner selbstbestimmten Arbeit mehr nachgehen, weil sie nichts anderes mehr zu tun haben als Kontrollfunktionen. Selbstbestimmtes Handeln ist ganz wichtig für Residenz, also für ein ausgeglichenes Leben. Menschen, deren Arbeit durch Maschinen bestimmt wird, werden Pausen benötigen, denn die fehlerfreie Konzentration lässt keine sechs bis acht Stunden ohne regelmäßige Pausen zu.

Speziell für Akademiker wird dieses ein sehr großer Einschnitt, denn bisher wurden Ihre Berufe fast außen vor gelassen. Dieses ändert sich nun mit der Digitalisierung. Selbst Ärzte werden davon betroffen sein, denn chirurgische (Routine-)Eingriffe führen Roboter durch. Auch in der Pflege soll es in Zukunft so sein, dass Roboter Teile der Pflege übernehmen und das Personal nur noch die Roboter kontrolliert.

Arbeitnehmer ohne Kontrollfunktionen werden in Zukunft nur eingesetzt, wenn Roboter die Aufgaben nicht ausführen können, das bedeutet, dass in Zukunft mehr Spezialisten benötigt werden als dies in der Vergangenheit der Fall war.

Hinzu kommt, dass Arbeit wieder stärker von zu Hause aus erledigt werden wird. Das wird für jene bedeuten, dass Privat und Arbeit viel stärker verzahnt wird als es bei den Meisten heute ist. Weil diese Form der Arbeit bereits zunimmt, ziehen gute Zeitmanagementsysteme dieses bereits in ihre Seminare bzw. Programme mit ein.

Auch in der Psychologie wird es große Veränderungen geben, denn wie in Holland gibt es mit einer zeitlichen Verzögerung mittlerweile die Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen per Computer. Dieser Bereich wird mit Sicherheit in Zukunft ausgebaut werden, so dass sich die Arbeit der Psychotherapeuten sich sehr verändern wird.

Stressreduktion wird sicherlich über Onlineprogramme angeboten werden. Wer noch Face-to-Face Sitzungen möchte, wird tief in die Tasche greifen müssen. In einigen Bereichen ist es mittlerweile so, dass Face-to-Face Beratung in Gruppen umgewandelt werden, weil sich das Programm ansonsten nicht mehr rechnet, weil die Behörden die Preise so stark für ihre Kontrollen angezogen haben, dass die Arbeit defizitär wurde. Der nächste Schritt wird die Digitalisierung dieses Programmes werden, denn die Preise für die Kurse sind bereits sehr hoch und werde sich nicht mehr alle Menschen leisten können.

Der Stress wir sicherlich nicht weniger, er wird sich nur durch andere Faktoren als heute ausgelöst werden, aber die physiologischen Prozesse bleiben dieselben.

 

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