Lerne Nein-Sagen

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Nein-Sagen geht mit einem niedrigen Selbstbewusstsein einher, denn Nein-Sagen bedeutet Grenzen zu setzen. Das Grenzen setzen ist gar nicht so leicht wie es auf den ersten Moment aussieht.

Es fällt uns schwer Nein zu sagen, wenn wir von jemandem abhängig sind. Angestellte trauen sich häufig nicht gegenüber ihrem Arbeitgeber, ihrem Abteilungsleiter oder ihrem Projektleiter Nein zu sagen, weil sie befürchten als Versager abgestempelt zu werden. Sie haben das Gefühl – diese sind nicht objektiv – schlechter, weniger leistungsfähig oder zu langsam als ihre Kollegen zu sein. Aber stimmt das überhaupt? Diese Frage kannst Du Dir natürlich nur selber beantworten indem Du dir zum Beispiel auf der Projektwand ansiehst in welchen Projekten Du eingesetzt bist und in wie vielen andere eingesetzt sind. Sollte Dir keine solche zur Verfügung stehen, suche doch das Gespräch mit Deinen Kollegen.

Weil wir nicht Nein-Sagen, überschreiten wir andererseits häufig unsere Grenzen. Nicht die, die wir überschreiten sollten, sondern jene, die unsere Energiegrenzen intakt halten würden. Wenn wir es unserem Projektleiter erlauben, uns in eine weiteres Projekt einzusetzen, obwohl wir bereits merken, dass uns die bisherige Arbeit schon an die Grenzen unserer Belastbarkeit führt, ist ein unausgesprochenes oder widerwilliges Ja an der falschen Stelle gesetzt.

Anstatt an dieser Stelle nachzugeben, wäre es wichtiger und richtiger gewesen, zum Beispiel ja zum Sport zu sagen, um den körperlichen Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit zu schaffen, denn der Sport hätte uns Energie geschenkt, wenn wir uns dabei nicht übernehmen und es übertreiben.

Im Grunde genommen und das sehen wir an obigem Beispiel ist es der Mut, der uns fehlt, einfach Nein zu sagen, wenn wir etwas nicht wollen. Den oben aufgeführten Arbeitgeber können wir auch durch Freund, Kumpel oder Kollegen – ist wohl der Begriff der Jugend für Freund oder Kumpel – ersetzen, denn viele Menschen, die Alkohol oder Drogen nehmen, probieren sie, weil sie zu einem bestimmten Freundeskreis oder Peergroup gehören wollen. Wer diese Substanzen missbraucht oder überhaupt nimmt (bei Drogen), hat oft eine Selbstwertproblematik. Er ist nicht Selbst-Wert genug, Nein zu sagen und / oder sich einen anderen Freundeskreis zu suchen.

Häufig trifft das für Gestresste zu. Sie sind gestresst, weil sie sich selbst verloren haben. Sie wissen nicht mehr was sie wollen und verzetteln sich. Prioritäten werden falsch gesetzt, weil sie glauben es jedem Recht machen zu müssen. Im Grunde genommen fehlt ihnen der Mut Grenzen zu setzen, da sie kein Selbstbewusstsein besitzen. In dieser Zeit sagen Gestresste zu allem und jedem Ja.

Witziger Weise sagen wir leicht Nein, wenn es darum geht unsere Komfortzonen zu verlassen. Diese hin und wieder zu verlassen und anstatt Nein, einfach mal Ja sagen, fällt uns genauso schwer wie häufig das Nein-Sagen. An dieser Stelle kommen Gestresste nicht weiter, weil sie das Hamsterrad und damit ihre Komfortzone, die schon lange keine mehr ist und nur noch Energie raubt, nicht verlassen, um neue Wege auszuprobieren und positive Erfahrungen zu machen. Häufig haben sie Angst vor Neuen und schrecken wie die Maus vor der Katze in Schockstarre zusammen.

Um diese Situation zu verlassen, braucht es ein Netzwerk in dem Vertrauen herrscht, wir  Ermutigung und Stärkung auf neuen Wegen erhalten.

 

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