Umgang mit Frust

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Der Umgang mit Frust ist heutzutage sehr wichtig, aber fällt vielen Menschen gleichzeitig sehr schwer, denn heute gibt es viele Grenzen die Frust und Stress fördern.

Frust kommt immer dann auf, wenn wir ein Nein akzeptieren müssen, dass nicht mit unserer Meinung übereinstimmt, wir aber sicher sind, dass wir im Recht sind, doch die Person, die das Nein ausspricht, mehr Macht besitzt als wir. Studien zeigen, dass vor allem die jungen Menschen keine sehr hohe Frustrationstoleranz besitzen, die aber heute in unserer sehr schnell lebigen Zeit dringend Not tut, um erfolgreich das Leben zu meistern.

Frust stresst immer, da wir von außen bestimmt werden und keine Möglichkeit haben, selbst wirksam zu werden. Wer den Frust akzeptiert und mit kreativen Lösungen Lösungen an den Grenzen vorbei findet, wird sehr viel weniger Stress erleben, weil er selbst wirksam Handlungsmöglichkeiten gefunden hat, die ihn nicht erstarren ließen.

Frust kann entstehen, wenn wir unsere Grenzen des Handeln erkennen müssen. Zum Beispiel, wenn wir beim Fußball erkennen müssen, dass wir keine Liga höher spielen werden, obwohl unser Traum Profifußballer war. An dieser Stelle haben viele junge Männer Schwierigkeiten Alternativen zu finden und ihren Misserfolg zu akzeptieren. Immer wieder beobachte ich, dass Alkohol die Lücke füllt und kein neues Hobby aufgenommen wird, obwohl dieses naheliegend wäre. Diese Situation zeigt uns wie wichtig es ist, flexibel mit Grenzen umzugehen.

Ein Nein zu akzeptieren und für sich in ein Ja umzuwandeln, indem wir neue Lösungen finden, ist überlebenswichtig. Um Lösungen zu finden, braucht es Ruhe, Konzentration und vor allem Willen diesen zu finden. Wer Willen entwickelt, entwickelt automatisch Selbstwirksamkeit und reduziert parallel sein Stresslevel, denn nicht Produktivität stresst, sondern Machtlosigkeit führt zu Stress.

Frust führt anfangs zu Wut, dann zu Handlungen und wenn diese erfolglos bleiben zu Resignation. Doch warum schaffen es einige Menschen aus dieser Resignation wieder herauszukommen? Weil sie eine Eigenschaft besitzen, die anderen fehlt: Geduld. Manche Dinge lassen sich im Leben nicht von hier auf gleich ändern, sondern sie benötigen “tote” Zeit, die für uns teilweise schwer auszuhalten ist, weil wir etwas bewegen möchten. Wer Geduld hat, wird mit der Zeit Lösungen finden. Geduld ist in unserer Zeit ein Fremdwort geworden, weil wir nichts verpassen wollen. Was verpassen wir denn mit Geduld? Im Grunde genommen nichts, denn wer Geduld hat, nimmt sich Zeit viel bessere, viel umfangreichere und komplexere Lösungen im Vorfeld zu durchdenken.

Geduld hat noch einen weitere großen Vorteil. Wir entspannen, weil wir zur Ruhe kommen. Wer entspannt Lösungen sucht, findet bessere, weil der Tunnelblick unsere Sicht nicht einschränkt.

Aus Frust kann etwas Gutes entstehen, wenn wir bereit sind diese zu akzeptieren.

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