Stress reduzieren

Was, wenn Du im Stress bist und eigentlich entspannen müsstest, um produktiv weiterarbeiten zu können?

Grundsätzlich gibt es vier Möglichkeiten mit Stress umzugehen. Auf keinen Fall solltest Du Dich gegen den Stress wehren, da diese Einstellung Deinen Stress steigert.

Am Besten ist es natürlich Stress von vornherein zu umgehen, das heißt ihn zu vermeiden. Daher überleg Dir wie das gelingen kann. Zum Beispiel baue zwischen zwei Aufgaben, Terminen, Aufträgen Pausen zum Verschnaufen ein, in denen Du einen Tee trinkst, einen Spaziergang machst, oder aufschreibst wofür Du dankbar bist.

Wie ich bereits vorher in einem Blog schrieb, sage Nein, wenn Du etwas nicht machen willst, Dir der Termin nicht passt oder Du die Person nicht treffen willst. Immer wieder gibt es Menschen, die uns Energie rauben, die nerven, die nur negative Geschichten zu erzählen haben, die von uns Hilfe erwarten die wir ihnen nicht geben können, weil sie über unsere Kräfte geht und vieles mehr.

Energieräuber

Energieräuber erkennst Du nicht unbedingt auf den ersten Blick. Sie sind anfangs freundlich, zuvorkommend, aber nach und nach siehst Du wie sie sehr oft negativ sind, pessimistisch sind, Dich auf ihr Niveau runterziehen wollen und wir spüren, dass sie uns Kraft und Energie nehmen, die wir für unsere Projekte benötigen. Narzissten und Psychopathen sind definitiv Energieräuber. Es gibt häufig nur eine Lösung und die bedeutet: Nein zu sagen und sie notfalls sogar zu blocken, denn sie werden immer wieder versuchen negative Macht auf Dich auszuüben. Leider können sich Freunde als Energieräuber entpuppen, wenn sie selber in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Da kann es helfen Abstand zu nehmen und sie am langen Arm “verhungern” zu lassen. Leider ist oft aber so, dass sich die Lebenswege derart unterschiedlich entwickeln, dass später nicht mehr an die Freundschaft angeknüpft werden kann. 

Etwas, was Energieräuber überhaupt nicht mögen, ist, wenn Du Dich weiterentwickelst und sie auf der Stelle treten. Da werden sie leicht neidisch, so dass Dir nur die Möglichkeit bleibt sehr schnell Abstand zu nehmen, denn eine Beziehung ist nicht mehr möglich.

Stresssituationen

Wie bereits mehrfach erwähnt, bist Du in unserer schnelllebigen Zeit nicht in der Lage jeder Stresssituation auszuweichen. Versuche es erst gar nicht, weil es für unseren Körper nicht gesund ist keinen Stress zu haben. Viel wichtiger ist, dass wir nach einer stressigen Situation wieder Ruhephasen gönnen. Das gestaltet sich häufig in unserer Zeit schwierig, weil unser Arbeitspensum so hoch angesetzt ist, dass wir uns kaum mehr Auszeiten nehmen dürfen, weil die Arbeit so dicht getastet ist. Die Taktung wird in Zukunft noch dichter werden, da Du durch die Digitalisierung noch weiter weniger bestimmen können wirst, wann Du welche Arbeit erledigst.

Um Stresssituationen gut zu bewältigen, gehe Kompromisse ein. Fordere keine hundertfünfzig Prozent von Dir, sondern versuche mit zwanzig Prozent Deiner Arbeitskraft achtzig Prozent der Leistung die gefordert wird, zu erbringen. Das spart Dir Energie und oft fällt es gar nicht auf dass Du statt hundert, nur achtzig Prozent der Leistung erbringst. Versuche nicht perfekt zu sein. Es wird Dich Kraft und Energie kosten, die Du an anderer Stelle benötigst.

Rituale

Baue Rituale in Deinen Alltag ein, denn sie geben Dir Sicherheit und lassen den Cortisolspiegel in einem gesunden Rahmen. Kochen ist ein wunderbares Ritual, denn Du bestimmst was Du Dir kochst, wie lange der Kochprozess sein soll und gönnst Dir und etwas Gutes, in dem Du frische, gesunde Zutaten für Dein Essen nutzt. Wichtig ist, dass Du Dir Ruhe zum Essen gönnst und das Gekochte nicht in Dich hineinschlingst, weil die Pause zu kurz ist. Wenn möglich solltest Du mittags gekochen, denn wenn Du vor dem Schlafengehen isst, wirst Du mit vollem Bauch schlecht einschlafen können.

Ein weiteres schönes Ritual ist zum Beispiel morgens nach dem Frühstück die Zeitung lesen oder vor dem Schlafengehen zu meditieren.

Auf der Arbeit kann ein strikter Zeitplan für Routine sorgen. Zum Beispiel kannst Du morgens komplizierte und komplexe Aufgaben bewältigen, am späten Morgen kommen oft die meisten Anrufe, so dass Du diese danach bearbeitest und nach dem Mittagessen, wenn Du sowieso Dein Tief hast, kannst Du E-Mails bearbeiten oder repetitive Arbeiten erledigen. Eine feste Tagesstruktur hilft Dir den Stress zu reduzieren. Beachte, dass Du Störungen Vorrang gibst, so dass es trotzdem regelmäßig vorkommen wird, dass Du die Struktur aufweichen musst. Akzeptiere die Störungen und lehne Dich nicht gegen sie auf, denn ein Aufbäumen würde Dich wieder stressen.

Positive Perspektive

Egal wie sehr Du im Stress bist, suche das Positive an der momentanen Situation. Den meisten Situationen wirst Du etwas Positives abgewinnen können, wenn Du es suchst. Das können schon solche Kleinigkeiten sein, wie, dass Du mit einer unfreundlichen Kollegin heute nicht sprechen musst, weil es Störungen gab die Vorrang erhalten mussten, oder Du dafür, dass Du in einer Woche länger arbeitest, an einem Dir wichtigen Tag früher gehst, oder frei hast.

Suche Dir eine langfristige Perspektive, um Dich immer neu zu motivieren. Welche das ist, kannst nur Du entscheiden. Aber langfristige Perspektiven helfen Dir Stress auf einem gesunden Level zu halten, weil Du weißt wofür Du Dir diese stressige Zeit antust. Die Perspektive ist im Grunde genommen nichts anderes als eine Belohnung für die Arbeit, die Du im Moment investierst. Wenn Du ein Lebensziel hast, kannst Du Vieles viel besser ertragen, als wenn Du von einem Tag zum Nächsten lebst und keinen Sinn in Deinem Leben siehst.

Lebenssinn

Stelle Dir die Frage was der Sinn Deines Leben ist. Viele meiner Freunde haben ihren Lebenssinn nicht auf der Arbeit. Diese nehmen sie mit um ihr Leben zu finanzieren. Aber ihr Lebensinn steckt oft in ihrem Hobby, welches sie niemals zu einem Beruf ausgeweitet haben.

Deine Familie kann für Dich der Lebenssinn sein. Häufig bedeutet dies, dass Du auf eine Karriere verzichtest, weil die das Zusammenleben, die Pflege Deiner Eltern, Deine Kinder wichtiger sind als eine Karriere in einem Unternehmen oder viel Geld. Wichtig ist, dass Du Dir der Konsequenzen bewusst bist und diese bejahen zu kannst.

Für andere sind Reisen durch die Welt, andere Kulturen, deren Lebenskonzepte, der Tierschutz, psychische Themen, etc. ihr Lebenssinn. Wenn Du keinen Lebenssinn hast, denke darüber nach, damit Du glücklicher lebst.

Akzeptieren was Du nicht verändern kannst

Diesen Spruch höre ich immer wieder und kann ihn nicht leiden. Warum? Weil ich denke, dass wir mehr Macht haben als viele Menschen denken. Als Vielfahrer bei der Bahn höre ich immer wieder, dass wir die Situation, dass die Züge verspätet ankommen, hinnehmen müssen und jedes Mal denke ich, was ein Quatsch. Wenn wir Bahnfahrer uns nur einig wären, würde sich ganz schnell etwas ändern. Die Bahnfahrer müssten nur mal tageweise entscheiden, dass sie an diesen Tagen keine Bahn fahren und keine Tickets kaufen. Dann würde sich, davon bin ich überzeugt, ganz schnell etwas verändern. Doch leider sind sich die Bahnfahrer nicht einig genug, um solch eine Initiative durchzuführen. Jeder steht sich selbst am Nächsten und ermöglich genau dadurch, Situationen, die veränderbar wären, dass sie sich nicht ändern.

Aber natürlich gibt es andere Dinge, die wir nicht ändern können. Zum Beispiel wer chronisch krank ist, wird nicht dadurch gesund, dass er die Krankheit akzeptiert.  Doch hier ist der Schlüssel zu Dingen und Situationen, die wir nicht ändern können. Überlege Dir Situationen, die Du nicht verändern kannst und akzeptiere sie als Teil Deines Lebens. Alleine das Akzeptieren hilft Deinem Körper Dein Stresslevel zu senken. 

Die Vergangenheit ist geschehen, die Zukunft kennst Du nicht, aber das Jetzt und Hier kannst Du beeinflussen. Akzeptiere es, und überlege Dir was für Dich jetzt in diesem Moment das Richtige zu tun ist. Versuche immer Entscheidungen in Ruhe zu treffen, selbst wenn es um Dich herum wie im Taubenschlag hergeht.

Vergebe

Lerne zu vergeben. Verbitterung entsteht durch fehlende Vergebung. Wenn Du vergibt, lebst Du definitiv entspannter, weil Du einen Teil der Vergangenheit, Vergangenheit sein lässt. Wenn Du vergibst, öffnest Du Dich für das Hier und Jetzt.

Es kann Dir sehr schwer sein bestimmte Situationen oder Geschehnisse zu vergeben. Wenn Du in Dich hinein fühlst, wirst Du feststellen, wie sehr der Stachel, auch nach vielen Jahren, Schmerzen verursacht. Es ist wie eine Entzündung die eitert, aber nicht abheilt ohne, dass Du an Deiner Einstellung arbeitest. Verändere Deine Einstellung dem Menschen gegenüber, der Dich so tief verletzt hat. Sehe das Positive, selbst, wenn Du keinen Kontakt mehr zu dieser Person hast und dieser sich nicht mehr herstellen lässt. Lasse die Schmerzen zu und nehme sie an als Teil dessen war Dir die Person angetan hat.

Wachstum

Nehme Stresssituationen als Situationen an, die Dich herausfordern wollen und an denen Du wachsen darfst. Das mag im ersten Moment perplex klingen, aber überlege Dir wie Du in der Situationen wachsen kannst. Vielleicht lehrt Dich die Situation anderes mit Stressreaktionen umzugehen, weil Du häufiger als normal krank wirst. Oder Du hast regelmäßig Streit mit einer Kollegin, weil Du ihre Art nicht magst und dadurch leichter reizbar bist als Du es bei anderen Kollegen bist. Vielleicht musst Du lernen ruhiger bei ihr zu bleiben. Atme zum Beispiel tief durch bevor Du sie anrufst, überlege Dir im Vorfeld was Du sagen möchtest. Lass Dich nicht provozieren, finde die Trigger, die Dich reizen heraus, so dass Du gleich zu Beginn Dein gereizt sein gar nicht erst aufbaust, denn es ist immer so, dass wir mit unseren Gedanken unsere Gefühle steuern.

Teile Deine Gefühle mit

Rede über Gefühle und Situationen die Dich belasten, doch nerve Deine Freunde und Kollegen nicht damit, weil Du nicht in der Lage bist Lösungen für Dich zu finden oder meinst im Recht zu sein. Führe mit Deinen Freunden oder Kollegen konstruktive Gespräche, die lösungsorientiert sind. Wehre Dich nicht gegen das was Dein Gegenüber Dir rät. Höre es Dir ruhig an und dann entscheide. Wenn Du zu aufgebracht bist, lass Dir Zeit mit Deiner Entscheidung und treffe sie, wenn Du Abstand und Ruhe gewonnen hast. Grundsätzlich kannst Du davon ausgehen, dass es für fast alles positive, zu frieden stellende Lösungen gibt.

Ruhe

Gönne Dir Ruhe. Ob Du Dir die Ruhe gönnst, indem Du auf Deinen Schlaf achtest, oder Sport treibst, um zur Ruhe und Entspannung zukommen, oder meditierst oder in einem Buch aus Papier liest, ist Dir überlassen. Schau einfach was Dir am Besten tut. Dennoch achte auf genügen Bewegung, denn sie hilft Dir langfristig nicht übergewichtig zu werden, denn übergewischt stresst Deinen Körper sehr. Selbiges gilt für das Rauchen oder Trinken. Nutze beides nicht zum Stressabbau. Solltest Du rauchen, versuche es, wenn möglich aufzugeben, denn Du wirst nach einer Entzugsphase merken, dass Du viel ruhiger und ausgeglichener bist.

Dieser Blog beinhaltet verschiedene Möglichkeiten Stress zu reduzieren. Überlege Dir welche Methoden für Dich passen und versuche sie in Deinen Alltag zu integrieren.

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