Mandalas

Immer mal wieder habe ich bereits beschrieben, dass Bibliographie, also Lesen sowie Schreiben Stress abbauen, doch bisher habe ich nie etwas zum Malen geschrieben.

Geschichtlich kommt das Mandala aus dem Hinduismus und Buddhismus. Dort beinhaltete es verschieden Formen und Figuren und repräsentierte das Universum. Dabei hatte es eine spirituelle Tradition.

Heute in unserer westlichen Welt handelt sich in der Regel um eine Art kreisförmige Bilder die Phantasieblumen, -tiere oder Muster enthalten. Sie können sehr verschiedene Schwierigkeitsgrade des Ausmalens enthalten und der Sinn ist durch das Malen oder Ausmalen zu entspannen. Es gibt sehr viele Motive, die Du aus dem Internet kostenlos herunterladen kannst, oder Bücher mit Motiven, die Du erwerben kannst.

Stifte und Farben

Ob Du mit Filzstiften oder Buntstiften lieber malst, spielt keine Rolle. Nimm die Stifte mit denen Du am Liebsten malst. Bei malen von Mandalas entscheidest Du wieviele Farben Du für ein Bild verwenden möchtest. Es gibt Mandalas die wurden mit zwei Farben gemalt. Es kommt immer auf das Muster an wie viele Farben passen. Du bestimmst welches Muster für Dich an diesem Tag passt und entscheidest Du wie viele Farben Du verwendest.

Habe den Mut Farben zu kombinieren, die wir als kitschig erachten. Spüre beim Malen in Dich hinein, welche Farben Du verwenden möchtest. Ich staune immer wieder welche Farben im ersten Moment nicht zusammen passen, doch dem Bild eine Faszination geben, die ich zu erst nicht erwartet hätte. Bei Mandalas geht es nicht um Schönheit, sondern um meditatives Malen. Daher höre in Dich hinein welche Farben Du verwenden willst. Manadalas sind Momentaufnahmen und spiegeln Deine Stimmung und Gefühle wieder.

Zeit und Raum

Die Zeit, die Du Dir zum Ausmalen von Mandalas nimmst, spielt dabei keine Rolle. Es können fünf Minuten oder Stunden sein. Wichtig ist die repetitive Wiederholung des Malprozesses, der hilft, dass Du Dich in der Malen des Mandalas vertiefst. Ich plädiere wieder für einen Zeitraum über zwanzig Minuten, weil Du laut wissenschaftlichen Studien erst nach dieser Zeit im Flow versunken bist. Je länger Du malst, je ruhiger wirst Du werden.

Suche Dir einen ruhigen Raum, in dem Du wirklich abschalten und Dich ganz auf das Malen einlassen kannst. Ich finde es wichtig dabei Ruhe zu haben. Daher stelle alle Geräte weg, stelle den Fernseher sowie das Radio aus und konzentriere Dich ganz auf das Malen. Lasse Dich ganz darauf ein.

Meditation

Lasse Gedanken, die Dir dabei aufkommen, ziehen. Denke nicht darüber nach. Steigere Dich nicht in die Gedanken hinein. Wenn es etwas Wichtiges ist, schreibe es auf ein Blatt, dass Du es nicht vergisst und wende Dich danach wieder dem Malen zu. Blende alles um Dich herum aus und lasse Dich ganz auf das Malen ein.

Fühle wie der Stift über das Papier gleitet, welche Geräusche er macht, wie es ist, wenn er dick malt, wie es sich anfühlt, wenn er dünn malt, wie ist Dein Druck für verschieden Dicken oder Farbnuancen, wenn Du Buntstifte verwendest. Wie verändert sich Dein Atem, wie Deine Körperhaltung?

Wenn Du nach zwanzig Minuten immer noch das Gefühl hast zu verkopft an das Malen zu gehen, versetze Dich in die Situation als Kind. Wie hast Du als Kind gemalt? Wie oft hast Du einfach drauflos gemacht ohne zu überlegen ob das schön wird. Die größte Kritzelei hat Deine Mutter gelobt, Bilder auf gehängt, die krumm und schief gemalt waren, die kaum erkennen ließen was Du dazu erzähltest, die Farben wild durcheinander, zum Beispiel rote Pferde mit gelber Sonne auf einer blauen Wiese. Alles war ganz egal. Es gab keinen Perfektionismus. Der Spaß an der Sache zählte und genau darum geht es jetzt wieder. Es soll Spaß machen und Dich entspannen.

Lasse los und lege los. Habe Freude an dem was Du tust.

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