Diversity

Das Wort, welches in aller Munde ist, gut und neumodisch klingt, gute Ideen hervorbringt und dennoch für Stress sorgt.

Warum eigentlich?

Weil die Lebensweise anderer Kulturen uns fremd ist. In den westlichen Welten öffnen sich immer mehr für andere Kulturen. Das ist zu befürworten, doch bedeutet Diversity gleichzeitig Grenzen setzen, denn in Ländern mit völlig verschiedenen Mindsets braucht es einen Rahmen der für alle einzuhalten ist. Wenn solch ein Rahmen nicht existiert, ist Stress für alle sicher, denn dann macht jeder was er will und aufgrund des sehr variablen Mindsets fallen die Entscheidungen so kontrovers aus, dass Stress durch überschreiten der eigenen Toleranz nicht ausbleibt. In solch einer Kultur siegt der Aggressivere, nicht der Klügere, denn Streits werden nicht mehr mit Argumenten, die für beide Seiten nachvollziehbar sind, ausgetragen, sondern mit einem Kampf der Mindsets.

In einer solchen Kultur überleben die gut, die sehr resilient sind, weil sie Wege finden sich der Situation anzupassen ohne Ihren eigenen Charakter und Ihren eigenen Weg zu verlieren. Daher die Frage an Dich: Wie resilient bist Du? Kannst Du Dich in solche einer Situation anpassen ohne Dich zu verlieren?

Unternehmen

Diversity wird in Unternehmen groß geschrieben, weil Unternehmen in unserer Gesellschaft viele Idee benötigen und natürlich sehr verschiedene Kulturen aufgrund ihres verschiedenen Mindsets sehr unterschiedlich mit Herausforderung umgehen bzw. sehr unterschiedliche Herangehensweisen haben Herausforderung zu lösen. Das hilft Unternehmen sehr gute Produkte zu entwickeln und diese in vielen Kulturen zu verkaufen, das heißt Unternehmen erhalten durch Diversity einen Wettbewerbsvorteil. Somit ist in diesem Bereich Diversity zu bevorzugen. Allerdings kenne ich kein Unternehmen, welches keinen festen Rahmen stellt, dem ich alle Mitarbeiter anzupassen haben. Des Weiteren hat in einem Unternehmen jeder einen klaren Auftrag für den er eingestellt wurde, so dass Diversity eine Ergänzung zu seinen eigenen Fähigkeiten darstellt und ihm oder ihr die Möglichkeit gibt daran persönlich zu wachsen.

Akzeptanz

Damit bin ich beim nächsten Punkt. Bist Du bereit Ideen von anderen anzunehmen? Wenn Du bereit bis Ideen anderer anzunehmen, wirst Du weniger Stress erleben als wenn Du Dich gegen die Ideen und neuen Arbeitsabläufe wehrst. Wenn es Dir gelingt, einen Teil neuer Idee in Deine Arbeit aufzunehmen, die für Dich akzeptabel sind, wirst Du sehr wenig Stress erleben. Schwierig wird es für Dich, wenn Du Dich gegen Veränderung wehrst. Klar bedeutet dieser Weg immer kompromissbereit zu sein.

Meditation

Hier kann Dir Meditation helfen, weil sie Dir hilft, Bereiche im Gehirn miteinander zu verknüpfen, die ursprünglich nichts miteinander zu tun hatten. Den neuen Verknüpfungen entspringen neue Ideen, weil Deine Neuronen durch Meditation besser vernetzt werden als ohne. Meditation so wie ich es verstehe, hilft uns durch neue Vernetzungen Informationen breiter zu verarbeiten ohne das wir dabei unsere Identität verlieren. Sie hilft unserer Persönlichkeitsentwicklung. Dadurch entstresst Du Dich, und Du kannst Diversity viel leichter akzeptieren.

Grenzen

Wenn es Dir gelingt Diversity zu akzeptieren ohne dass Du Dich verkaufst, wirst Du viel weniger durch diese Veränderung, der Du sowieso nicht ausweichen kannst, gestresst werden. Allerdings bedeutet des für mich nicht, alles schön zu reden und damit die Verantwortung abzugeben. Letztens hatte ich ein Gespräch mit einer Dame im Zug, die ganz trocken meinte, dass es doch nicht schlimm wäre, dass der Zug mal wieder Verspätung hatte. Jedes Argument, welches ich brachte, meinte sie “entschärfen” zu müssen, denn mir reicht es langsam wie viel Lebenszeit ich durch die vielen Verspätungen der Bahn verliere. Irgendwann habe ich dann zu der Dame gesagt: “Stimmt, wir können alles schön reden, damit wir keine Verantwortung übernehmen müssen.” Ich habe der Dame zu verstehen gegeben, dass wir als Bürger eigentlich eine Macht haben, die sie gerade wunderschön verspielt. Wenn wir Bürger einfach mal einige Tage keine Züge nutzen, so wie die Bahn schließlich nicht fährt, wenn sie streikt, dann lernen sie ganz schnell, dass sie pünktlich zu sein haben. Das Gespräch wurde dann nicht mehr viel weiter geführt.

Beispiel

Klar fahre ich weiter mit der Bahn zu meinem Aufträgen, werde weiterhin das Beste mit der Lebenszeit für mich daraus nehmen, doch befriedigt es mich nicht, denn Verabredungen sage ich an solchen Tagen ab, damit meine Freunde oder Familie nicht unter diesen Bedienungen leiden müssen. Geschäftliche Termine müssen halt entsprechend der Verspätung warten. Natürlich werden die Auftraggeber zeitnah über meine Verspätungen informiert. Ärgerlich ist es, wenn ich wegen Verspätung sehr spät nachts nach Hause komme und zum Beispiel am nächsten Tag einen (Ultra-)Marathon laufen möchte. Dann stresst mich so eine Fahrt schon gewaltig, weil der Schlaf in der Nacht vor solch einem Lauf sehr verkürzt ist und die Aufregung sowieso zu einem leichten Schlaf führt. Meine Konsequenz ist zur Zeit, dass ich Aufträge am Tag vorher mittlerweile absage, damit ich mich in Ruhe auf den Lauf vorbereiten kann.

Das Beispiel zeigt wie Diversity sehr verschieden erlebt werden kann und welche Konsequenzen es mit sich bringt. Es verdeutlich Dir, dass nicht nur Deine innere Einstellung, entscheidend ist, sondern Dein Handeln Dich entstresst. Resilienz zeichnet sich dadurch aus, dass Du proaktiv handelst und nicht in der Passivität verharrst, denn so schaffst Du es Deinen körperlichen Stress zu reduzieren.

Regelmäßiges Meditation hilft Dir Lösungen zu finden, die Du vorher gar nicht in Betracht gezogen hattest. Je unsicherer, chaotischer und unplanbar Deine Lebenssituationen werden, je weniger stressen sie Dich, wenn Du flexible und konstruktive Lösungen findest.

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