Stress und Drogen

Die Ideen Stress abzubauen sind sehr variabel. Manchmal wählen Gestresste Wege, die nicht erfolgversprechend sind. So habe ich Klienten auf die Medizinisch-Psychologische- Untersuchen (MPU) vorbereitet, weil sie Alkohol konsumiert haben, um einschlafen zu können. Andere nehmen Schlaftabletten oder Drogen, zum Beispiel Marihuana, um abzuschalten.

Egal welche Droge Du wählst, alle haben sie zur Folge, dass Du für die gleiche Wirkung von Zeit zu Zeit die Dosis erhöhen wirst, denn Du hast entschieden die Drogen zu konsumieren, um einen Effekt zu erzielen. Wer für einen Effekt eine Droge nimmt, handelt bereits missbräuchlich, so dass der Weg zur Abhängigkeit nur noch eine Frage der Zeit ist. Glücklicher Weise erkennen viele Menschen spätestens, wenn sie mit dem Auto angehalten werden und zur MPU aufgefordert werden, dass sie einen Fehler begangen haben und ihren Lebensstil verändern müssen.

Verhaltensänderung

Solange keine Abhängigkeit vorliegt, ist dieses in der Regel relativ leicht möglich, obwohl es trotzdem eine gewisse Zeit benötigt, bis das neue Verhalten stabil erlernt ist. Je früher Du das Verhalten erlernst, je schwieriger und langwieriger ist es für Dich, dieses Verhalten zu verändern.

Oft stellst Du fest, dass es gar nicht so einfach ist wie es zu Beginn erscheint, Dein Verhalten zu verändern, denn die Ideen, die Du Dir ausdenkst, erledigen in der Praxis Schiffbruch und erweisen sich als ungeeignet. Mit manchen Klienten habe ich wochenlang um neue Verhalten gerungen bis es sich als praxistauglich herausgestellt hat. Bei einer Klientin ging es darum, zu schauen, welche Methoden zum Einschlafen für sie alltagstauglich sind. Medikamente vom Arzt wollte sie nicht, weil sie Angst hatte von diesen abhängig zu werden, denn der Alkohol hatte ihr gezeigt wie schnell sie die Dosis erhöht hatte, um zu schlafen. Bei einem anderen ging es um die Überlegung wie er sein Zeitmanagement so gestaltet, dass er seinen Stress ohne Alkohol reduziert. Hobbys von früher aufzugreifen oder neue zu entwickeln ist oft ein geeigneter Weg.

Alkohol

Bei Alkoholabhängigen ist oft der erste Weg die Entgiftung und aus meiner Erfahrung benötigen sie in der Regel eine Langzeittherapie, weil die Entgiftung keine Verhaltensänderung bewirkt und daher die Rückfallgefahr ausgesprochen hoch liegt. Die gesundheitlichen Thematiken bei Alkohol sind vielfältig. So kann es nach der Fettleber zur Leberzirrhose kommen, es kann von zehntausende Gehirnzellen die zerstört werden zur Gehirnschrumpfung die genauso wenig rückgängig zu machen ist wie die Leberzirrhose, kommen. Weitere gesundheitlichen Thematiken können Magengeschwüre, Potenzverlust, Krebs und vielem mehr kommen.

Akuter Alkohol verändert die Wahrnehmung, so dass es zum Beispiel zu einem Tunnelblick kommt, die Reaktionszeit sich erhöht, rot übersehen wird und vieles mehr. Sobald um eins Komma fünf Promille erreicht sind, kann es zu Aggressionen, lallender Aussprache sowie torkelndem Gang kommen.

Marihunana / THC

Wer Marihuana oder THC nimmt, um abzuschalten, erkennt sein Problem oft gar nicht, weil sie oft glauben, dass THC zu keinen Beeinträchtigungen führt und sich oft keiner Schuld bewusst sind, wenn sie im Straßenverkehr auffallen. Oft haben sie drei bis vier Tage gewartet bis sie ins Auto gestiegen sind, doch vergessen, dass sich die Droge in den Fettpostern des Körpers einlagert, so dass sie nicht fahrtüchtig sind. Langzeitstudien haben gezeigt, dass THC zu den gleichen gesundheitlichen Thematiken führt wie Rauchen.

Medikamentenabhängigkeit

Am Tückischsten und am Schwierigsten sind Medikamentenabhängige, weil sie schleichend in die Abhängigkeit geraten sind, sich diese oft nicht eingestehen, und weil die Umwelt gar nicht mitbekommt, dass sie ein Problem haben. Meistens sind sie nicht fahrtüchtig, doch fahren sie und werden selten auffällig, weil es kaum Tests gibt die Medikamente erfassen. Die medizinischen Thematiken sind sehr vielfältig und schwer einschätzbar.

Zigaretten

Am ehesten werden Zigaretten als Beruhigung genutzt. Während einer Fortbildung lernte ich, dass Zigaretten eher den Körper stressen und nicht beruhigen, so dass genau das Gegenteil Eintritt von dem was der Raucher erreichen möchte. Die gesundheitlichen Thematiken sind unter anderem Krebs, Magengeschwüre etc.

Die Entspannungsmethoden, die Du in unseren Interventionen oder in den Kursen lernst, sind ohne Nebenwirkungen und steigern Deine Gesundheit. Solltest eines der Themen nutzen, um Deinen Stress zu reduzieren, solltest Du überlegen, ob es für Dich Zeit ist, Dein Verhalten zu verändern. Scheue Dich nicht Dir Hilfe zu suchen, denn Du wirst feststellen sobald Du Dein Verhalten verändert hast, erlebst Du ein völlig neues Lebensgefühl

Zur Zeit bereite ich eine Dame vor, die wegen Stress über einige Jahre zu Alkohol gegriffen hat. Nachdem sie mit dem Auto aufgefallen ist und zur MPU aufgefordert wurde, hat sie bei mir Hilfe gesucht und wir haben das Thema, welches ihren Stress unterstützt hat, bearbeitet, so dass jetzt ihre Familie und Freude über ihre persönliche Veränderung so begeistert sind, dass sie meinen, dass sie ein ganz neuer Mensch geworden ist. Dass der Prozess mit der MPU nicht beendet ist, weiß sie und ist fest entschlossen, diesen neuen Weg konsequent weiterzugehen. Sie ist für mich ein Beispiel wie sehr Du Dich, wenn Du Hilfe annimmst Dich positiv verändern kannst.

Bitte beachtet, dass ich kein Arzt bin und keine medizinische Ausbildung, sondern aus meiner Erfahrung als Psychologin berichte.

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