Opferrolle

Fühlst Du Dich in einer Opferrolle und hast das Gefühl, Du weißt nicht wie Du sie verlassen sollst? Es kann verschiedene Ursachen haben, dass Du Dich in der Opferrolle fühlst, doch eines ist allen gemein: Sie entstehen aus Deinem Mindset.

Mindset

Immer ist es ein negatives, herunterziehendes Mindset was dafür sorgt, dass Du nicht aus der Opferrolle herausfindest. Stelle Dir vor, dass Du nächstes Wochenende für ein Projekt nach Nürnberg fahren sollst. Was sind Deine ersten Gedanken? Oh nee, nicht auch noch das? Als wenn ich nicht schon genug unterwegs wäre? Als wenn ich nicht bereits genügend Überstunden hätte, soll ich jetzt noch am Wochenende losfahren? Wie soll ich das bloß alles schaffen? Mir hilft doch niemand? Alles muss ich alleine machen. Wie geht denn das überhaupt mit den Fahrkarten? Wo bekomme ich billige? Wie lange bin ich denn bloß unterwegs? Komme ich dort überhaupt mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin? Brauche ich ein Taxi? Wie komme ich an das Taxi? So, ich höre jetzt mal auf, aber ich höre noch ganz viele Klagen, Ohmachtsaussprüche, Glaubenssätze, etc.

Warum nicht einfach mal so: Cool, Nürnberg ist eine tolle Stadt, da kann ich bestimmt die Altstadt mit den alten Gemäuern sehen, da gibt es leckere Bratwürsten mit Sauerkraut und Püree, oder Zwei in einem Brötchen (Zwoa ina Weckla), Schäufela, da kann ich, weil es kurz vor Weihnachten ist, echte Elisenlebkuchen und Räuchermännchen mitbringen, da kann ich am Wöhrder See oder an der Pegnitz laufen gehen, oder das Spielzeugmuseum besichtigen, wenn ich noch Zeit habe, und Vieles mehr erleben. Das Taxi steht bestimmt am Bahnhof für mich bereit, beim Fahrkartenkauf, wenn ich damit nicht zurecht komme, hilft mir bestimmt jemand, wenn ich frage und so weiter…

Liest sich das Zweite nicht viel Positiver und aktiver?

Auf einmal ist die Ohnmacht, die Hilflosigkeit verschwunden und Du siehst klar vor Dir was Du an Optionen hast. Klar wirst Du nicht alles umsetzen können, aber Du könnest einen Zug später buchen, damit Du durch die Altstadt bummeln kannst, oder noch etwas Leckeres essen kannst. Ich kann Dir verraten, der Bahnhof grenzt gleich an die Altstadt, so dass Du diese Idee wirklich umsetzen kannst, wenn Du möchtest.

Selbst-Wirksamkeit, Selbst-Bewusstsein

Beides beginnt in Deinem Kopf. Die Einstellung entscheidet, wie Du an neue Aufgaben herangehst. Da ich selber viel Reise, nehme ich mir immer Zeit, wenn ich an einen neuen Ort fahre, denn den will ich kennenlernen, so dass ich irgendetwas dort außerhalb meines Termins unternehme. Wenn Du Dir nach Deinem Termin Zeit für Dich gibst, fühlt sich der Termin schon ganz anders an, denn nach der Pflicht kommt Deine Kür, und die bestimmst Du selber.

Daher versuche ich, zum Bespiel, mir immer schöne Hotels auszusuchen, denn die genieße ich, wenn ich übernachte. Sie müssen nicht super teuer sein, aber dürfen nett eingerichtet sein und das Essen sollte lecker sein. Oder ich suche mir einen tollen Ort zum Laufen aus. So buche ich, wenn möglich zum Beispiel in Stuttgart ein Hotel, welches dicht an den (Wein-)Bergen liegt, so dass ich, wenn ich laufe, gleich Höhentraining einbaue, denn bei mir zu Hause in Niedersachsen ist es flach. Dann habe ich gleich viel mehr Freude meine Geschäftsreise durchzuführen.

Diese Methode kannst Du beliebig anwenden, denn natürlich lassen sich einige Situationen in Deinem Leben nicht bestimmen, aber wir können jede Situation für uns nutzen. Das gilt generell für jede Lebenssituation. Der Unterschied liegt im Grad dessen wie viel wir bestimmen können.

Grübeln

Wenn Du ins Grübeln geräst, weißt Du im Grunde genommen, dass Du keine konstruktive Lösung finden wirst, sondern eher immer tiefer in negative Gedankenspiralen hineingezogen wirst. Kommen die grüblerischen Gedanken, suche Dir eine realistische Situation, in der das Negative gar nicht eingetreten ist und unterbreche so Deine negativen Gedanken. Schaue wie Du die Situation damals gelöst hast und wenn Du sie noch nie erlebt hast, denke an obigen Satz. Wir haben immer Handlungsmöglichkeiten, nur im Grad der Möglichkeiten variieren sie.

Welche Handlungsmöglichkeiten siehst Du für Deine Situationen? Das kann zum Beispiel das Gespräch mit Deinem Vorgesetzten sein, das kann die Entscheidung sein, das Notwendige mit dem Schönen wie oben zu verbinden, das kann heißen, dass Du Dich nach einer Arbeit belohnst und Vieles mehr.

Entscheidung

Deine Handlungsfreiheit beginnt bei Deiner Entscheidung die Opferrolle einzunehmen oder Dich dagegen zu verwehren.

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