Stress reduzieren

Wie gehst Du mit Stress um? Wie entscheidest Du, welche Situation Dich belastet, welchen Stress Du aushalten willst und vielleicht musst und welchen Stress Du reduzieren willst, aber vielleicht nicht ganz los werden kannst und welchen Du beseitigen möchtest?

Dein Alltag beinhaltet sicherlich Termine mit der Familie, mit Freunden, dann ist da Deine Tätigkeit, entweder angestellt oder selbständig, Dein Hobby oder Deine Hobbys, die noch untergebracht werden wollen und vielleicht sind da noch Geschäftsreisen, Überstunden und neben Terminen mit der Familie noch die Pflege der Eltern und Kinder kommen vielleicht noch dazu. Irgendwie bewältigst Du das alles, doch Du selber kommst dabei zu kurz.

Stressliste

Hast Du Dir schon einmal darüber Gedanken gemacht wie Du Deinen Stress minimieren kannst? Wie bereits mehrfach erwähnt, ist Stress per se nichts schlechtes, so er nicht chronisch wird. Für unser physiologisches System ist es gesund, wenn wir hin und wieder Stress erfahren, aber er darf eben nicht ständig sein.

Die Rahmenbedingungen wirst Du vielleicht nicht verändern können, da dieser von außen gesetzt wird, aber Du kannst in Deinem Rahmen sicherlich das ein oder andere verändern und deshalb schreibe auf was Dich in Deinem Leben alles stresst. Das kann der Zeitdruck unter dem Du leidest sein, das kann die Musik Deines Sohnes oder Deiner Tochter sein, weil die den ganzen Tag in ihrem Zimmer diese laufen haben, das können die Streits mit Deinem Partner über die Pflege seiner Eltern sind, oder es können die langen Fahrzeiten zur Arbeit sein, die Zugfahrten mit den Verspätungen oder so etwas kleines wie in Hektik Mittag essen müssen, weil die Pause zu kurz ist. Du weißt viel besser als ich, was Dich stresst.

Lege eine Stressliste an. Gibt Dir Zeit die Liste zu füllen, weil Dir mit sicherlich nicht alles auf einmal einfällt. Es kann Dir helfen die Liste mindestens über eine Woche bei Dir zu tragen und immer, wenn Du bemerkst, dass Dich etwas nervt, ergänzt Du es auf Deiner Liste. Vergiss auf Deiner Liste nicht den Freizeitjunk, das heißt die Tätigkeiten, die Du nebenbei ausführst ohne Dir hinterher bewusst zu sein, dass Du sie gemacht hast, zum Beispiel notiere die Zeit, die Du nebenbei in sozialen Netzwerken verbringst.
Wahrscheinlich ist es sogar besser die Liste über einen ganzen Monat zu führen, weil es immer wieder Termine gibt, die nicht wöchentlich stattfinden.

Sortieren der Liste

Im nächsten Schritt beginnst Du die Liste zu sortieren. Dabei gehst Du Deine Liste nach folgenden Kriterien durch:

  • Was kannst Du beseitigen? Welche Veranstaltungen kannst Du fallenlassen? Welche Aufgaben kannst Du delegieren, damit Du sie nicht mehr aufführen musst?
  • Welche Stressoren kannst Du nicht beseitigen, aber überlege Dir wie Du ihren Stress reduzieren kannst?
  • Mit welchen Stressoren musst Du leben und wie kannst Du sie für Dich erträglich gestalten?

Überlege Dir für jede Kategorie eine Farbe und markiere jeden Stressor, den Du in die Liste eingetragen hast mit einer Farbe.

Veränderung

Nun kommt der wichtige Schritt. Überlege Dir zu jedem Deiner Stressoren wie Du ihn für Dich verändern willst. Nicht alle Stressoren werden sich sofort verändern lassen. Es wird eine Reihe von Stressoren geben, die Du erst später verändern können wirst. Damit meine ich nicht die nervigen Kinder, die erst in zehn Jahren aus dem Hause sind, aber eine Arbeitsstelle, die Du vielleicht wechseln möchtest, weil Du im Prozess des Sortieren feststellst, dass es Zeit wird diese zu verändern, um Deinen Stress zu reduzieren. Die Entscheidung kannst Du zum Beispiel treffen, weil Dir Deine Eltern wichtiger sind, Du mit ihnen mehr Zeit verbringen willst und Dir Dein Arbeitsweg zu lang ist. An dem Beispiel wird bereits klar, dass es sich nicht immer um leichte Entscheidungen handelt und die Situationen komplex sein können.

Lege alles auf das Tablett

Wenn Du wirklich etwas verändern willst, ist es wichtig, dass Du alles auf Dein Tablett legst. Scheue Dich nicht Situationen, Begebenheiten, Tätigkeiten auf das Tablett zu legen, die bisher in Stein gemeißelt waren und nicht zur Veränderung standen. Wenn Dir alles zu viel wird, werden die Folgen viel gravierender sein als zu diesem Zeitpunkt wo Du für Dich entscheidest, dass es Zeit zur Veränderung in deinem Leben ist. Die Veränderungen können wie oben bereits in meinem Beispiel gezeigt weitreichend sein.

Sei offen für Veränderungen während dieses Prozesses. Nicht alles was Du am Anfang des Prozesses entscheidest, wird sich verändern und anderes was Du nicht geplant hattest wird sich verändern, denn während des Prozesses stellen sich Begebenheiten ein, die Du zu Beginn gar nicht überschauen konntest. Aber verändere mutig. Je konsequenter und mutiger Du jetzt die neuen Weichen stellst, je stabiler wird Dein System hinterher sein.

Soziale Medien

Es mag Dich überraschen, dass ich jetzt noch einmal auf die sozialen Medien zurückkomme. Doch ich finde es wichtig sie noch einmal aufzugreifen, weil sich der Umgang mit diesen in der letzten Zeit stark verändert und weiter verändern wird.

Zum einen bist Du sicherlich manchmal in den sozialen Medien ohne Dir hinterher bewusst zu sein wie viel Zeit Du damit verplempert hast. Dafür kreierte ich unter anderem oben den Begriff des Freizeitjunks. Doch möchte ich klar stellen, dass manchmal solche Phasen auch der Entspannung dienen oder der Überbrückung von Langeweile, zum Beispiel beim Zugfahren und damit ihre Berechtigung haben. Doch wenn Du Deinen Stress wirklich reduzieren willst, gehört er dennoch auf Deine Liste.

Zum zweiten werden die sozialen Medien immer mehr geschäftlich genutzt, zum Beispiel werden Facebookgruppen immer mehr in Selbstlernkurse integriert, weil sie Dozenten und Coaches die Möglichkeit geben dort über Livevideos und Austausch unter Teilnehmern ihr Konzept zu erweitern. Diese Zeit ist natürlich kein Freizeitjunk, weil sie zu Deiner Persönlichkeitsentwicklung beiträgt, doch achte darauf, dass Du möglichst wenig Zeit ansonsten auf Facebook verbringst, denn ansonsten erhöhst Deinen Freizeitjunk und gerätst wieder schnell in Stress, den Du gerade reduzieren willst. Überlege Dir wie viel Zeit Du mit Freizeitjunk verbringen willst. Verbiete ihn Dir nicht komplett, sondern setze Dich ein Limit, denn ansonsten wird er sich seinen Raum unkontrolliert suchen.

Der perfekte Tag des Stresses

Wenn Du Deinen Stress sortiert hast, überlege Dir ob Du die folgenden Kriterien für den perfekten Tag des Stresses beachtetest:

  1. Strukturiere am Morgen Deinen Tag durch und schreibe Dir auf was an dem Tag erledigt werden soll.
  2. Halte Dich an drei Mahlzeiten am Tag. Esse während der Mahlzeiten
    Quark, Käse, Fleisch, Eier oder Fisch, damit Du durch die enthaltenen Eiweiße lange satt bleibst. Nehme Dir Zeit zum Essen. Das gibt Dir Zeit Dich dazwischen Dich auf Deine täglichen Aufgaben zu konzentrieren.
  3. Trinke pro Tag mindestens 30ml/Kilogramm Körpergewicht Wasser oder ungesüßte Getränke. Das ist wichtig, weil Eiweiße mehr Flüssigkeit benötigen. Wenn Du nicht exzessiven Sport treibst, sollten es nicht mehr als drei Liter
    am Tag werden.
  4. Versuche auf Zucker zu verzichten, weil Insulinschwankungen Deine Konzentration und Deine Emotionen negativ beeinflussen.
  5. Nehme Dir mindestens zehn Minuten am Tag Zeit zum Meditieren oder setze Dich bequem hin und achte auf Deine Atmung.
  6. Reagiere ruhig, wenn um Dich herum Chaos ausbricht, Du verspätet zu Terminen erscheinst oder Deine To-Do-Liste durcheinander gerät, weil andere Aufgaben Priorität verlangen. Agiere, nicht reagiere. Bleibe positiv.
  7. Wer sind Ihre Energiequellen? Wer ist Dein Netzwerk, wenn Du am Boden liegst?
  8. Bewege Dich am Tag genügend. Es sollten mindestens 10,000 Schritte sein.
  9. Lache so viel wie möglich.
  10. Schreiben Sie zum Ende des Tages auf wofür Sie dankbar sind.
  11. Achte auf genügend Schlaf. Es sollten mindestens sieben Stunden sein. Manche Menschen benötigen allerdings auch mehr, so dass Du Dir die Zeit für die Menge Schlaf, die Du benötigst, nehmen solltest. Solltest Du wirklich weniger Schlaf benötigen, freue Dich.

Solltest Du nicht alle Punkte einhalten, ist das nicht schlimm. Überlege Dir wie es Dir gelingen kann, einen perfekten Tag des Stresses in der Woche einzubauen und diesen mit der Zeit so weiterzuentwickeln, dass Du irgendwann soweit bist, dass jeder Tag ein perfekter Tag ist. Wenn Dir das nicht gelingt, suche Dir ein bis drei Punkte aus, die Du jeden Tag erfüllen möchtest und versuche diese umzusetzen.

Wenn Du bei Deinem Prozess zum perfekten Tag des Stresses begleitet werden willst, melde Dich umgehen zu meinem kostenlosen Schnupperkurs LOS mit Gudrun! an.

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