Tägliche Ereignisse

Wie gehst Du mit dem täglichen Wahnsinn um? Mehr denn je gilt in unserer Zeit, dass nichts beständiger ist als der Wandel. Die Geschwindigkeit des Wandels kann Dich lähmen, weil er Dich dazu zwingt mitzuhalten und Deinen Rhythmus empfindlich trifft.

Eigene Ansprüche

Welche Ansprüche hast Du an Dich, an Dein Leben und an Dein Umfeld? Forderst Du immer das Äußerste von Dir, oder darf es regelmäßig weniger sein? Was denkst Du, wenn jemand nicht Deine eigenen Ansprüche erfüllt? Siehst Du ihn dann als Verlierer, als Taugenichts? Kann es sein, dass Dich der andere mit Deinen Ansprüchen als Verlierer sieht, weil er viel flexiblere Lösungen findet als Du, weil nicht so perfektionistisch denkt?

Hamsterrad

In wie weit hast Du das Gefühl in einem Hamstrad gefangen zu sein? In wie weit kannst Du Dein Leben selber gestalten? In wie weit nimmt Dich der Perfektionismus gefangen? In wie weit ist es Dir auf Deiner Arbeit möglich die Arbeitsprozesse mit zu gestalten? Je weniger Du mitgehalten darfst, je mehr wird Dich Deine Arbeit stressen, weil Deine Persönlichkeit keine Entfaltung erfährt.

Je schneller sich der Wandel vollzieht, je wichtiger wird es für Dich bzw. für uns sich darüber klar zu werden wo Du oder wir Ruhephasen in unser Leben einbauen können, damit wir nicht vom Stress zerfressen werden. Wie gelingt es uns die Veränderung positiv in unser Leben zu integrieren?

Routinen

Eine Möglichkeit ist, dass Du Routinen in Deinen Alltag einbaust. Schaue, dass Du immer wieder Handlungen, Tätigkeiten, Uhrzeiten wiederholst, denn Routinen ermöglichen es uns Aufgaben mit wenig Energie zu bewältigen.

Wie wäre es mit fixen Essenszeiten? Zum Beispiel gab es bei meinen Eltern immer zur gleichen Zeit Abendessen. Da unser Vater sehr viel arbeitete, er war Führungskraft in einem Konzern, achtete meine Mutter darauf, dass wir abends alle gemeinsam zu Abend aßen. Selbiges galt an Wochenenden. Mittags wurde ohne unseren Vater gemeinsam gegessen, damit wir Kinder erzählen konnten was in der Schule passiert war.

Eine andere Möglichkeit der Routine ist zum Beispiel immer zu einer bestimmten Zeit bzw. an bestimmten Tagen Sport zu treiben. Am besten ist es, wenn Du diesen nicht alleine betreibst, sondern noch eine Freundin oder einen Freund hast, mit dem oder der Du diesen erleben kannst. Eine ehemalige Kollegin und ich zum Beispiel laufen nach unserem Projekt im Moment jeden Mittwoch gemeinsam sechs Kilometer. Dabei geht es nicht darum besonders schnell zu sein, sondern die Zeit gemeinsam laufend zu genießen.

Erschöpfung

Bist Du schnell erschöpft und hast das Gefühl Dich nach kurzer Zeit nur noch durch den Alltag zu quälen? Eine Möglichkeit, ist, dass Du zu viele Aufgaben ausführt, die für Dich entweder keinen Sinn ergeben oder es sind Aufgaben, die Du für andere erledigst, aber sie Dir keine Anerkennung für die Arbeit erhältst, so dass Du keine Energie aus diesen Tätigkeiten gewinnen kannst. Da könnte es Dir helfen, wenn Du Dir andere Tätigkeiten suchst und diese entweder delegierst und Dir Aufgaben suchst, die Dir Energie spenden, weil sie für Dich einen Sinn ergeben. Der Sinn unseres Lebens ist sehr wichtig, um Stress gut aushalten zu können. Vielleicht fühlt Du Dich auch mit Deiner Situation gerade überfordert?

Ohnmacht

Überforderung führt zu Ohnmacht, weil Du aus diesen Situationen keinen Weg siehst. In Situationen, in denen Du Dich überfordert fühlst, hilft es Dir die Situation aufzuschreiben, zu strukturieren und zu schauen was kannst Du beim nächsten Mal, wenn die Situation wieder eintritt, verändern, so dass Du Dich nicht wieder so hilflos fühlst. In dem Moment übernimmst Du die Führung und die Situation und sie verliert ihre Macht.

Nein-Sagen

Übe Dich im Nein-Sagen. Je besser Du das kannst, je stärker findest Du heraus, was Du möchtest, was Dir wichtig ist und was Du nicht möchtest. Nein-Sagen setzt Grenzen und hilft Dir in Deinem Leben die Führung zu übernehmen. Selbstverständlich gehört zum Nein-Sagen das Ja-Sagen, doch das fällt vielen leichter als Nein zu sagen, daher trainiere das Nein-Sagen.

Essen und Trinken

Um den täglichen Ereignissen gut und ruhig entgegen zu wirken und viel Energie zu haben, spielt das Essen, welches Du zu Dir nimmst eine große Rolle. Kaffee und Süßes puschen Dich kurzzeitig, doch danach stürzt Dein Organismus in den Erschöpfungszustand ab. Wenn Du dann wieder nachfüllst, pusht Du Dich wieder für kurze Zeit und danach folgt der nächste Absturz. Das stresst Deinen Organismus zu Deinen täglichen Aktivitäten zusätzlich. Daher achte darauf, dass Du wenig Weizen, wenig Industriezucker und wenig Kaffee, schwarzen Tee zu Dir nimmst.

Pausen

Gönne Dir Pausen. Egal was andere sagen, verlangen und fordern. Du bist Chef Deines Körpers und Dein Körper benötigt Regeneration. Dazu gehören Pausen, denn nur Maschinen können durcharbeiten. Sie sind dennoch bis heute nicht in der Lage unsere Komplexität von Situationen zu bewältigen. Jeden Tag stehst Du vor neuen Herausforderungen, die gelöst werden wollen. Das kostet Energie, die Du während der Pausen schöpfst.

Resilienz

Das Zauberwort gegen Stress. Es bedeutet, dass Stress Dein System ausdehnt wie ein Gummi, wenn es etwas umfasst, gedehnt wird. Wenn das Gummi wieder zurück in seine vorherige Form geht, sieht es wieder so aus wie es ursprünglich war. Stress tut genau dasselbe mit Dir. Es dehnt Deine Reaktionen und fordert Dich heraus neue, erfolgreiche Lösungen zu finden, aber wenn es vorbei ist, solltest Du wieder zur gewohnten Form zurückkehren.

Wichtig ist, das Du immer das Zepter in der Hand hast, gute Freunde hast, bei Denen Du Dich ausheulen und nach Lösungen fragen kannst, Deinen Tag strukturierst und nicht enttäuscht bist, wenn Du nicht alles schaffst.

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