Betriebliches Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement oder BGM ist seit einigen Jahren in aller Munde und Unternehmen sind gesetzlich seit circa 2013 dazu verpflichtet eine psychische Gefährdungsbeurteilung jährlich vorzunehmen, um herauszufinden wie es um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter steht. In der Gefährungsbeurteilung geht es darum die Belastungen aus der Arbeit sichtbar und ihre Schwere zu beurteilen.

Warum wurde sie eingeführt?

In den Jahren dieses Jahrtausends wurde von den Krankenkassen bemerkt, dass sich die Arbeitsunfähigkeitsbescheiniungen sowie die Anzahl der Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente für psychische Erkrankungen stark anstiegen. Mit der Gefährdungsbeurteilung möchte der Gesetzgeber dieser Entwicklung Einhalt gebieten.

Damit die Maßnahme greift, hat der Gesetzgeber gleichzeitig eine Kontrollinstanz eingesetzt, denn die Berufsgenossenschaften haben zu prüfen, ob die Gefährdungsbeurteilung durchgeführt wurde und sich die Ergebnisse im Detail anzusehen. Die Qualität, so kam mir zu Ohren, steigt bereits, weil einige Unternehmen die Aufgabe nicht ernst genommen haben und Berufsgenossenschaften die ersten Verwarnungen ausgesprochen haben.

Folgen

Je nach Ergebnis ist das Aufgabe der Personalabteilung oder des Teams für Betriebliches Gesundheitsmanagement Maßnahmen einzuleiten, die die Gesundheit des Mitarbeiters fördern. Bisher wird in der psychische Gefährdungsbeurteilung meistens nur Stress erfasst und wissenschaftliche Stresstests kommen meines Wissens noch relativ wenig zum Einsatz. Ich fände es wichtig, dass neben Stress der Betäubungsmittelkonsum abgefragt wird. Doch dieser wird leider bisher häufig ausgeschlossen. Ich vermute, weil es bis heute ein Tabu-Thema ist.

Maßnahmen

Häufig werden Seminare eingeführt die über Stress berichten, doch längerfristige Maßnahmen sind Fehlanzeige. Meines Erachtens ein Fehler, denn Stress wurde nicht von heute auf gestern aufgebaut, sondern über einen längeren bis langen Zeitraum. Das können sogar Jahre sein, so dass das Verhalten wirklich neu erlernt werden muss. Zum anderen kommt hinzu, dass Mitarbeiter häufig gar nicht glücklich sind, aus ihrer Arbeit herausgerissen zu werden und an einem Seminar teilzunehmen. Mitarbeiter befürchten, dass sie in den Seminaren zum hundertsten Mal dasselbe vorgetragen bekommen; also im Grunde genommen wiedergekaut bekommen was sie bereits wissen. Da stellt sich die Frage, warum wurde es nicht in den Alltag umgesetzt? Weil sie in kurzer Zeit sehr viel Wissen erhalten, welches nicht auf ihren Alltag angepasst ist.

Selbstlernkurse

Dieses Dilemma lösen Selbstlernkurse, die in kleinen Einheiten Wissen zum Thema Stress vermitteln. Da diese vielfach online stattfinden, ermöglicht es dem Mitarbeiter oder der Teilnehmerin die Teile aus Lektionen in seinen oder ihrem Alltag zu integrieren, die er / sie für seinen Stressabbau benötigt. Wer weiß besser was ihn stresst als der Mitarbeiter selber?

Diese neue Form des Lernens mag im ersten Moment fremd erscheinen. Doch gibt es Tools die es ermöglichen die Kurse als Team, als Abteilung auszuführen, so dass sich die Teilnehmer gegenseitig unterstützen, gemeinsam nach Lösungen suchen und so langsam als Prozess das erlernte Verhalten verändern können.

Wichtig ist bei meinen Selbstlernkurse, für andere kann ich nicht sprechen, dass die Lektionen klein sind, damit sich nicht noch mehr Stress aufbaut, der Teilnehmer sich überlegen kann, ob er die Lektionen ausprobiert, in seinen Alltag einbaut, denn durch Probieren und Scheitern kommen wir zum Erfolg, und dass sich später eine feste Routine entwickelt hat, die es ihm ermöglicht stressfreier zu leben.

Der perfekte Tag

Um das Verhalten zu trainieren, habe ich einen perfekten Tag des Stresses entwickelt. Dieser enthält neben Meditation, Entspannung und Techniken zur Selbstwirksamkeit und zum Zeitmanagement, zum Beispiel Lektionen zu Netzwerken, Ernährung und Trinken, Bewegung und Schlaf, denn ich halte einen ausgeglichenen Alltag für wichtig, um in stressigen Phasen, die wir alle erleben, Struktur aufgebaut zu haben, die uns erdet. Zum anderen gibt der perfekte Tag die Möglichkeit sich immer wieder daran zu erinnern was wichtig für ein ausgeglichnes Leben ist.

Der perfekte Tag ist das Zentrum meines Konzeptes. Was für Meditation, welche Bewegung die Teilnehmer für sich wählen, steht ihnen frei. Wichtig ist mir, das der Teilnehmers grundsätzlich entstresst und gesund lebt, und deswegen gibt es in den Programmen wie auf der Homepage Rezepte, die teilweise relativ schnell zu kochen sind, das die Ernährung gesund ist, das genügend getrunken wird, und wenn möglich, auf raffinierten Zucker verzichtet wird. Übungen zur Bewegung gibt es Verschiedene in meinem Programm.

Videos

Auf Videos wurde bewusst verzichtet, da das Ziel ist, zu entspannen. Während des Tages treffen bereits so viele Reize auf unsere Sinnesorgane und vor allem auf unsere Augen, so dass ich entschieden habe, dass die Kurse nur Texte und hier und da ein Bild enthalten. Wissenschaftliche Forschungen haben gezeigt, dass Bibliographie, also Lesen und Schreiben bereits entspannen, so dass ich diese Methoden aufgreife.

LOS mit Gudrun!

Mein Programm habe ich LOS mit Gudrun! genannt, weil Leben ohne Stress das Wichtigste beinhaltet, nämlich den Aufruf an den Teilnehmer sein Leben zu verändern und ein Leben ohne (mit wenig) Stress zu führen. Bei diesem Selbstlernkurs erhält er jeden Tag eine kleine Lektion, die sich über die Zeit ansammeln und er entscheidet, wie bereits erwähnt, was er gut in seinen Alltag integrieren kann. Neben den Lektionen ist er Teilnehmer oder Teilnehmerin einer Facebookgruppe in die ich jede Woche komme, Input gebe oder mit einem Live Video Fragen beantworte.

Um das Programm kennenzulernen, habe ich einen kostenfreien zwei Wochenkurs eingerichtet. Diesen befindet sich hier: LOS mit Gudrun! (14-Tage) kostenlos

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