Lernen aus der Vergangenheit

“Man kann nicht nicht lernen.” (G. M. Smith) ist ein Axiom, welches ich gerne verwende. Egal, ob Du lernen willst oder nicht, Du lernst. Was immer Du tust, Du wirst lernen. Sogar im Schlaf lernst Du, denn Deine Neuronen sortieren das Erlebte neu.

Nun gibt es beim Lernen ein Dilemma. Du kannst nicht in die Zukunft sehen, sondern nur für den Moment beziehungsweise die Gegenwart und für die Zukunft aus der Vergangenheit lernen. In unserer schnelllebigen Zeit, ist es schwer für die Gegenwart, geschweige denn für die Zukunft zu lernen, denn es gibt nur eines was stabil ist, und das ist die Veränderung.

Veränderung

Veränderung ist die Herausforderung der Zukunft. Jede Veränderung führt zu Stress und unsere schnelllebige Zeit gibt Dir nur begrenzt die Möglichkeit aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. So steigert sich das Risiko, dass Du aus Fehlern lernen musst, denn die Vergangenheit ist für die Zukunft kein guter Prädiktor. Dennoch ist es sie einzige Quelle aus der Du lernen kannst. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass Dein Stesslevel in Zukunft steigen wird und es für Dich um so wichtiger ist, Möglichkeiten zu entwickeln, die Dich erden.

Dennoch ist die Vergangenheit für die Zukunft ganz wichtig, denn Du entscheidest, welche Hebel Du in Deinem Leben verändern willst. Niemand wird alle Hebel verändern. Das würde Dich in ein Chaos reißen, dass zum Burnout führt. Doch in Zukunft wirst Du immer gewisse Hebel nutzen müssen, um Dich in der digitalen Welt zurecht zu finden.

Letztens habe ich mich, und Ihr wisst, dass ich viel mit dem Zug unterwegs bin, mit einer circa achtzig Jahre alte Dame, sehr rüstig körperlich wie geistig, während der Zugfahrt unterhalten und sie berichtete mir, wie lange sie gebraucht hat, bis sie am Automaten ihr Ticket gekauft hatte. So wird es in Zukunft noch viel jüngeren Personen gehen, denn die Digitalisierung beginnt bereits im Bewerbungsverfahren, wo Unternehmen Onlinebewerbungen fordern, weil sie im Hintergrund Systeme laufen haben, die sofort die ersten Bewerbungen aussortieren, für andere Job vorsehen und vieles mehr. Sie geht weiter bei Schließsystemen von Haustüren, Haushaltsgeräten und so weiter.

Stabilitätsfaktoren

Welche Möglichkeiten eröffnen sich für Dich Stabilität in dieses sehr digitale Leben zu integrieren, denn diese werden in Zukunft immer wichtiger. Ein Stresskonzept, das sich nur mit Entspannen oder Meditieren beschäftigt, wird meines Erachtens in Zukunft nicht weit genug greifen.

Selbstwirksamkeit

Noch wichtiger wird für Dich in Zukunft die Selbst-Wirksamkeit, also die Überlegung wo gibt es für Dich Möglichkeiten Dich auszuleben. Welche Möglichkeiten hast Du wirksam auf Situationen Einfluss zu nehmen, wenn die Digitalisierung immer stärker in Dein Leben eingreift? Selbst die Pflege soll in Zukunft, so ist es geplant, von Robotern aufgeführt werden. Da die Bevölkerungszahl in vielen europäischen und anderen Länder der Welt sinkt, denke ich, dass die Roboter in diesem Bereich zum Einsatz kommen werden, um Kosten zu sparen. Bereits jetzt haben Zeitarbeitsfirmen regen Zulauf, weil die Zeitarbeitnehmer bessere Bedingungen erhalten als sie in Kranken- und Altenheimen erhalten würden. Das bedeutet, dass der Kostendruck bereits vorhanden ist und weiter steigen wird, allerdings nimmt die Unsicherheit für die Zeitarbeitnehmer zu, da die Stellen befristet sind.

Die Befristung von Arbeitsstellen wird in Zukunft weiter steigen und die Menschen werden, so die Prognose, verstärkt in Projekten arbeiten und zwischendurch kürzere oder längere Phasen des Nichtstuns haben. Diese Unsicherheit wird zu weiterem Stress führen, denn wer nicht sofort anschießend ein neues Projekt akquiriert, wird lernen müssen für diese Zeiten Geld bei Seite zu legen, um diese gut zu überbrücken. Die meisten heutigen Arbeitnehmer, sind auf diese Situation absolut nicht vorbereitet, so dass stark erhöhter Stress vorprogrammiert ist.

Ein weiterer Bereich, der zur Zeit die Umstrukturierung auf die Digitalisierung einläutet, ist die Autoindustrie. Dort werden für die nächsten Jahre bereits in größerem Maße Entlassungen angekündigt.

Routinen

Desto wichtiger werden für die Zukunft Routinen, denn wie Du siehst, stehen wir für einem gesellschaftlichen Umbruch wie wir ihn seit der Industrialisierung nicht mehr erlebt haben. Es wird davon ausgegangen, dass es viele Personen geben wird, die über lange Zeit keine Projekte oder Arbeit haben werden, weil sie überhaupt nicht für die neu entstehenden Bereiche ausgebildet sind.

Um den Stress zu reduzieren, vermeiden wird er sich kaum lassen, sind Routinen im Alltag sehr wichtig, denn trotz Digitalisierung bleiben Elemente aus der Vergangenheit bestehen. Aus diesem Grunde habe ich in mein Stresskonzept den Perfekten Tag eingebaut. Bei diesem gibt es verschiedene Stress reduzierende Merkmale, die Dir im Alltag helfen Stress zu reduzieren, denn ich sehe nur die Möglichkeit den Stress in der Zukunft zu reduzieren, indem Du feste Elemente als Routinen, die Du wahrscheinlich bereits in der Vergangenheit gelernt hat, in Deinen neuen Tagesablauf integrierst. Je früher Du damit beginnst, je trainierter bist Du, wenn akuter Stress Dich aus der Bahn werfen will.

Der Perfekte Tag

Was beinhaltet der Perfekte Tag? Dabei geht es um ganz banale Dinge, die wir bei Stress so gerne vernachlässigen. Es geht zum Beispiel um Dein Essen, um Dein Trinken, um Deinen Schlaf, um Deine Entspannung, die Bewegung und vieles mehr. Sicherlich hast Du Teile, die Du bereits umsetzt, doch für mich ist es das Gesamte, was den Stress reduziert. Es wird immer wieder Phasen geben, wo Du ganz viel über Bord schmeißen wirst, doch das ist menschlich. Wichtig ist, dass Du immer wieder zu Deinem Perfekten Tag zurückkehrst. Wie Du das im Detail machst, und was Du für Möglichkeiten hast, das findest Du in meinem kostenlosen Selbstlernkurse LOS mit Gudrun! heraus. Damit sind die Säulen der Vergangenheit das Fundament für Deine Zukunft, so wie oft auf alte Grundmauern neue Gebäude gebaut wurden.

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