Angst

Jeder kennt im Leben Angst und das ist gut, weil sie uns hilft Gefahren zu erkennen. Doch wenn die Angst größer wird als die Gefahren, stimmt das Verhältnis nicht mehr. Oft haben Gestresste Angst und die Angst ist im Verhältnis zur Gefahr unrealistisch, denn welche Gefahr bringt denn eine Verhaltensänderung mit sich?

Im Mindset des Gestressten bringt die Verhaltensänderung die Angst vor dem Unbekannten hervor. Die Angst versagt zu haben, das Gesicht zu verlieren, wenn er oder sie den Anforderungen nicht mehr gerecht wird, die Angst Menschen, die vielleicht falsche Freunde sind, zu verlieren, die Angst nicht mehr genügend Zeit für die Aufgaben zu haben und vieles mehr.

Die Angst wird riesig und macht Dich ohnmächtig, denn ansonsten währest Du nicht in Deinem Hamsterrad gefangen. Was kannst du dagegen unternehmen? Ganz viel, wenn Du den Mut hast, Dein Mindset zu verändern und zu trainieren. Benenne zu erst die Angst und die dazugehörige Gefahr.

Gefahr

Jedes Verhalten, welches wir zeigen, birgt Gefahr. Das beginnt bereits beim Schlafen, denn uns könnte ja die Decke auf den Kopf fallen. Also hören wir besser auf zu schlafen. Wir fahren besser mit dem Auto als in ein Flugzeug zu steigen, weil wir könnten ja mit ihm abstürzen, wir sollten aber auch mit dem Autofahren aufhören, denn jemand könnte uns ins Auto fahren und wir könnten verletzt werden, oder wir könnten umfallen und Tod sein, deshalb sollten wir besser sofort unser Herz bei Kardiologen untersuchen lassen. Das ganze Leben ist eine Gefahr. Hilfe!

Doch wie wahrscheinlich ist es, dass dieses Gefahr eintrifft?

Setze Dich jetzt hin und überlege Dir wie wahrscheinlich die Gefahren sind. Du wirst sicherlich unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten herauskristallisieren, doch keine Gefahr ist so hoch, dass sie wirklich eintritt. Und wenn sie eingetreten ist, können wir uns mit Ausnahme vom Tod, damit beschäftigen, wenn sie eingetreten ist.

Doch! Die Angst ist real und eine sehr starkes Gefühl, so dass Du Dich mit ihr auseinandersetzen solltest. Wenn Du Dich gegen die Angst wehrst, wird sie sich stärker gegen Dich wehren als Du Dich gegen sie wehren kannst. Daher ist das keine konstruktive Herangehensweise.

Akzeptieren

Wenn Du die Angst als Teil Deines Wesens akzeptierst und annimmst, wirst Du bemerken, dass sie bereits an Bedeutung verliert. Sie gehört zu Deinem Leben wie das Lachen, das Weinen, die Liebe und Dein Ehrgeiz etwas in Deinem Leben zu erreichen.

Wenn Du die Angst als Teil Deines Lebens akzeptierst, kannst Du den nächsten Schritt zu Reduktion Deiner Angst gehen. Liebe Dich mit Deiner Angst. Sage Dir, dass Du Dich ob Deiner Angst voll und ganz liebst.

Entscheidungen

Im nächsten Schritt triffst Du Entscheidungen und handelst. Jetzt bist Du vielleicht an dem Punkt wo Du denkst, nun spinnt sie völlig. Nein, denn die Entscheidung zu Handeln, wird Dir helfen Deine Angst aufzulösen. Im Grunde genommen geht es um die Entscheidung zu handeln, aktiv zu werden und nicht in der Ohnmacht stecken zu bleiben.

Denke darüber nach was passiert, wenn Du jetzt nicht handelst, wenn Du Dich durch Deine Angst lähmen lässt.

Angst vor der Gefahr

Überlege Dir welche Gefahr droht, wenn Du jetzt nicht handelst, wenn Du die Herausforderung nicht annimmst. Was verpasst Du dann? Als Gestresste fühlst Du Dich in einem Hamsterrad, hast das Gefühl, dass andere, Außenstehende Dein Leben bestimmen, Dir sagen, was Du zu tun hast, und glaubst, dass Du selber kaum Möglichkeiten hast Deine Situation zu verändern. Was geschieht, wenn Du die Angst andere vor den Kopf zu stoßen, Nein zu sagen, einfach mal etwas nicht zu tun, nicht nachgibst? Welche Gefahr birgt Deine Entscheidung in sich? Überlege Dir gleichzeitig, welche Konsequenzen es hat, wenn Du Nein sagst, wenn Du den oder die andere(n) vor den Kopf stößt?

Beispiel

In einem Gespräch mit einem Kunden war genau das unser Thema. Er hat es vor nicht allzu langer Zeit gewagt seine Ex-Frau vor den Kopf zu stoßen und nicht auf die Kinder aufzupassen. Natürlich war das Erstaunen sehr groß, aber, es geschah etwas Erstaunliches. Seine Frau und ihr neuer Ehegatte waren natürlich anfangs wie vor den Kopf gestoßen und haben meinem Kunden sogar Geld angeboten, welches er ablehnte, denn ihm ging es nicht um Geld, sondern um sich. Nachdem er das ein paar mal wiederholt hat, haben seine Ex-Frau und ihr neuer Ehegatte andere Wege gefunden die Kinderbetreuung zu organisieren, wenn ihr Ex-Mann nicht zur Verfügung stand.

Klar hatte mein Kunde Angst als er die Entscheidung traf und wahrscheinlich Angst um seine Kinder als er seine Entscheidung aussprach, doch das Ergebnis gab ihm Recht. Was ist wichtig, damit Du die Kraft erlangst, Deine Entscheidung durchzusetzen?

Mache die Angst vor der Gefahr groß

Es geht darum Dir zu überlegen was verpasst Du, wenn Du der Angst den Raum gibst, den sie beansprucht? Überlege Dir was Du verpasst, wenn Du der Angst nachgibst. Hätte mein Kunde der Angst nachgegeben, hätte er keinen schönen Tag für sich gehabt, sondern sich geärgert, dass er wieder nachgegeben hat, hätte seine schlechte Laune vielleicht auf seine Kinder übertragen und so wären alle unglücklich geworden.

Überlege Dir eine Situation wo Dich Angst blockiert und denke im nächsten Schritt darüber nach welche Konsequenzen es hat, wenn Du die Situation die vor Dir liegt, verpasst, denn sie könnte ein wichtiger Schritt zu Deinem Ziel sein.

Dankbarkeit

Wenn es Dir gelungen ist, die Angst in seine Schranken zu weisen, überlege Dir, wie Du für die Angst dankbar sein kannst. Das kann gar nicht so leicht sein, wird Dir aber helfen die Angst weiter zu reduzieren, denn Angst ist ja per se nicht verkehrt, weil sie uns vor realen Gefahren schützt. Doch haben wir heutzutage oft unrealistische Ängst und sie zu entkräften, damit sie unseren Lebenszielen nicht im Wege steht, ist ganz wichtig.

Referenzen

Überlege Dir, wenn eine neue Angst aufkommt, und das kann jeder Zeit geschehen, wie Du beim letzten Mal Deine nicht reale Angst reduziert hast und gehe die Schritte, die Dir damals geholfen haben erneut durch.

Wenn Du nicht reale Angst verspürst, überlege Dir zu erst, wovor Du real Angst verspürst, vor welcher Gefahr Dich diese Angst schützen will, akzeptiere die Angst, schau Dir die Gefahr genauer an und schätze ein wie realistisch ist es, dass diese Gefahr eintrifft. Wenn Du feststellst, dass sie relativ unrealistisch ist, schau Dir die Gefahren an und überlege was Du verlierst, wenn Du der Angst den Raum gibst, den sie von Dir einnehmen will. Im nächsten Schritt vergrößere die Angst vor der Gefahr, damit die Angst kleiner wird, und überlege Dir was Du verpasst, wenn Du der Angst ihren Raum gibst. Lass Dich mit Hilfe Deiner Ziele durch die Angst führen. Wenn Du gehandelt hast und die Angst reduziert ist, sei dankbar für die Erfahrung, dass Du die Situation mit der Angst erleben durftest und um eine Erfahrung reicher bist.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.