Glaube

Letztens hatte ich ein Gespräch mit einem Kunden bezüglich seiner psychologischen Gesundheit und er berichtete in dem Zusammenhang, dass er selbstständig war und diese aus medizinischen Gründen aufgeben musste. Weiter berichtete er, dass er morgens sehr früh aufstand und bis spät abends gearbeitet hätte. Da gingen bei mir gleich die Alarmglocken an und ich fragte ihn, ob er darüber nachgedacht hätte, ob er vielleicht ein Burnout habe. Er hätte darüber nachgedacht und kam zu dem Schluss, dass er keines hatte. Wir haben dann noch ein wenig über die Aufgabe seines Unternehmens gesprochen und während wir darüber sprachen, war ich mir sicher, dass er kein Burnout erlitten hatte, auch wenn es für ihn eine sehr stressige Zeit war, weil sich anscheinend alles gegen ihn wandte.

Während unseres Gesprächs stellte sich heraus, dass sein Glaube ihm in seinem Leben halt gibt. Er ist ein sehr religiöser Mensch, aber eher liberal als orthodox. Dieser Liberalismus hilft ihm seinen Glauben realitätsnah zu leben und daraus Kraft zu schöpfen.

Menschen, die in Ihrem Glauben verwurzelt sind, sehen die Welt positiver, weil sie sich in ihrer Religion getragen wissen und machen sich daher weniger Sorgen. Sie sind davon überzeugt, dass es jemanden gibt, der ihren Weg kennt und ihnen nicht mehr zumutet als sie verkraften können. Mit dieser Zuversicht ist es natürlich, dass sie keine Angst haben Entscheidungen zu treffen. Die Bücher oder das Buch, welches sie lesen, dient ihnen als Richtschnur für ihr handeln. Sie leben im Gottvertrauen.

Selbstwirksamkeit

Im Grunde genommen verlieren sie nicht ihre Selbstwirksamkeit, weil die in ein moralischen Rahmen integriert sind und sich darin sicher fühlen. Die Unsicherheit, die heutzutage in der Gesellschaft herrscht, erleben sie in geringerem Ausmaß, denn der Glaube, wenn er nicht orthodox gelebt wird, ermöglicht es ihnen im Rahmen ihrer Religion so zu entscheiden wie es für sie gut ist, doch gleichzeitig zeigt ihnen die Religion Grenzen auf, die sie nicht überschreiten möchten, so dass sie zu bestimmten Erlebnissen Nein sagen, zum Beispiel ist es in vielen Religionen ungerne gesehen regelmäßig zu ausgelassen zu feiern und viel Alkohol zu trinken.

Nein-Sagen

Nein-Sagen fällt ihnen aufgrund Ihrer Religion einfacher, weil sie nicht alles in dieser Gesellschaft akzeptieren und den Muskel des Nein-Sagens trainiert ist. Daher fällt es Menschen, die im Glauben verankert sind leichter auf einer Arbeitsstelle Nein zu sagen und sich gegenüber Situationen die ihnen nicht gut tun besser abzugrenzen.

Netzwerk

Der nächste Punkt, das Netzwerk, hilft Ihnen nicht ins Burnout zu geraten, denn die Glaubensmitglieder stehen ihnen bei Schwierigkeiten und Herausforderungen zu Seite. Da sich die Gemeinschaft regelmäßig trifft, kennt man sich, weiß um die Schwächen und Stärken und kann sich so gut gegenseitig unterstützen und auffangen.

Alte

In allen Religionen, die ich kenne, wird auf Kranke und Alte besonders Rücksicht genommen. Alten wird häufig sehr viel Respekt entgegengebracht, weil sie viele Herausforderungen bereits gelöst haben, stehen sie als Rollenmodel bereit und für einen Erfahrungsaustausch zur Verfügung stehen. Die Aufgabe der Alten ist es ihr Wissen an die Jüngeren weiterzugeben. Aufgrund des Alters bleibt es nicht aus, dass die Menschen irgendwann krank und schwach werden.

Kranke

Wenn jemand nach einem langen Leben krank wird und nicht mehr so mitarbeiten kann wie die Person es früher konnte, wird die Person von der Gemeinschaft besucht, und wenn nötig versorgt, wenn keine Familie da ist oder die Familie weit weg wohnt. Aufgrund dessen können diese Menschen dieser Gemeinschaft mit Würde alt werden, denn sie wissen sich getragen und müssen keine Angst vor dem Alter und dem Alleinsein haben.

Selbiges gilt selbstverständlich für jüngere Personen der Gemeinschaft ebenso oder für Behinderte. In diesen Situationen werden werden die Familien, die häufig mit der Betreuung einer behinderten Person oder einer jüngeren, kranken Person betreuen, mit versorgt, in dem ihnen zu gehört wird, in denen ihnen Aufgaben abnimmt, zum Beispiel sie sonntags einlädt, und vieles mehr.

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