Ablehnung

Wie gehst Du damit um, wenn Dich jemand ablehnt? Hast Du Angst vor Ablehnung? Wirst Du dann wütend? Fühlst Du Dich hilflos? Fühlst Du Dich ohnmächtig? Auf jeden Fall wird Dich die Situation stressen. Das bleibt nicht aus.

Ablehnung erfahren viele Personen bereits in ihrer Kindheit durch ihre Eltern. Diese Personen reagieren im Erwachsenenalter immer sehr stark auf Ablehnung. Einige werden sogar psychosomatische Symptome entwickeln, weil sie nicht wissen wie sie mit Ablehnung umgehen können. Hinzukommt, wenn eine Person bereits von den Eltern abgelehnt wurde, dass sie wenig Wärme, wenig Liebe im Elternhaus erfahren hat. Nun kommt es sehr darauf an wie die Person dieses für sich verarbeitet hat. Ein gewisser Prozentsatz dieser Kinder schafft es durch diese Situation mit Resilienz zu gehen, weil sie sich Menschen zuwenden bei denen sie Liebe erfahren, auch wenn sie außerhalb ihrer Familie leben. Im Grunde genommen lernen diese Kinder bereits in sehr frühem Alter sich mit Menschen zu umgeben, die ihnen gut tun und die Spreu vom Weizen zu trennen.

Leider fehlt ihnen dennoch oft das Selbstbewusstsein, um genauso im Erwachsenenalter zu handeln, so dass sie sich dort oft überfordert, gestresst und erneut ohnmächtig fühlen, weil sich die Spielregeln verändert haben und sie nicht gelernt haben die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Sie wollen weiterhin geliebt werden und tun alles, um Liebe zu erhalten. Das führt dazu, dass sie in der Ohnmacht, der Machtlosigkeit, die sie gelernt haben, bleiben. Sie geben alles, um die Liebe von den Menschen zu bekommen, die sie nicht schätzen und niemals schätzen werden.

Nein-Sagen

Weil sie alles tun, fällt es ihnen schwer Nein zusagen und auf sich zu achten. Sie haben nicht gelernt selbstbewusst aufzutreten und gleichzeitig zu wissen, dass sie ob ihrer eigenen Persönlichkeit geliebt werden können. Wenn sie lernen ihre Persönlichkeit zu entwickeln und Nein zu sagen, verändert sich ihr persönliches Umfeld zum Guten, obwohl es bedeutet, dass gewisse Menschen nicht mehr Teil ihres Lebens sein werden.

Wenn Du Dich in dieser Situation befindest, überlege Dir wo es für Dich Zeit wird Nein zu sagen. Je mehr Du Nein sagst, je mehr wirst Du ein persönliches Umfeld schaffen, das Dich so akzeptierst wie Du wirklich bist. Du brauchst nicht mehr um die Liebe der Menschen kämpfen, Dich klein machen, Dich verstellen, sondern Du darfst so sein wie Du wirklich bist: DU. Es gibt einen Satz, der das sehr gut besagt: Du ziehst das an was Du ausstrahlst. Je mehr Du weißt wer Du bist, je mehr wirst Du die Menschen anziehen, die Dir gut tun.

Entwicklung

Nein-Sagen ist der erste Schritt zum Wachstum, aber nun kommt die wirklich Arbeit. Wer willst Du sein? Du weißt nun wer Du nicht sein willst und wen Du nicht um Dich haben willst, doch wohin willst Du Dich entwickeln? Darin liegt nun der wahre Schritt, der Dich aus dem Stress herausholt. Zu Beginn mag Dich dieser Weg stressen, denn es bedeutet neue Wege zu gehen. Wege einzuschlagen, die Dir unbekannt sind, bedeutet, Gefahren einzugehen die Du nicht abschätzen kannst. Vielleicht bedeutet es im ersten Moment sogar erneut Ohnmacht, weil Du nur Leere siehst, die von Dir gefüllt werden will.

Wie Dein Weg aussehen wird, kann ich Dir nicht sagen, aber ich sage Dir, dass Du danach, wenn Du den Mut hast diesen Weg konsequent zu gehen, als neuer Mensch mit neuem Selbstbewusstsein Dein Leben erfahren wirst.

Geschichte

Ich erzähle Dir nun eine Geschichte. Eine Teilnehmerin einer Gruppe hatte ein Gespräch mit mir und sie erzählte mir über ihr Leben. Ich sah eine gebrochene Frau, die als Kind ein ganz anderer Mensch war und die ihre Eltern durch Ablehnung, durch Sucht, durch Ehestreitigkeiten gebrochen hatten. Sie besuchte das Gymnasium, aber verließ es frühzeitig, weil das Elternhaus so belastend war, dass sie von zu Hause weg wollte. So zog sie frühzeitig aus und wie zu erwarten geriet sie an einen Freund der ihr nicht gut tat. Das wiederholte sich. Heute ist sie mit einem Mann verheiratet mit dem sie “glücklich” ist. Unser Gespräch leitete ich auf ihr fehlendes Selbstbewusstsein und spiegelte ihr wie sie auf mich wirkte. Ich erzählte ihr, dass sie am Liebsten unter unserem Tisch in die Ecke krabbeln und sich dort verkriechen wollen würde. Sie hat sehr gut und aktiv zugehört. Danach habe ich mit ihr eine Methode angewandt, die es ermöglicht Bilder, die mit Angst oder Glaubenssätzen besetzt sind, aufzulösen. Das hat dazu geführt, dass ich danach in strahlende, lebendige Augen schaute und mich unendlich für sie gefreut. Als ich sie eine Woche später wiedernah, berichtete mir eine Mitarbeiterin, dass sie sich sehr verändert hat. Sie tritt selbstbewusster auf, erledigt Aufgaben selber ohne Hilfe und als ich mit ihr arbeiten wollte bzw. sie fragte, ob sie an der Meditationsgruppe teilnehmen wollte, meinte sie, dass bräuchte sie heute nicht. Ihre strahlenden Augen hatte sie behalten. Nächste Woche werden wir wieder gemeinsam arbeiten, denn das möchte sie gerne und diese Woche hat sich wieder an der Meditationsgruppe teilgenommen. Ihre Verhaltensänderungen hat sie beibehalten, so dass wir nächste Woche eine weitere Stufe erklimmen werden. Wo sie hinführt, finden wir danach gemeinsam heraus.

Auch wenn ich den Stress in der Geschichte nicht erwähnt habe, weiß ich, dass der Stress für sie, wenn sie weiterhin diesen positiven Weg gehen wird, abnimmt, denn sie beginnt jetzt ihre Persönlichkeit zu zeigen, Nein zu sagen und das zu fordern, was ihr gut tut.

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