Den Augenblick genießen

Wenn du häufig gestresst bist, wirst du selten im Augenblick leben, noch ihn genießen, sondern deine Gedanken driften in die Zukunft oder in die Vergangenheit ab. Deine Konzentrationsspanne wird wahrscheinlich nicht sehr groß sein, weil du immer mit deinen Gedanken abschweifst. Du überlegst was du noch alles erledigen musst, was für Chancen du verpasst hast und nicht genutzt hast, du bereust die ein oder andere Situation und grübelst. Hinzukommt vielleicht, dass du bereits im Tunnelblick fährst und nicht mehr den Blumenstrauß an Gedanken, den dir dein Gehirn eigentlich zur Verfügung stellt, vollständig nutzen und abrufen kannst.

Verstehe mich jetzt bitte nicht falsch. Jedem Menschen gehen ständig Gedanken durch den Kopf, doch den meisten Menschen gelingt es sich auf eine Aufgabe zu fokussieren, wenn dieses nötig ist und die anderen Gedanken beiseite zu schieben. Doch wenn du im Stress bist, ist dieser Filter gestört und kann nur dadurch “repariert” werden, in dem du wieder zur Ruhe kommst, so dass dein Körper und vor allem dein Geist weniger im Stress sind.

Augenblick

Der Augenblick selber ist ein sehr kurzer Moment. Es ist das Leben im Hier und Jetzt, das dir mit dem Stress verloren gegangen ist. Ich möchte gerne erwähnen, dass viel und hart arbeiten nicht bedeuten muss, dass du nicht im Augenblick lebst. Es geht viel mehr darum, wie viel Stress du dir selbst machst, wo du mit deinen Gedanken bist und ob du in der Lage bist störende Gedanken für eine Aufgabe zu verdrängen, nicht zu vergessen. Jeder kennt es, dass wir fokussiert mit einer Aufgabe beschäftigt sind und wenn wir diese beendet haben, uns die Aufgaben einfallen, die es noch zu erledigen gibt.

Aber es gilt nicht nur den Augenblick als Möglichkeit zum konzentrierten Arbeiten zu verstehen, sondern auch den Augenblick zu genießen.

Fünf Sinne

Wann hast du den Augenblick mit allen deinen Sinnen genossen? Beantworte dir die Frage ehrlich, weil es dir zeigt wie gestresst du wirklich bist. Wann bist du das letzte Mal im Wald bewusst spazieren gegangen? Wann hast du das letzte Mal bewusst die Natur wahrgenommen?

Beispiel

Wenn du mich schon länger verfolgst, weißt du, dass ich sehr viel mit der Bahn fahre. Zum einen nutze ich natürlich die Fahrten um entweder noch einmal zu schlafen oder zum Arbeiten. Doch manchmal träume ich einfach ein wenig und schaue aus dem Fenster. Was ich dann sehe, ist purer Genuss des Augenblickes. Wie oft sehe ich beim Rausschauen Tiere am Waldrand stehen oder mittel auf der Wiese. Letztens habe ich mitten in einem Telefonat gesagt: “Weißt du was ich gerade sehe? Rehe am Waldrand.” und habe es genossen sie zu sehen. Zugfahren ist manchmal doch einfach schön. Mitte Februar sah ich nördlich von Frankfurt bereits die ersten Störche. Anfang März an ähnlicher Stelle Kraniche, und auf dem Weg von Hannover nach Hamburg letztens Laufvögel, die ich nicht mit dem Namen kannte. Aussahen sie wie Emus. Es waren wohl Nandus wie ich gerade herausfinde. Es waren zwei Stück nördlich von Celle. Sie breiten sich wohl fleißig aus. Das sind zum Beispiel ganz besonderen Augenblicke, die zeigen wie wichtig es ist, dass wir den Augenblick zu schätzen wissen.

Meditieren

Wenn du gestresst bist, probiere aus, ob es dir mit meditieren gelingt den Augenblick zu genießen. Während einer Meditation ist der oder die Meditierende ganz im Hier und Jetzt. Häufig gelingt es geübten Meditierenden, dass sie für einige Zeit keine Gedanken mehr haben. Je länger der Zeitraum, in dem du meditierst, desto wahrscheinlicher ist es, dass du diesen Zustand kennenlernst und je länger wirst du in dem Zustand des nichts denken verharren.

Die Achtsamkeitsmeditation wird in der westlichen Welt gerne genutzt, um Stress zu reduzieren. Wenn es so ist, dass du nicht im Augenblick mit deinen Gedanken bist, ermutige ich dich diese Form der Meditation zu üben. Erwarte nicht gleich große Erfolge, denn es benötigt Übung, um wirklich mit Meditation zu entspannen.

Lerne so viele Augenblicke wie möglich zu genießen. Jeden Augenblick, den du genießt, hilft dir deinen Stress zu reduzieren.

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