Du kannst Dich verändern

Du bist die oder der Einzige, der sich verändern kann. Deine Umwelt veränderst Du nicht, denn auch die kann sich nur selber verändern. Warum fühlst Du Dich gestresst?

Veränderung

Es ist die Veränderung von außen die uns stresst, weil wir uns der neuen Situation noch nicht angepasst haben. Das mag jetzt für Dich nicht verständlich klingen, doch ich erkläre es Dir.

Stelle Dir vor, Du hast einen Termin und bist spät losgefahren. Jetzt kommst Du in einen Stau und merkst, dass Du den Termin nicht mehr pünktlich erreichen wirst. Was machst Du jetzt? Du wirst auf den Stau und deren Verursacher schimpfen. Doch was haben diese damit zu tun, dass Du zu spät losgefahren bist? Warum bist Du nicht früher losgefahren? Weil Du geglaubt hast, dass die Zeit für die Strecke reicht. Stimmt, wenn es keine Störungen gibt. Doch nun ist die Störung da und wer hat jetzt den Fehler begangen? Du.

Diese kleine Situation zeigt wer sich verändern muss, wenn Du weniger Stress haben willst. Es bedeutet beim nächsten Mal anders planen und vor allem Störungen mit einplanen, Pausen einzuplanen. Ich höre Dich jetzt schon sagen:

Aber das kostet zu viel Zeit…

Wenn Du Dir jetzt überlegst, dass Du nicht irgendeinen Termin hast, sondern eine Vertragsverhandlung und durch die Verspätung gestresst dort ankommst, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es Dir während der Verhandlungen nicht gelingt ganz in das Thema einzutauchen, denn Dein Körper steht noch so unter Spannung und Adrenalin, dass ein Flow gar nicht möglich ist. Die Konsequenz könnte sein, dass Du entweder schlechter verhandelst oder der Abschluss erst gar nicht zustande kommt. Was ist nun? Ist nun der Vertragspartner Schuld daran, dass der Vertrag nicht abgeschlossen wurde oder bist Du zum Teil daran Schuld, weil Du die Prioritäten falsch gesetzt hast?

Verhalten und seine Konsequenzen

Jeder Auslöser, der uns begegnet, löst bei uns Gedanken und Bewertungen aus und je nachdem wie diese ausfallen, Verhalten wir uns. Doch nun kommt entweder die Belohnung oder die Lehrstunde, die Konsequenzen. Je nachdem wie wir uns entscheiden und welches Verhalten wir an den Tag legen, fallen die Konsequenzen entweder positiv oder negativ aus.

Daher ist es wichtig, dass Du Dir, in jeder Situation überlegst, welche Konsequenzen folgen meinem Verhalten. Wenn Du über die Konsequenzen nachdenkst, wirst Du feststellen, dass Dir Entscheidungen leichter fallen, weil Du eine Idee hast, was passieren kann und in dem Moment hast Du wieder das Zepter in Deine Hand genommen. Du entscheidest wieder welchen Weg Du gehen willst.

Aber andere drängen mich doch…

Ja und nein. Natürlich drängen sie Dich, doch nur so weit wie Du es zulässt. Wenn Du von Deinem Chef soviel Arbeit bekommst, dass Du Dir die obigen Störungen und Pausen nicht mehr leisten kannst, dann solltest Du über Dein Zeitmanagement nachdenken, doch viel mehr, solltest Du über Deine Fähigkeit Nein zu sagen oder Grenzen zu setzen nachdenken, denn dort liegt bezüglich des obigen Beispiels Dein Problem. Nein-Sagen wird Dir helfen Lebensqualität zurückzugewinnen.

Langfristige Konsequenzen

Denke nicht nur über die kurzfristigen Konsequenzen nach, sondern auch über die langfristigen. Warum? Wenn Du Dir über die langfristigen Konsequenzen Gedanken machst, wirst Du erkennen, dass gehäufte Störungen Dich krankmachen und als Konsequenz Deine Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Daher achte auf Deine Lebensqualität und sage Nein, wenn Du das Gefühl hast, dass Du nicht genügend Zeit für Störungen hast und Pausen einplanen kannst.

Ich schrieb, dass nur Du Dich verändern kannst und genauso meine ich das. Dein Chef, Dein Kollege freuen sich, wenn sie Dich ausnutzen können, denn damit gelingt es ihnen auf ihre Lebensqualität zu achten. Sie werden sich nicht übernehmen, denn sie haben Dich, die Kollegin der es schwer fällt Nein zu sagen.

Wenn Du Schwierigkeiten hast mit dem Nein-sagen, dann zögere nicht und buche mein kostenloses Strategiegespräch.

Quellen:

  1. Ellis, Albert & Maclaren, Catharine (2015). Rational-Emotive Verhaltenstherapie. Paderborn: Junfermann Verlag.
  2. Michael, Abrams & Ellis, Albert. Rational emotive behaviour therapy. In: British Journal of Guidance & Counselling, Vol. 22, 1994, Issue 1 (2007), p. 39-50. DOI:
    Abrufbar im Internet: https://doi.org/10.1080/03069889408253664, letzter Aufruf: 18.08.2019.
  3. Ellis, Albert & Ellis, Debbie Joffe (2012). Rational-Emotive Verhaltenstherapie. Ernst Reinhardt Verlag, München,Basel.

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