Woche 2 (2)

Essen

Ein Termin nach dem nächsten steht an und auf einmal ist es fünfzehn Uhr und Du merkst, dass Du Hunger hast. Die Kantine hat bereits geschlossen und Dein Essen hast Du vergessen. Was nun? Ach, da hatte doch eine Kollegin Geburtstag, schaue ich doch mal schnell, ob es da noch ein Stück Kuchen gibt. Auf dem Weg dorthin einmal schnell bei der Sekretärin vorbei, weil da liegt doch immer etwas Süßes. Ein Stück Kuchen gibt es noch und dann noch eine kleine Tüte Gummibärchen und der Hunger ist wie weggeblasen. Aber nach einer halben Stunde… Grummel, Hunger… Mist, was soll ich denn jetzt bloß Essen? Auf zur Sekretärin, da gibt es ja Süßes. Jetzt denkst Du vielleicht, alles halb so schlimm, passiert ja nicht jeden Tag. Grundsätzlich erst einmal richtig, doch wie oft nascht Du im Sekretariat und vergisst, dass Du dort vor fünf Minuten schon ein kleines Mars hattest. Der Zuckerspiegel macht Jo-Jo, ist mal unten und mal oben… Das ist doch egal, ich merke doch nichts und mir geht es gut.

Das verändert sich mit dem Alter, denn je älter Du wirst, je stärker wird sich dein Körper verändern und irgendwann könnte Dir ein Arzt Alterszucker, oder Diabetes II diagnostizieren.

Doch davon ganz abgesehen hat Zucker bei Stress noch einen weiteren Nachteil. Er lässt uns schneller ermüden und wenn wir das nicht wollen, sollten wir auf gesundes, nahhaftes Essen zurückgreifen. Wie gesundes Essen aussehen kann, erfahrt Ihr hier:

Morgens

Da wir morgens nach dem Schlafen einen hohen Cortisolspiegel haben, ist es wichtig morgens relativ viele Kohlenhydrate zu essen. Dabei kommt es auf die Art der Kohlenhydrate an. Toast hat für unseren Körper wenig nachhaltige Kohlenhydrate, da sie vom Körper schnell verbrannt werden und sich schnell wieder Hunger einstellt. Des Weiteren wird der Blutzuckerspiegel nach oben gepuscht und fällt entsprechend schnell wieder ab. Vollkornprodukte hingegen werden vom Magen und Darm langsamer aufgeschlossen, lassen somit den Blutzuckerspiegel langsamer und nicht so hoch ansteigen, welchen sich wieder rum positiv auf den Organismus auswirkt.

Zucker ist ein Stressor für den Körper. Daher sollten wir ihn so gering wie möglich halten. Allerdings morgens Obst im Müsli zu essen, ist definitiv nicht verboten und gesund. Allerdings an zu viel Obst nimmt unser Körper schaden. Daher sollten wir uns an die fünf Portionen Obst am Tag halten. Studien haben ergeben, dass die Deutschen viel zu wenig Obst essen. Daher bitte nicht an Obst im Müsli sparen.

Nüssen sind eine gute nahrhafte Quelle für Proteine und gesunde Fette. Daher sollten wir jeden Tag eine Handvoll dieser essen.

Mittags

Mittags sollte der Kohlenhydratanteil bereits sehr viel geringer als am Morgen sein, denn nun hat sich unser Cortisollevel bereits eingependelt. Dafür sollten wir mehr Proteine zu uns nehmen und viel Gemüse essen. Dabei ist es wichtig, dass wir das Gemüse nicht verkochen, um die Vitamine zu erhalten. Natürlich darf auch ein Salat gegessen werden. Ich esse zum Beispiel mittags gerne Kichererbse und Bohnen mit verschiedenen Gemessen und Fleisch, da sie lange vorhalten.

Abends

Abends sollten soviel wie keine Kohlenhydrate gegessen werden, dafür viel Gemüse und Proteine, z.B. Lachs mit dem Lieblingsgemüse. Oder ein Salat mit Nüssen, da Nüssen gut vorhalten.

Grundsätzlich

Fette sind nicht böse und wir nehmen nicht zu, wenn wir nicht zu viel davon essen. Dabei sollten wir allerdings auf die Fette, die wir zu uns nehmen achten, denn nicht jedes Fett ist gleich gesund. Omega-6-Fette sind häufig in Fleisch, Milchschokolade, etc. Omega-3-Fette sind gesünder und befinden sich zum Beispiel in Nüssen. Allerdings habe ich letztens gelesen, dass der Mensch beide Fettarten benötigt, nur in einem unterschiedlichem Mischungsverhältnis. Omega-6 eben in geringerer Menge als Omega-3.

Joghurt braucht zum Beispiel nicht fettarm gegessen werden, weil der Körper Fett benötigt. Milch darf ruhig 3,8 Prozent Fett enthalten. Das wird nicht dazu führen, dass wir zunehmen, denn da ist der Zucker viel gefährlicher und wer darauf achtet wo alles Zucker zugefügt ist, wird sein Wunder erleben. In fast allen fertigen Produkten ist Zucker enthalten, nicht nur im Kuchen. 😉

Xucker, Kokosblütenzucker, Stravia, etc. gelten als alternative Süßungsmittel zu raffiniertem Zucker. Ganz groß im Kommen ist Rohrzucker. Auch Sirups wie Ahornsirup, Dattelsirup, etc. sind zur Zeit modern und werden gerne als Süßungsmittel verwendet. Ich persönlich halte von allen nichts, sondern rate einfach zum Weglassen. Genau wenig halte ich von Honig, wobei dieses für mich persönlich noch die gesündeste Art des Zuckers erscheint. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass, wenn wir keinen Kuchen oder Plätzchen essen, wir auch gut ohne jegliche Zucker gesund leben können. Wichtig sind die gesunden Kohlenhydrate. Jetzt habe ich ganz sicher für einen riesigen Aufschrei gesorgt. Macht nichts, denkt bitte mal an die Vergangenheit und wie viel Zucker früher gegessen wurde. Da gab es selbst für Kinder nur zu besonderen Anlässen Süßes, da Zucker ein Luxusprodukt war. Klar Honig war bekannt und wurde gegessen, doch gab es höchsten Kuchen am Sonntag, nicht die ganze Woche über. Und was haben sie viel gegessen: Eintöpfe mit Gemüse, Kartoffeln, Bohnen, etc. und vielleicht einem keinen Stück Fleisch. Sonntags gab es Braten.

Ich will Euch in keinster Weise Zucker madig machen, aber wenn wir über Stressabbau reden, ist er ein Thema, um stressresistenter zu leben.

Mir ist wichtig Stress so ganzheitlich wie möglich zu erfassen und da die Ernährung ein kleinen Beitrag zur Stressreduktion beiträgt, habe ich heute die Chance genutzt und Euch etwas zu diesem Thema geschrieben.

Wer aus gesundheitlichen Gründen anders essen muss, soll dieses bitte tun. Ich bin weder Arzt noch medizinisch ausgebildet, so dass ich aus eigener Erfahrung spreche und mein Wissen aus der Literatur, die ich gelesen habe, ziehe. Bitte unbedingt dem Rat der Ärzte folgen. Danke. 🙂

Da Ihr bereits das Essenstagebuch aus dem kostenlosen Kurs habt, und hoffentlich noch anwendet, dürft Ihr ab heute zu den Snacks und allen anderen Lebensmitteln notieren wie viel Zucker enthalten war. Wenn die Woche beendet ist, zählt zusammen wie viel Zucker Ihr zu Euch genommen habt.

Hier geht es zum Essenstagebuch: