Hilflosigkeit

Mich erstaunt immer wieder wie viele Menschen in unserer Gesellschaft schweigen. Warum? Genau weiß ich es nicht, aber ich frage mich, ob Achtsamkeit ein Weg ist die Menschen zum Schweigen zu bringen und sie zu ermutigen ihre Hilflosigkeit zu akzeptieren. Die Tage, als ich mal etwas forscher meine Meinung äußerte, bekam ich den Hinweis auf ein Tagebuch der Achtsamkeit. Ich habe nichts gegen Achtsamkeit, aber mich beschleicht der Gedanke, dass dieses Thema heutzutage dafür benutzt wird, das die Menschen nicht aufmüpfig werden und wir den Zustand in dem sich untere Gesellschaft befindet hilflos, aber zu frieden akzeptieren. Ganz ehrlich, ein super geiler Trick wie die Politik ihre Machtposition, die Bürokratie, der die Bürger hilflos ausgeliefert sind, ausbauen können, denn mit Dankbarkeit, mit Achtsamkeit lenken sie den Blick der Bürger auf die positiven Erlebnisse ihrer Hilflosigkeit. Wir, die Bürger, sind dankbar für das Essen mit Freunden, für die ausfallenden Züge, weil ja eine Stunde später ein völlig überfüllter Zug kommt, der uns verspätet zum Termin kommen lässt, weil wir ja noch hingekommen sind, oder für den Blogartikel, den wir heute geschrieben haben, vergessen aber, das wir, das Volk, diejenigen sind, die Forderungen an unsere Politiker stellen dürfen. Warum kommt der Zug zu spät? Warum sind wir Bürger keiner pünktlichen Züge wert? Warum können wir unsere Lebenszeit nicht wieder effizienter nutzen? Warum haben wir so viel Bürokratie und so viele (unnütze) Meetings ohne Entscheidungen, dass in Zeitmanagementseminaren gelehrt wird, dass wir vierzig Prozent effektiv arbeiten und sechszig Prozent Störungen einkalkulieren müssen? Wie gut könnte es unserem Land gehen, wenn wir unsere Stimme erheben und die Produktivität dieses Landes gesteigert würde, wenn wir wieder bereit wären Verantwortung zu übernehmen, auch dafür, dass sich Deutschland spezialisiert und wieder Entscheidungen getroffen werden, unsere Elite nicht auf Mittelmaß degradiert wird? Ich nenne es jetzt mal auf den Punkt: Wir sind stolz, dass wir zahnlose Tiger sind.

Und nun beginne ich dir Tipps zu geben wie du aus deiner Hilflosigkeit herauskommst und deine Selbstwirksamkeit steigerst.

Nein-Sagen

Für mich beginnt die Veränderung, wenn du beginnst Nein zu sagen; Nein-Sagen auch zu politischen Entscheidungen. Aber natürlich auch Nein zu sagen zu Situationen die dir privat oder beruflich nicht passen. Riskiere ruhig mal einen Konflikt. Wenn dein Gegenüber laut wird, sauer wird, liegt das nicht an dir, sondern du hast einen Punkt bei ihm berührt den er nicht aufgearbeitet hat. Lass dich durch seine Gefühle nicht mitreißen, sondern bleibe ruhig und gelassen. Warum ist es wichtig, dass du ruhig und gelassen bleibst? Je ruhiger du in dieser Situationen bleibst, je leichter ist es für dich dein Nein durchzusetzen, weil in der Ruhe die Kraft liegt. Wenn du ruhig bleibst, kannst du deine Gedanken sammeln und vortragen, weil sie nicht durch deine Gefühle blockiert werden. Kennst du es, wenn du wütend wirst, dass du deine Worte immer wieder wiederholst, weil du Recht haben willst. Im Grunde genommen bist du in dem Moment im Tunnel deiner Gefühle, in dem nicht mehr in der Lage bist, die Argumente, die rechts und links der Tunnelwände wären, abzurufen.

Folgen

Doch Nein-Sagen ist mehr als nur Nein zu sagen. Es bedeutet auch, dass du dir über die Folgen deines Neins im voraus Gedanken machst. Wenn du in unvorhersehbare Situationen kommst, kann es helfen erst einmal um Bedenkzeit zu bitten, denn du musst nicht immer gleich Ja sagen. Oft bedenken wir die kurzfristigen Folgen, aber übersehen die Langfristigen. So ist unser Gehirn strukturiert. Wir möchten immer den schnellen Erfolg. Doch nicht jeder kurzfristig, positive Erfolg ist auch langfristig positiv. Ich erzähle dir dazu jetzt mal ein Beispiel:

Langfristige Folgen

Neben meinen Themen Resilienz und Stress arbeite ich mit Menschen, die mit Alkohol, Drogen, Punkten oder Straftaten im Verkehr aufgefallen sind. Meistens handelt es sich dabei um Alkoholdelikte. Warum sind diese Menschen unter Alkohol gefahren? Zum einen, weil sie es bereits häufiger gemacht haben und nicht erwischt wurden. Sie haben gelernt, dass sie ohne Bestrafung unter Alkohol fahren können. Daher kommt es dann oft wie ein Schock, wenn sie erwischt werden. Das ist bereits eine Erfahrung wo die kurzfristigen Folgen im Vordergrund des Denkens stehen. Aber auch das Trinken passiert, weil die kurzfristigen Folgen zur Belohnung in unserem Gehirn präsent sind. Das ist zum Beispiel der Rausch, die Enthemmung, das Vergessen und vieles mehr zu nennen. Wenn dein Gehirn die negativen, langfristigen Folgen, wie Gesundheit, Verlust der Fahrerlaubnis, die Unfallwahrscheinlichkeit, den möglichen Arbeitsplatzverlust und vieles andere in den Vordergrund stellen würde, wärst du gar nicht bereit so viel Alkohol zu trinken. Hinzukommt, dass wenn du Alkohol trinkst dein Frontallappen, der für das logische Denken zuständig ist, außer Kraft tritt, so dass die Wahrscheinlichkeit, dass du unter Alkohol Auto fährst erhöht ist, weil der Alkohol dafür sorgt, dass du die langfristigen Folgen deines Handels nicht mehr erfasst.

Wenn du jetzt mit dem Nein-Sagen die Richtung deines Handels festgelegt hast, bist du noch nicht am Ende deines Weges, denn jetzt beginnt erst die richtige Arbeit.

Weg

Wie soll der Weg, den du jetzt gewählt hast, aussehen? Welche Vision willst du auf diesem Wege erreichen? Welche (Zwischen-)Ziele benötigst du, um deine Vision zu erreichen? Welche Widerstände könnten sich dir in den Weg stellen? Welche Mittel benötigst du, um deinen Weg zu erreichen?

Geduld

Ich bin sicher, dass du deine Vision nicht im Galopp erreichen wirst und du wirst merken, dass du Neid hervorrufst, dass du Widersacher hervorrufen wirst, dass du zu manchen Zeiten an dir zweifelst und nicht an dich glaubst, du wirst merken, dass private Enttäuschungen sich zurückwerfen und Vieles mehr. All deine Zweifel, all die Widerstände, die sich dir in den Weg stellen, dürfen dich niemals von deinem Weg abbringen, wenn du wirklich deine Vision umsetzen willst. Aber! Sie dürfen deine Entscheidungen hinterfragen, sie dürfen dir helfen deinen Weg zur Umsetzung deiner Vision zu korrigieren. Lass mich das wieder an einem kleinen Beispiel klar machen.

Korrekturen

Die Tage bin ich wütend geworden, weil meine Beiträge auf Facebook im Grunde genommen ins Leere laufen und ich sehr viel Zeit und Geld in dieses Medium gesteckt habe, um dort Kunden zu gewinnen. Doch es war einfach nicht möglich. Auf meinem Profil habe ich dann einen sehr emotionalen Beitrag geschrieben, auch wenn ich das sonst nicht so tue. Auf diesen erhielt ich dann einige Antworten, die mich in meiner Entscheidung neue Wege einzuschlagen und in diesen Erfolglosen weniger Energie zu investieren bestätigten, weil andere die gleichen Erfahrungen gemacht hatten. Nun weiß ich wie ich weitergehen werde und wofür ich Facebook in Zukunft verwenden werde. Im Grunde genommen war ich hilflos, weil ich nicht mehr wusste wie ich mit Facebook weiter umgehen sollte. Ich hatte nicht den Erfolg wie andere, aber auf der anderen Seite sah ich immer wieder Menschen, die genauso wenig Erfolg mit Facebook hatten wie ich, aber noch nicht aufgeben. Mich kostet es einfach zu viel Zeit und Kraft, die ich für andere Aufträge, die ich habe, benötige, so dass ich eine Lösung für mich brauchte, die mehr Erfolg verspricht.

Entscheidung

Meine Entscheidung führt zu einem Bruch, denn ich gehe jetzt andere Wege als die Menschen, die für sich entschieden haben, dass Facebook ihr Vertriebskanal ist. Ich habe mich entschieden wieder mehr für euch zu schreiben, meinen Blog wieder wie zu Beginn zu intensivieren und euch Tipps und Unterstützung auf dem Weg zum Aufbau der Resilienz zu geben, damit sich auf dem Weg dein Stress reduziert. Denn nicht das wofür du brennst, stresst dich, sondern die Situationen, die du nicht verändern kannst, die dich hilflos werden lassen.

Abschied

Jede Entscheidung beinhaltet einen Abschied, aber jeder Abschied birgt auch einen Neubeginns in sich. Wenn du also Nein sagst, darfst du Gefühle der Trauer, des Abschieds empfinden, aber gleichzeitig darfst du dich auf das Neue was auf dich wartet, freuen.

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Für alle, die verstehen möchten was Achtsamkeit wirklich ist, empfehle ich diesen Artikel:
https://www.kopfmuster.de/missverstaendnis-achtsamkeit/
Es ist nicht die Akzeptanz jeglicher Umstände.

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