Jeder sollte versuchen…

die Welt ein wenig besser zu machen. Diese Worte waren in den Vorträgen des gestern verstorbenen Holocaustüberlebenden Salomon (Salek) Finkelstein – letzte Überlebender des Konzentrationslagers Auschwitz in Hannover – immer wieder enthalten. Es sind für mich sehr bewegende Worte, die positiv dem Leben zugerichtet sind. Worte die mich, wenn ich an unser Thema Stress denke tief beeindrucken. Diese Worte sind Ausdruck von Optimismus, rufen zum Tun auf, lassen keine Zweifel daran haben, dass wir eine Aufgabe auf der Erde haben. Worte eines Mannes, der am Leben hätte verzweifeln können. Doch er tat es nicht.

Wenn ich diese positiven Worte lese, frage ich mich: Warum bist Du im Stress? Warum fühlst Du Dich in einer Gesellschaft in der Du alles hast, ohnmächtig, hilflos, ausgeliefert? Warum bist Du nicht in der Lage das Leben zu bejahen?

Nein-Sagen

Liegt es daran, dass Du zu dem was Du nicht willst nicht Nein sagst? Niemand heute bedroht Dich mit dem Leben, wenn Du Nein sagst, wenn Du nicht gehorsam bist, wenn Du das tust, was Du möchtest. Wenn Du jetzt immer noch das Problem hast Nein zu sagen, dann mache Dir klar wie gut Du es heute hast, wie gut Dein Leben ist und mache Dir wirklich klar was Du in Deinem Leben erreichen möchtest. Wo möchtest Du die Welt ein wenig besser machen?

Optimismus

Überlege Dir wo und wie Du optimistisch in die Zukunft schauen willst. Was willst Du auf dieser Erde verändern? Wo willst Du Deine Umwelt positiv verändern? Salek hat nicht die ganze Welt verändert, er hat Schülern in und um Hannover aus seinem Leben berichtet, damit niemals mehr solches Leid in Zukunft geschehen wird. Dabei spielt das Alter wann Du beginnst keine Rolle.

Alter

Wie viele Holocaustjuden hat Salek sehr lange geschwiegen. Erst im Alter hat er den Mut gefunden von seinen Erlebnisse zu berichten. Daher ist es auch egal wann Du beginnst aktiv, positiv und selbstwirksam Dein Leben zu gestalten und aus der Ohnmacht, aus der Negativität, aus der Hilflosigkeit hinaus schreitest und die Welt nach Deinen Vorstellungen gestaltest.

Mut

Jeder ist in der Lage auf der Erde etwas zu bewegen, doch dieser Schritt bedeutet mutig zu sein, unbequem zu werden und die Komfortzone zu verlassen. Stell Dir vor wie schwer es Salek gefallen sein muss als er das erste Mal über seine Erlebnisse gesprochen hat. Ich bin sicher, dass er ganz viel Angst hatte, doch er hat den Mut aufgebracht und die Angst besiegt.

Wo willst Du die Welt besser machen?

Denke darüber nach wo Du die Welt positiv verändern willst. Ich bin fest davon überzeugt, dass Du schon lange weißt was Du auf dieser Erde verändern möchtest, doch hast Du bisher nicht den Mut Deinen ganz persönlichen Weg zu gehen.

Überlege welche Entbehrungen, welche Bedrohungen, welche entsetzliche unaussprechliche Not Salek während dieser Jahre erfahren hat und dennoch ist er dafür eingetreten, den Menschen und Schülern zu erzählen wie schlimm die Hölle auf Erden für ihn war, denn er hatte das Ziel dazu beizutragen, dass solche Taten niemals mehr in Deutschland geschehen werden. Von jedem, der ihn kannte, und ich darf mich dazuzählen, wenn auch mehr aus der Ferne, weiß ich, dass er das Leben bejaht hat, dass er sehr viel Empathie für die Menschen hatte, obwohl er die Deutschen hätte hassen können und dürfen, ist er ihnen mit viel Liebe entgegen gekommen.

Liebe

Liebst Du die Menschen, oder liebst Du Deine Arbeit mehr als die Menschen, weil Du meinst, dass Du keine Zeit für Menschen hast? Wenn Du die Welt zu einem besseren Ort machen möchtest, kommst Du auf keinen Fall um die Menschen herum. Blinder Aktionismus wie es oft im Stress geschieht, bringt keine nachhaltigen Ergebnisse. Überlege Dir wie Du die Welt zu einem besseren Ort machen möchtest. Beginne die Menschen zu lieben, nicht unbedingt zu verstehen. Das gelang Salek auch nur begrenzt, denn warum die Menschen, die vor dem Krieg mit seinen Eltern und ihm und anderen Juden befreundet waren und durch Manipulation zu Feinden wurden, hat er niemals verstanden. Allerdings wurde der Spruch: “Liebe Deine Feinde.” bei Salek Wahrheit.

Wir dürfen niemals mehr zulassen was damals geschah. Stehe auf und verändere die Welt positiv. Du entscheidest über Deine Zeit, über Dein Leben und über die Spuren, die Du auf der Erde hinterlässt.

Baruch dayan haemet. RIP Salomon Finkelstein.

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