Kohärenz

Das Wort magst Du noch nie gehört haben und genau deshalb werde ich es Dir heute erklären. Laut Duden bedeutet Kohärenz Zusammenhang; Abstimmung, Koordination. Im Psychologischen bezeichnet Kohärenz Gedankengänge die in sich logisch, zusammenhängend und nachvollziehbar sind.

Wenn wir jetzt den Begriff in die Stressthematik einbauen, finden wir den Begriff Kohärenz in der Resilienz, also unserer psychischen Stabilität gegenüber Stress wieder. Doch hier bekommt er eine völlig andere Bedeutung. Der Kohärenzsinn besteht in der Resilienz aus drei Elementen beziehungsweise Elementen: Verstehbarkeit; Durchführbarkeit, Machbarkeit oder Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit oder Bedeutsamkeit.

Bei Verstehbarkeit geht es darum inwieweit ist ein Stimulus für Dich sinngebend. Durchführbarkeit wird im Kohärenzmodell definiert als Frage, welche Ressourcen siehst Du in Dir, um auf die Anforderungen situationsadäquat zu reagieren. Das dritte Element des Modells Sinnhaftigkeit fragt nach dem Ausmaß des Sinnes, den Du gefühlsmäßig Deinem Leben geben würdest. An diesem Punkt schließt das Modell schwierige Lebenssituationen ein und ob Du Herausforderungen Deines Lebens akzeptierst oder sie als Bedrohung erlebst.

Diese drei Elemente lassen die Informationen, die Du in Deinem Leben aufnimmst geordnet, konsistent, strukturiert und klar erscheinen, das heißt im Grunde genommen nichts anderes als mit Dir im Reinen sein, weil es Dir gelingt außergewöhnliche Situation in Dein Mindset zu integrieren.

Rede vor großem Publikum

Wenn Du in Deinem Leben zum Beispiel von Deinem Arbeitgeber aufgefordert wirst eine Rede vor einem großen Publikum zu halten, wirst Du beim ersten Mal sicherlich einen großen Klumpen im Magen spüren, wenn Dein Arbeitgeber Dir diese Aufgabe überträgt. Sicherlich wirst Du Dich dagegen wehren und ihm sagen, dass Du das noch nie gemacht hast und dazu gar nicht in der Lage bist. Nun hält Dein Arbeitgeber große Stücke auf Dich und meint, dass Du das auf jeden Fall hinbekommst, denn er sieht in Dir ganz viel Potential und glaubt an Dich. Dein flaues Gefühl in der Magengrube wird deswegen leider nicht weniger, aber Du merkst, dass Dein Arbeitgeber gar nicht gewillt ist Dich von der Verantwortung zu befreien und begreifst, dass Du den Auftrag wohl erfüllen musst. Du lässt den Gedanken erst einmal sacken, hast trotzdem weiterhin Watte im Kopf und keine Ahnung wie Du den Auftrag erfüllen sollst. Du sprichst mit Freunden und die bestärken Dich die Chance zu nutzen. Da freut Dich, doch im Grunde genommen hast Du das Gefühl, dass Dir Deine Freunde nicht wirklich helfen wollen, denn Du willst, dass sie Dich in Deiner Meinung bestätigen. Dazu sind sie gar nicht in der Lage, weil sie genauso wie Dein Chef Dein Potential erkannt haben. Nur die ein oder andere “Freundin” stimmt Dir zu. Doch sie tun es einfach nur, weil sie Angst haben Du könntest Dich weiterentwickeln während sie auf ihrem Niveau stehen bleiben. Im Grunde genommen sind sie neidisch, weil Du und nicht sie den Auftrag von ihrem Chef erhalten haben. Aber Du spürst, dass Dir nichts anderes übrig bleibt als Dich so langsam mit der Aufgabe anzufreunden. Im Hinterkopf hast Du immer einen nicht ausgesprochenen Ausweg: Dich an dem Tag krankzumelden.

So langsam beginnst Du Dich mit der Aufgabe anzufreunden und denkst, wenn alle meine Freunde meinen ich kann das, dann werde ich mich mal langsam auf die Suche nach Material für die Veranstaltung machen. Gleichzeitig gehst Du auf Deinen Chef zu und fragst ihn wie es mit Unterstützung aussieht. Da er von Dir überzeugt ist und möchte, dass Du es schaffst, sichert er Dir diese zu. Nun bekommst Du langsam das Vertrauen, dass Du es schaffen kannst und damit kommst beim ersten Punkt unseres Kohärenzmodells an.

Verstehbarkeit

So langsam verstehst Du, dass die Aufgabe für Dich einen Sinn hat, denn an ihr wird Deine Persönlichkeit reifen. Du verstehst, dass die “unmögliche” Aufgabe bei der Du Deine rote Linie überschreiten wirst, Dich in deiner persönlichen Entwicklung stärken wird. Nun erkennst Du, dass die Situation eine Chance für Dich darstellt und beginnst Dich auf die Aufgabe zu freuen. Doch weißt Du immer noch nicht so ganz wie Du die Aufgabe lösen sollst.

Durchführbarkeit

Wie Du die Aufgabe durchführst, ist Dir noch nicht ganz klar, doch eines weißt Du, dass Du es schaffen wirst und es einen Weg geben wird. Weil Du Dir über Deinen Weg noch unsicher bist, gehst Du wieder zu Deinem Chef und fragst, ob Du einen Coach bekommst. Dein Chef ist davon nicht begeistert, weil Coaches sehr teuer sind und meint, ob Dich nicht eine Kollegin unterstützen kann. Daraufhin antwortest Du, dass das sicherlich für den inhaltlichen Teil möglich ist, aber was das Auftreten, die Redeangst und die Rhetorik angeht benötigst Du einen außenstehenden Coach. Das kann Dein Chef verstehen, weil es für ihn ein sehr wichtiger Auftrag ist, der ihm gute Einnahmen verspricht, akzeptiert er, dass Du Dir für diesen Teil einen Coach nimmst. Damit ist es Dir gelungen ans dem mulmigen Bauchgefühl und der Watte zu Beginn, einen Fahrplan für diesen großen Auftrag zu erstellen. Natürlich Bedarf es noch der detaillierten Ausarbeitung, doch nun fühlst Du, dass der Auftrag managagebar ist und Du beginnst Dich in Deinem Auftrag wohl zu fühlen.

Im Stillen hast Du schon lange davon geträumt in Zukunft als Rednerin, Seminarleiterin oder Keynotspeaker zu arbeiten. Doch getraut den Weg einzuschlagen hast Du Dich nie, weil Du immer das Gefühl hattest, dass Du nicht gut genug bist, wer will schon etwas von mir kleiner Maus hören, etc.. Nun hat sich die Tür einen kleinen Spalt für Dich geöffnet.

Sinnhaftigkeit

Weil Du bereits im Stillen diesen Traum vom Keynotespeaker hattest, aber Dich Deine Glaubenssätze daran gehindert, hat die Aufgabe für Dich eine Sinnhaftigkeit und passt in Dein Mindset. Du erkennst die Chance, die diese Aufgabe für Deinen weiteren Lebensweg bereitet und setzt alles daran, dass der Auftrag ein sehr großer Erfolg wird, damit Du ihn als Referenz für Dich verwenden kannst. Diese Sinnhaftigkeit beziehungsweise Motivation bringt in Dir Deine ganze Energie zum Vorschein.

Damit Dich Dein Traum nicht zu chronischem Stress führt, ist es wichtig, dass Du nach Deiner Präsentation nicht gleich wieder ein neues großes Projekt beginnst, sondern für eine gewisse Zeit in Deine Alltagsaufgaben versinkst, und wenn Du das Gefühl hast, dass Dich die Alltagsaufgaben beginnen zu langweilen Dir wieder eine neue Herausforderung suchst. Du wirst feststellen, dass das Präsentieren oder Reden vor großem Publikum Dir nach Wiederholungen immer leichter fällt und die Angst Stück für Stück verschwindet, Du immer mutiger wirst und neue Elemente ausprobierst, weil Du eine gewissen Routine entwickelt hast. Ganz sollte das Lampenfieber nicht verschwinden, doch es wird auf ein gesundes Maß schrumpfen.

In dem Prozess, den ich Dir hier beschrieben habe und den Du jetzt auf Deine Situation übertragen solltest, erkennst Du wie es Dir gelingt durch neue Herausforderungen Dein Hamsterrad zu verlassen. Wichtig ist, dass Du den Mut hast und bereit bist neue Situationen aufzugreifen und Dich in diesen auszuprobieren, denn ansonsten bleibt alles wie es ist.

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