Lärm, Ekel, Enge

Wenn wir an Stress denken, fällt uns häufig der Zeitstress ein, also zu wenig Zeit, um Aufgaben in Ruhe zu erledigen. Es gibt noch ganz anderen Stress für unseren Körper, z.B. Lärm, Enge, Ekel und vieles mehr.

Wie gehst Du mit dieser Art von Stress um? Oft sind wir nicht in der Lage diesem Stress im Leben auszuweichen, weil wir nicht einfach wegziehen können.

Ich danke da an eine Freundin, die neben einer Kneipe wohnt. Sie hat am Wochenende wieder fürchterlich unter dem Lärm dieser Kneipe gelitten, denn es war ihr nicht möglich zu schlafen. Mitten in der Nacht hat sie die Polizei gerufen. Sie kam sehr schnell und genauso schnell war die Musik wieder aufgedreht als die Polizei weggefahren war. Mit ihrer Wohnsituation ist sie sehr unzufrieden, doch muss sie erst eine passende und bezahlbare Wohnung finden, damit sie ihre jetzige Situation ändern kann. Solange ihr das nicht gelingt, wird sie wohl die Situation aushalten müssen. Was würdest Du in dieser Situation unternehmen?

Ohropax

Sicherlich mag Ohropax eine Möglichkeit sein; auch Mickeymäuse sind eine weitere Option gegen Lärm. Doch mit Mickeymäusen lässt sich nicht gut schlafen, weil sie im Wege sind, wenn man auf der Seite liegen möchte. Und ob sie diesen Lärm wirklich zu Ruhe bringen, mag ich bezweifeln, denn der Körper ist so alarmiert beziehungsweise gestresst durch den Lärm, dass die Ohren jedes, nur so kleine Geräusch ob Ohropax oder Mickeymäusern hören werden.

Wie sieht es aus, wenn sich jemand neben Dir übergibt?

Bist Du in der Lage Dich zu entspannen, so dass Du Dich nicht übergibst, oder bekommst Du selbst Brechreiz. Hast Du Schwierigkeiten, wenn sich jemand neben Dir übergibt Dich selbst nicht zu übergeben? Es bedarf sehr guter Entspannung und Akzeptanz der Situation, um nicht selber auch der Gefahr zu laufen, sich zu erbrechen oder zumindest Brechreiz zu bekommen.

Disziplin wird in dieser Situation nicht erfolgreich sein, weil in diesem Falle unser Körper die Macht über unseren Verstand übernimmt.

Enge

Viele Menschen haben Schwierigkeiten in einen Fahrstuhl zu gehen, wenn bereits einige Menschen dort stehen, weil sie den Raum zu eng empfinden, die Gerüche vielleicht unangenehmen empfinden oder sich unsicher fühlen, weil es kein Fenster gibt, und vieles mehr.

Ablenkung

In allen aufgezählten Fällen hilft es Dir in Dir zu ruhen, doch das ist definitiv viel leichter gesagt als in solchen Situationen gelebt. Ablenkung hilft Dir Deinen Kopf vom Lärm, vom Geruch oder der Enge auf die Aufgabe, die Du Dir vornimmst hinzuwenden. Wichtig ist dabei sich nicht zu kasteien, wenn Deine Gedanken abschweifen. Es ist für den Kopf völlig normal, dass er zu den alltäglichen Sorgen, Herausforderungen und Problemen zurückkehrt. Wenn Du bemerkst, dass Dein Kopf nicht mehr bei der Sache ist, die Du machen möchtest, lenke Deine Gedanken zu Deiner Aufgabe zurück. Je häufiger Du das machst, je mehr wirst Du feststellen, dass Du in Dir ruhst, Dich Enge, Gerüche oder Lärm oder was auch immer nicht mehr so stressen wie sie es bisher getan haben.

Flow

Bis es Dir gelingt ganz in Dir zu ruhen, vergehen einige Minuten, denn erst nach circa zwanzig Minuten sind wir ganz in eine Aufgabe eingetaucht und sind in der Lage unsere Umgebung auszublenden. Daher sollte jeder Aufgabe oder Ablenkung länger als zwanzig Minuten konzentriert aufgeführt werden.

Meditation

Wenn es Dir nicht gelingen sollte mit Ablenkung oder Flow zu Dir zurückzufinden, kann Meditation Dir helfen zu Dir zu finden. Meditation hilft Dir Dich ganz auf das Einzulassen was in der Meditation geschieht. Wichtig ist beim Thema Ablenkung wie auch beim Thema Meditation zu wissen, dass beides der Übung bedarf. Daher solltest Du auf keinen Fall meinen, dass die Lösung mit einem Schnipp da ist.

Stress reduzieren

… ist immer ein Prozess wie jeder Verhaltensänderung ein Prozess ist. Wir sind es durch die Digitalisierung und durch die IT gewohnt, dass wir durch einen Kopfdruck mal eben das Problem lösen. Doch sage ich Dir, die Persönlichkeit beziehungsweise Verhalten zu verändern, geht nicht auf Knopfdruck, sondern benötigt verschiedene Phasen und Psychologen diskutieren mittlerweile, ob es nicht sogar eine lebenslanger Prozess ist, weil Rückfallgefahren in alte Verhaltensmuster regelmäßig in unserem Leben auftauchen. Hinzukommt, dass wir oft meinen, ob wir nicht alte Verhaltensmuster, die wir nicht kontrolliert haben, doch wieder kontrollieren zu können, um zu erleben, dass wir wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen. Oft wollen wir uns in dieser Situation nicht eingestehen, dass wir einen Rückfall haben zögern den Weg zurück zu uns hinaus.

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