Multitasking

Warum sagen Forscher, dass Multitasking stresst? Weil Du mit Multitasking keine Chance hast zur Ruhe zu kommen. Erst nach mindestens zwanzig Minuten bist Du wirklich in eine Tätigkeit eingetaucht und nimmst Deine Umgebung nicht mehr wahr.

Das mag Dich überraschen, doch es geht darum wie wir unser Gehirn belasten. Wenn wir ständig Dinge gleichzeitig machen, muss unser Gehirn ständig zwischen verschiedenen Tätigkeiten hin und her switchen, das heißt, dass immer andere Areale in unserem Gehirn angesprochen werden. Kein Areal bekommt die Möglichkeit sich wirklich zu entfalten, und neue Verbindungen aufzubauen ist aufgrund der Springerei zwischen den Arealen kaum möglich, so dass Dir Multitasking die Möglichkeit nimmt, in einem Gebiet, in dem Du wirklich Leistung bringen möchtest, die Leistung zu erbringen, weil die Verknüpfungen, die es für eine zuverlässige Qualität in diesem Bereich benötigen würde, nicht angelegt werden kann.

Daher ist Multitasking meines Erachtens das Schädlichste was Du Deinem Körper antun kannst, wenn Du Deinen Stress im Alltag reduzieren willst. Überlege Dir, wenn Du morgens Deinen Tag strukturierst wie es Dir gelingen kann, eine Aufgabe nach der anderen in Ruhe wegzuarbeiten. Ich weiß, dass das in manchen Berufen sehr schwierig ist, doch denke ich, dass es Dir möglich sein sollte, Dich zum Beispiel morgens auf Telefonate und andere störende Einflüsse zu konzentrieren, und wenn nachmittags Ruhe einkehrt, Du Dich auf die Aufgaben konzentrierst, die Deine vollen Aufmerksamkeit benötigen. Leider ist dieses eigentlich die falsche Reihenfolge, weil Du morgens ausgeschlafen und fit bist, und nachmittags Deine Leistungsfähigkeit physiologisch abnimmt. Wie sagte eine Mitarbeiterin bei einem Kunden letztens: “Richtig zum Arbeiten kommt man hier erst, wenn Ruhe eingekehrt ist.” Damit meinte sie, wenn keine Kunden anrufen oder Kollegen irgendwelche Fragen stellen.

Meditation

Wie komme ich jetzt auf die Überschrift Meditation? Wie lange kannst Du Dich auf eine Aufgabe konzentrieren? Multitasking ist meines Erachtens mit ein Grund warum Menschen Schwierigkeiten haben, sich auf eine Aufgaben länger zu konzentrieren. Wer jahrelange im Multitasking Modus gearbeitet hat, hat verlernt sich auf eine Aufgaben länger als ein paar Minuten zu konzentrieren. Nun stellt sich die Frage wie es möglich ist, das wieder zu erlernen; eben durch Meditation.

Natürlich kommt es auf die Meditation an, die Du anwendest. Doch es gibt verschiedene Mediationen, die Deine kognitiven Aktivitäten auf einer Aufgabe bündeln, z.B. die Uhr-Meditation, die Du in meinem Selbstlernkurs kennenlernst.

Das unser Gehirn immer wieder weg driftet, liegt in der Natur der Sache, doch sind wir in der Lage die Spanne, die wir einer Aufgabe zu wenden auszubauen. Daher kann ich Dir Meditation als Methode Deine Konzentrationsspanne auszubauen, empfehlen.

Entspannung

Das schöne an der Meditation ist, dass sie Dir gleichzeitig hilft zu entspannen. Wenn Du lernst Dich wieder länger als zwanzig Minuten auf eine Aufgabe zu konzentrieren, wirst Du feststellen, dass diese Aufgabe Dich ähnlich entspannt wie Meditation, obwohl Meditation tiefer geht fühlt es sich ähnlich an. Der Mechanismus, der dahinter steht, nennt sich Flow. Du gerätst während Deiner Arbeit in eine Art Trance, denn Du nimmst Deine Umwelt nur noch begrenzt wahr und versinkst ganz in der Aufgabe mit der Du Dich gerade beschäftigst. Im optimalen Fall tauchst Du ganz in Deine Arbeit ein.

Qualität

Du wirst erleben wie sich Deine Qualität der Arbeit verbessert. Du wirst erstaunt sein, dass es Dir passieren kann, wenn ein Kollege neben Dir steht, Dich ansprichst, dass Du Dich erschreckst und zusammenzuckst, weil Du ganz in Deine Arbeit eingetaucht warst und ihn nicht hast kommen hören.

Warum steigert der Flow Deine Arbeitsqualität? Weil Du entspannt hast, der Tunnelblick sich geöffnet und Dein Gehirn Impulse senden kann die bei Stress blockiert werden, weil Dein Körper, wenn Du im Stressmodus bist, bestimmte Aufgaben, die während der Stresssituation unwichtig sind runterfährt beziehungsweise blockiert. Daher ist es wichtig, dass Du regelmäßig Deine Aufgaben im Flow erledigst.

Aufgabenwechsel

Aufgaben zu wechseln ist ganz wichtig, weil damit in Deinem Gehirn nicht immer die gleichen Zellen und Areale angesprochen werden. Wenn Du zum Beispiel im Flow eine Präsentation erstellt hast und stolz bist sie endlich fertig zu haben, könntest Du zum Beispiel danach irgendetwas kopieren oder mit einer Kollegin oder einem Kollegen ein Meeting planen, oder, oder oder. Wenn Du so die Aufgaben abwechselst, empfindet das Dein Organismus wie eine Pause, weil immer wieder neue Areale in Deinem Gehirn angesprochen werden während andere ruhen.

Multitasking sorgt für Stress und wichtig ist, dass Du regelmäßig dafür sorgst eine Aufgabe nach der anderen zu erledigen. Interessanter Weise berichten erfolgreiche Menschen, dass sie jede Aufgabe so gut wie möglich im Hier und Jetzt erledigen. Sie blockieren alles was sie daran hindern könnte in den Multitasking Modus zu rutschen.

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