Mut

Stress und Mut mögen im ersten Moment widersprüchlich erscheinen, denn wer unter Stress steht, traut sich häufig nicht aus seinen gewohnten Routinen, Situationen oder Hamsterrad auszutreten, weil es sich dann unsicher fühlt, vielleicht sogar Angst empfindet.

Angst ist ein gesundes Gefühl, da es uns vor Gefahren schützt. Doch in unserer sehr schnelllebigen, sich rasant verändernden Welt braucht es Menschen die den Mut haben ihre Ängste beziehungsweise ihre eingefahrenen Lebenssituationen zu verlassen. Erst, wenn es Dir gelingt mit Mut neue Situationen auszuprobieren, wirst Du den Stress, den Du bisher hast, weil die Situation im Grunde genommen schon länger nicht mehr zu Dir passt, abbauen und frohen Mutes neue Wege einleiten.

Space Curl und Trampolin

Im Rahmen meiner Ausbildung zum Space Coach, die ich seit letztem Wochenende mit Zertifikat erfolgreich beendet habe, war es an einem unserer letzten Ausbildungstage unsere Aufgabe uns im Space Curl dreidimensional zu drehen. Begonnen haben wir mit einem Ring uns Kopfüber zu drehen, was bei mir zu Schwindel führte, so dass ich diese Aufgabe so umwandelte, dass mir nicht mehr schlecht wurde. Aber ich habe mich einmal komplett gedreht. Als ich aus dem Curl ausstieg, war ich nass geschwitzt, weil ich Angst vor dem Schwindel hatte, denn ich kenne ihn bereits seit meiner Kindheit, wenn meine Eltern im Schwarzwald mit dem Auto fuhren und so hatte ich vor ihm im voraus die Leiter gewarnt. Danach durfte ich die Übung so machen, dass ich sie kontrollierte und drehte mich zwar nicht mehr auf dem Kopf, aber fleißig mit den drei Ringen in alle möglichen Richtungen. Sollte ich noch einmal solch eine Gelegenheit erhalten, werde ich das Drehen wieder probieren.

Da die Veranstaltung in einem Trampolinpark stattfand, habe ich mit Freude während der Pausen Aufgaben auf den Trampolins durchgeführt, zum Beispiel mit einem Monitor, der mit dem Trampolin verbunden war, habe ich Enten und andere Tiere “abgeschossen”. Doch dann kam unser Trainer auf die Idee, dass eine Kollegin und ich uns von einer gewissen Höhe rückwärts in ein großes Kissen fallen lassen sollten. Die Idee war gut, aber die Umsetzung bei mir eine Katastrophe, weil ich mich nicht traute mich rückwärts in das Kissen fallen zu lassen. Ich wagte es, doch so ganz klappte es nicht, weil ich nicht mit dem Rücken, sondern mit den Beinen im Kissen landete. Es kostete mich sehr viel Überwindung, doch ich wiederholte die Übung dreimal. Wenn ich mal wieder in einem Trampolinpark bin, werde ich daran weiter arbeiten, denn ich will es schaffen, dass ich den Mut und das Vertrauen habe auf dem Rücken zu landen. Vorher werde ich mir weitere Übungen ausdenken, um mich rückwärts fallen zu lassen.

Klar sind das nun zwei Beispiele, die nicht im Alltag benötigt werden, doch geben solche Grenzüberschreitungen Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten, wenn es gelingt, diesen Mut auf andere Situationen im Alltag zu übertragen.

Positive Erfahrungen

Wenn Du wieder in einer Situation stehst, bei der es darum geht, dass Du Angst überwinden musst, zum Beispiel bei neuen Situationen, denn die obigen waren für mich solche Situationen, dann erinnere Dich an Situationen, die Du positiv in der Vergangenheit bewältigt hast.

Wenn Du aus dem Hamsterrad austreten willst, ist es im Grunde genommen nichts anderes als neue Wege auszuprobieren und aus diesen Situationen zu lernen. Wenn Du einen neuen Weg einschlägst, hast Du vielleicht ganz viel Angst vor der Ungewissheit und dem Neuen, doch wenn Du den Mut hast, die Ungewissheit zu überwinden, wirst Du lernen, dass Du erfolgreich bist, wenn Du mit Mut Deine Angst überwindest.

Spaß

Versuche den neuen Situationen Spaß zu haben, denn Spaß hilft Dir zu entspannen, so dass die neuen Situationen viel leichter zu bewältigen sind. Was machst Du im Leben am Liebsten? Im Grunde genommen willst Du nichts anderes als Dein Leben genießen. Meine zweite beziehungsweise dritte Runde im Space Curl war viel einfacher, weil ein Kollege mir genau diesen Rat gab und ich versuchte ihn umzusetzen.

Rückschläge

Wichtig ist, dass Du nicht meinst, dass jetzt die Welt rosarot wird. Das auf keinen Fall und es wird immer wieder Rückschläge geben. Das ist ganz normal und gehört zu jedem Lernprozess dazu. Mir ist es zum Beispiel nicht gelungen auf dem Rücken zu landen, obwohl ich die Übung wiederholt habe. Aber das Positive ist, dass unsere Lernkurve nicht mit dieser verpatzen Situation endet, sondern unser Gehirn weiter an der Aufgabe arbeitet, obwohl wir nicht an das Thema denken, so dass, wenn wir uns erneut in dieser Situation stellen, unser Verhalten näher unserem Ziel sein wird. Daher ist es wichtig, dass wir Rückschläge als Teil unserer Lernkurve akzeptieren und uns dadurch auf keinen Fall entmutigen lassen. In der Regel ist es so, dass wir nach einem Rückfall nicht bei Null beginnen, sondern irgendwo in der Mitte unseres Weges wieder einsteigen. Erst Rückschläge lassen uns zu einer starken Persönlichkeit reifen.

Welcher neuen Situation stellst Du dich heute? Wie willst Du heute Deine Angst mutig abbauen? Ideen, wie Du heute Deinen Stress im Alltag abbauen kannst, findest Du hier: LOS mit Gudrun!

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