Neue Wege gehen

Wann hast Du das letzte Mal etwas Verrücktes unternommen? Was möchtest Du schon lange machen und traust Dich nicht? Traust Du dich nicht? Etwas Verrücktes zu unternehmen macht Spaß, fordert Dich heraus und baut Stress ab, weil Du Grenzen überschreitest und durch die neuen Situationen, die Du kennenlernst, bleibst Du in Zukunft in neuen Situationen ruhiger.

Verrücktes

Verrücktes ist individuell. Aber Verrücktes hilft Dir Grenzen zu überschreiten, Dich in Bereichen kennenzulernen und vor zu trauen, die Du bisher gemieden hast, weil Du Angst hattest und diese stärker als Dein Mut war.

Verrücktes kann ein Bungeesprung sein, ein Gleitschirmsprung oder Drachenfliegen von einem Felsen in den Bergen sein. Es kann bedeuten, dass Du eine Sportart ausprobierst, die Du noch nie gemacht hast, oder eine schwarze Piste beim Skifahren herunterfährst oder es gibt alltägliche Möglichkeiten wie zum Beispiel eine Präsentation halten vor einem Publikum, welches Du nicht kennst. Es kann ein neues Hobby wie in einem Chor singen sein, oder diesen mit einem Klavier oder anderen Instrument begleiten sein, es kann sein, dass Du auf Facebook das erste Mal live gehst und vieles mehr.

Vor kurzem bin ich einfach mal live auf Facebook gegangen und habe verschiedene Optionen des Handys beim Live-Video ausprobiert. Ich hatte dabei riesigen Spaß. Zwischendurch kamen Zuschauer, die haben sicherlich gedacht, dass ich jetzt ganz durchgedreht bin, aber ich wollte die Funktionen einfach mal kennenlernen.

Entscheidung

Setze Dich jetzt hin und überlege Dir was Du Verrücktes machen willst, denn Dein Weg raus aus dem Hamsterrad oder Deinem Stress beginnt mit der Entscheidung neue Wege zu gehen. Spaß gehört definitiv auf dem Weg hinzu und Verrücktes machen, bring jede Menge Spaß und Gaudi. Einfach mal raus aus dem Alltag, die Angst durch Mut überwinden. Wenn Du das bei etwas Verrücktem schaffst, was Du schon immer mal machen wolltest, Dich aber nie getraut hast, dann zögere nicht, sondern treffe jetzt die Entscheidung und plane gleich wann und wo Du dieses Entscheidung umsetzt.

Nimm Deine Gedanken wahr

Nimm jetzt Deine Gedanken wahr. Was passiert bei Dir gerade? Welche Gefühle kommen auf? Sicherlich hast Du jetzt bereits ein mulmiges Gefühl. Das ist gar nicht schlimm, denn es gehört dazu und ist völlig normal. Wie ich oben schrieb Angst gehört dazu, denn ab nun betrittst Du neuen unbekannten Boden.

Nicht ich bin ängstlich, sondern ein Teil von mir hat Angst

Mache Dir klar, dass Du nicht ängstlich bist, sondern diese Angst ein Teil Deiner Persönlichkeit ist. Sie ist gesund, denn die Angst hält uns davon ab, dass wir leichtsinnig werden beziehungsweise sind. Doch hält Dich Deine Angst ab neue Wege einzuschlagen, weil die Alten so bequem und gemütlich sind? Nur wenn Du den Mut hast Deine Ängste zu überwinden, wirst Du nicht nur diese verrückte Tat begehen, sondern den Mut haben Deine stressige Situation, die Dich blockiert und gefangen hält zu verlassen.

Wenn Du zu hohe Ängste hast Deinen Traum des Verrückten auszuführen, denn sollte Dir das zu denken geben, denn dann bist Du meines Erachtens eine Gefangene in Deiner Stresssituation und wirst große Schwierigkeiten haben aus dem Hamsterrad auszubrechen. Mache Dir wirklich klar, dass Angst Dich nicht blockieren will, sondern Dich vor Gefahren beschützt. Doch wenn Du Dich nicht einmal traust etwas Verrücktes, das Du schon immer machen wolltest umzusetzen, dann hat die unberechtigte Angst in Deinem Leben viel zu viel Raum. In diesem Fall überlege Dir was an Gefahren, die Du in Deinem Kopf kreisen hast und jetzt siehst, sind in der Vergangenheit eingetreten? Alle Menschen haben Angst vor Gefahren, die allerdings in den seltensten Fällen eingetreten sind. Nun ist die Frage wie gehst Du mit solchen Gefahren um?

Luftkanal

Vielleicht erzähle ich Dir ein Beispiel von mir wo die Gefahr sogar aus zwei Gründen realistisch war. Als ich vorletzte Woche bei meiner Fortbildung war, ging es an einem Tag in den Space Curl und am nächsten Tag in den Luftkanal. Da wir eine Fortbildung dort hatten waren wir zuerst im Seminarraum und sind dann zur Anmeldung, um unseren Flug im Luftkanal zu erleben. Dort wurden gewisse medizinische Daten abgefragt und dann kam der Hammer. Ich sollte nicht fliegen, weil ein Merkmal bei mir zutraf, denn ich hatte mir vor über dreißig Jahren eine Schulter beim Skifahren ausgerenkt. Das gab natürlich Aufregung, denn diese Übung gehörte zur Ausbildung. Unser Trainer meinte dann, dass wir das mit unserem Coach besprechen, doch die Dame an der Anmeldung sah das erst einmal ganz anders. Wie ich mich da gefühlt habe, kannst Du Dir sicherlich denken; mulmig und unsicher.

Unser Trainer kam und wir sprachen ihn darauf an. Leider musste ich gestehen, dass ich nicht einmal mehr wusste welcher Arm es war. Da ich alles, auch meinen Sport, einschließlich Liegestützen, Crossfit mache mit dem Arm mache, konnte ich wirklich nicht mehr sagen, um welchen Arm es sich denn handelt. Der Trainer fragte, ob ich Sport mache und ich bejahte. Er meinte weiter, dass wir es probieren. Und was soll ich Euch sagen? Es klappte alles wunderbar. Als ich zum dritten Mal im Kanal war, merkte der Trainer sofort, wann der Arm keine Kraft mehr hatte und drehte mich einfach ein paar Sekunden um, denn während des Fliegens stellte ich fest, dass der Arm etwas weniger Kraft hat und ich bewegte ihn dann kurz in eine Position um ihn zu entlasten, denn danach hatte er immer wieder genügend Kraft für die restliche Zeit dem Luftstrom Widerstand zu leisten.

Wer jetzt genau auf gepasst hat, hat festgestellt, dass ich oben von zwei realen Ängsten sprach. Ich bin Allergikerin und Asthmatikerin. Immer wenn ein Güterzug auf einem Bahnhof an mir vorbeirauscht und einen starken Windzug mit sich führt, bekomme ich beim Atmen Panik. Diese ist allerdings in den letzten Jahren bereits sehr viel weniger geworden, weil ich mich der Situation aufgrund meiner vielen Zugreisen regelmäßig stelle und trainiere. Dieser Situation war ich auf einmal im Windkanal wieder ausgesetzt ohne das ich sie erwartet hatte. Allerdings habe ich geatmet, doch bemerkte der Trainer und ich, dass ich mich verkrampfe. Im Nachhinein denke ich, dass es von der panischen Atmung zu Anfang kam. Je häufiger ich in die Röhre stieg, insgesamt drei Mal, je besser wurde es und je mehr konnte ich beim Fliegen ausprobieren.

Wie Du siehst, ist keine meiner Ängste wirklich Wahrheit geworden und ich konnte die neuen Situationen für mich nutzen. Definitiv werde ich in Zukunft irgendwann wieder in solch einen Kanal steigen, um meine Ängste weiter abzubauen und das Fliegen weiter zu lernen.

Haltung

Welche Haltung gegenüber Neuem willst Du in Zukunft einnehmen? Was möchtest Du in Zukunft verändern? Wo willst du mutig neue Wege gehen, um Deine Angst abzubauen?

Weitere Informationen wie Du Deinen Stress im Alltag reduzieren kannst, findest Du hier: LOS mit Gudrun!

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