Positive Gedanken

Nervenbahnen

Unser Gehirn besteht aus ganz vielen Nervenbahnen, die in der Mitte aus dem Axon und am einen Ende aus dem Soma, der Nervenzelle mit Dendriten und am anderen Ende mit Synapsen aufgebaut ist. Jetzt musst du dir ganz viele Nervenzellen neben- und aneinandergereiht vorstellen, deren Dendriten immer mit den Synapsen über den Synapsenspalt verbunden sind, so dass je mehr Dendriten mit den Synapsen verbunden sind, je mehr Informationen werden über diese Nervenbahn transportiert. 

Wenn über den Synapsenspalt die Nervenzelle an den Synapsen genügend chemische Transmitterstoffe aufnimmt, lösen diese chemischen Substanzen einen elektrischen Impuls am Axonhügel aus, der die elektrische Information zum anderen Ende, also über das Axon zum Soma und den Dendriten tansportiert. Dort werden die Informationen wieder in den Synapsenspalt freigegeben, damit die Informationen erneut von den nächsten Synapsen aufgenommen zu werden. Auf diesem Wege werden die Informationen, die du denkst, im Gehirn verarbeitet. 

Du magst jetzt denken, wie einfach, doch überlege mal wie viele Gedanken du so am Tag denkst. Das sind teilweise mal nur so bis zu sechzig tausend Gedanken beziehungsweise Geschichten pro Tag. Hinzukommt, dass wir Gedanken zu Schemata zusammenfassen.

Erinnerst du dich wie du Lesen gelernt hast? Klar zu Beginn hast du die einzelnen Buchstaben gelernt. Nachdem du diese erkennen und lesen konntest, hast du begonnen diese zusammenzusetzen. Dabei hast du anfangs immer Buchstabe für Buchstabe zusammengeführt und es hat sehr lange gedauert bis du ein Wort gelesen hattest. Erinnerst du dich noch wie du zu Beginn das Sch nicht richtig aussprechen konntest, weil du die Buchstaben einzeln gelesen hast und wie komisch sich manches Wort anhörte, weil du es nicht kanntest und als es korrigiert wurde, wusstest du sofort dessen Bedeutung?

Kleine Texte dauerten eine Ewigkeit und sicherlich wusstest du manches Mal gar nicht mehr welche Bedeutung der Satz hatte, weil du bei einzelnen Worten so lange brauchest, dass du den Zusammenhang schon vergessen hattest. Doch mit der Zeit und der Übung wurdest du immer besser und das Lesen ging immer flüssiger und mit weniger Fehlern. Irgendwann hast du Kinderbücher mit Schreibschrift oder Ausgangsschrift gelesen und später kamen die Bücher mit Druckschrift hinzu. Die Bücher, die du last, wurden immer schneller gelesen und die Anzahl der Bücher, die du in einem Jahr last, wurden immer mehr. Warum?

Dein Gehirn hatte nicht nur die Buchstaben lesen gelernt, sondern es hat irgendwann einfach begonnen die Worte als Ganzes abzuspeichern, das heißt, das Wort wurde als Schema im Gehirn abgespeichert, so dass wieder Platz für neues Wissen geschaffen wurde. Wenn du jetzt zum Beispiel nach Großbritannien ziehen würdest und damit sehr viel in englisch lesen würdest, und deutsch nicht mehr nutzt, weil du dort keine deutschen Freunde hast und die Sprache nicht mehr verwendest, wirst du sehr schnell feststellen, dass du deutsch “vergisst”. So ist es mir nach einem Jahr in Großbritannien ergangen. Meine deutsche Aussprache und mein Wortschaft waren sehr britisch und es dauerte einige Monate bis sie wieder deutsch wurden. Dieses Beispiel zeigt dir wie flexibel dein Gehirn ist und genauso ist es mit den positiven und negativen Gedanken. Du kannst deine Gedanken dahingehend schulen.

Gedanken

Jetzt überlege dir, welchen Unterschied es macht, ob du in bestimmten Situationen negativ oder positiv denkst. Wenn es dir Schwierigkeiten bereitet positiv zu denken, dann solltest du dich darin schulen positive und vor allem konstruktive Gedanken zu denken.

Daher möchte ich dich heute ermutigen, dich zu beobachten, wann du positive Gedanken und konstruktive Gedanken hast, und wann du negative grüblerische Gedanken hast, die zu keiner Lösungen führen. Überlege dir welche positiven Gedanken du beim nächsten Mal den negativen gegenübersetzen willst. Das gelingt dir am Besten, wenn du dich entscheidest die negativen mit einem Gedankenstopp zu unterbrechen und deine positiven, die du dir bereits zurecht gelegt hast, einzufügen. Das mag dir im ersten Moment sehr künstlich vorkommen und das ist es auch, aber mit der Zeit lernt dein Gehirn gleich auf die positiven Gedanken zurückzugreifen.

Emotionen

Jede Emotion folgt auf Gedanken. Daher ist es wichtig, dass du dich darin übst aus den negativen Gedanken positive Gedanken zu entwickeln, denn so du das trainierst und verfestigst, desto mehr wirst du feststellen, dass du ein fröhlicher und glücklicher Mensch, der mit Leichtigkeit durchs Leben geht, wirst.

Wenn du mehr lernen möchtest, wie du mit Resilienz deinen Stress reduzierst, trage dich in meinen Newsletter auf meiner Homepage (Pop-Up Fenster) ein und du erhältst ein kostenloses 5-Tage Coaching.

Literatur:
1. Planet Wissen: Die Nervenzellen
2. Alberts, B.; Johnson, A. et.al. (2015). The Molecular Biology of the Cell. Norton & Company (6th ed).
3. Einsle, F.; Hummel, K. V. (2015). Kognitive Umstrukturierung. Beltz Verlag. Weinheim, Basel.

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