Produktivität

Bist Du im Stress? Siehst Du nur noch die Aufgaben die unerledigt sind, die Du noch nicht geschafft hast, die noch zu erledigen, abzuarbeiten sind? Siehst Du Aufträge, die Zeit schinden, zu wenig Geld bringen oder weißt gar nicht mehr, wann Du deine Aufträge vorbereiten sollst?Deine Kinder sind krank, die Oma will versorgt werden und Dein Mann ist auf Geschäftsreise und Du fragst Dich wie Du das alles schaffen sollst?

Warum setzt Du Dich morgens nicht einmal in Ruhe an Deinen Frühstückstisch, frühstückst und notierst Dir nach Deinem Frühstück was Du gestern alles geschafft hast? Meinst Du, dass es keine Leistung ist, dass Du einen Teilauftrag erledigt hast, dass Du Deine Kinder versorgt hast und vielleicht der Haushalt dafür nicht ganz so ordentlich und sauber aussieht? Meinst Du, dass es keine Leistung ist, dass Du Dir abends die Zeit genommen hast und anstatt Fernsehen zu schauen, Dir ein Video angesehen hast, um Dich in Deinem Fach weiterzubilden? Kann es sein, dass Du an Produktivitätsdemenz leidest?

Produktivitätsdemenz

Ein Begriff, den es im Deutschen noch nicht gibt, unter dem aber viele Menschen leiden, denn sie sehen nicht wie produktiv sie sind und welche Erfolge sie täglich erfahren. In unserer Gesellschaft sind Erfolge oft sehr schwer messbar, weil Ergebnisse nicht mehr so deutlich sichtbar sind wie sie es früher waren. Früher, als ein Mitarbeiter zum Beispiel Messer hergestellt hat, konnte er das Ergebnis sofort in seinen Händen halten. Das ist heute nicht mehr so einfach gegeben. Im Büro sehen wir häufig nicht mehr wie viel wir wirklich geleistet haben und oft haben wir das Gefühl nichts geleistet zu haben, weil wir genau hinschauen müssen, um zu erkennen welche Erfolge wir doch erbracht haben. Daher rufe ich Dich auf die Aufgaben die Du gestern bewältigt hast aufzuschreiben. Wiederhole es täglich und wenn Du mal wieder denkst, dass Du nicht produktiv warst, schaue auf Deine Liste.

Zeitdruck

Ein weiteres Thema der heutigen Zeit, der dafür sorgt, dass wir uns nicht mehr an das erinnern, wie produktiv wir waren, ist der Zeitdruck. Der Druck hat zur Folge, dass wir unser Gefühl für unsere Erfolge verlieren, denn wir führen unsere Aufgaben rein kognitiv aus. Kaum ist eine Arbeit beendet, starten wir bereits die Nächste ohne uns eine Pause zu gönnen. Gestern war ich im Supermarkt meines Vertrauens einkaufen und beobachtete eine Verkäuferin. Sie flitzte nur von einer Situation zur Nächsten. Ich hatte beschlossen eine Pause einzulegen, so dass ich im Café saß und mich fragte, ob sie am Abend noch weiß was sie alles an dem Tag geschafft hat oder vor Erschöpfung nur noch auf die Couch fällt, den Fernseher anschmeißt, um später “tot” ins Bett zu fallen. Und eine weitere Frage, die mir durch den Kopf ging als ich da so saß: Wie lange will sie das Tempo durchhalten? Irgendwann wird ihr Körper rebellieren, weil sie ihre Emotionen ignoriert hat.

Arbeitsflow

Eben habe ich den Mitarbeiter erwähnt der früher Messer hergestellt hat und erwähnt, dass er das Ergebnis seiner Arbeit aufgrund seiner Ausbeute direkt sehen konnte. Er wusste jeden Tag wie viele Messer er erstellt hatte und wie produktiv er war. Aber er hatte noch einen weiteren Vorteil. Er arbeitete in seinem Tempo. Wenn er einen Tag nicht gut drauf war, wurden es weniger Messer, und wenn er mal sehr gut drauf war, wurden es überdurchschnittlich Viele. Sicherlich ist mein Bild etwas überspitzt, aber es gab eine gesunde Varianz. Das Denken unserer heutigen Wirtschaftswissenschaftler ist häufig, dass die Arbeitsleistung der Menschen heute wie bei Maschinen berechnet werden kann, doch das trifft nicht zu. Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo, seine Produktivität schwankt von Tag zu Tag und wer ehrlich ist, weiß das, denn alleine die Motivation für die Aufgaben, die am Tag zu erledigen sind, schwankt. Dennoch bist Du jeden Tag produktiv, sogar, wenn Du krank im Bett liegst und Dich auskurierst, denn dann liegst Du dort und gibst alles dafür wieder gesund zu werden.

Betrachtungsweise

Alles ist eine Frage der Betrachtung. Wenn Du erkennst, dass Du produktiv bist, wenn Du Dich gut auskurierst, oder wenn Du mit eine Pause machst, denn in der Pause denkst Du immer über ein Thema nach – ob Du willst oder nicht, und vielleicht findest Du in der Pause sogar die Lösung für ein Problem, das Du noch lösen wolltest, denn in Pause kann das Gehirn frei seine Gedanken laufen lassen, der Tunnelblick lässt nach, so dass Du überrascht sein wirst, wo denn jetzt auf einmal wieder diese Lösung oder dieser Gedanke herkommt. Um den Tunnelblick zu minimieren, hilft es immer ein positives Mindset zu haben. Wenn Du mal wieder das Gefühl hast nichts zu leisten, hilft es Dir abzurufen was Du schon alles geschafft hast und wie produktiv Du wirklich warst.

Einteilung zwischen Anspannung und Entspannung

Wie im vorherigen Abschnitt angesprochen ist es wichtig, dass wir es verstehen Anspannung und Entspannung im Gleichgewicht zu halten, damit Du Deine beste Leistung erbringen kannst. Das bedeutet, wenn Du intensiv an einem Thema gearbeitet hast, gönne Dir eine Pause von mindestens fünfzehn Minuten. Während Du an einer Aufgabe arbeitest, baue Dir Pausen ein. Das können ganz kurze Pausen sein, in denen Du einen Moment nachdenkst, einfach mal kurz aus dem Fenster siehst, etwas trinkst oder isst, oder etwas kopierst. Wichtig ist, dass Du ein Gleichgewicht zwischen intensiver Arbeit und Entspannung hälst. Von Einstein wird berichtet, dass er während er mit seinem Segelboot auf dem Wannsee unterwegs war, die besten Ideen hatte. Vorher hatte er hart an seinem Thema gearbeitet.

Wer produktiv ist, ist glücklich

Damit dieser Satz wahr wird, gehört noch ein weiterer wichtiger Punkt dazu; der Sinn in Deiner Arbeit. Wenn Du einen Sinn in Deiner Arbeit und in Deinem Sein siehst, wirst Du die beste Produktivität erlangen, die Du Dir vorstellen kannst, denn Du hast Spaß an Deiner Arbeit und sie erfüllt Dich mit Glück. Das bedeutet nicht, dass sich keine Probleme Dir mehr in den Weg stellen werden, die Dich herausfordern, doch Du gehst sie völlig anders an, weil Du weißt wofür Du diese Klippen umschiffst. Wenn Du den Sinn in Deiner Arbeit erkennst, findest Du jeden Tag einen Grund für einen positiven Mindset.

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