Rückzug

Kennst du es, dass du dich zurückziehst, wenn du im Stress bist? Warum ziehst du ich zurück? Meinst du wirklich, dass du mehr schaffst, wenn du dich zurückziehst? Ich behaupte jetzt provokant: Nein.

In der Regel ziehst du dich zurück, weil du mehr schaffen willst, obwohl Studien zeigen, dass mehr arbeiten nicht deine Produktivität steigert. Im Grunde genommen müsstest du es genau das Gegenteil machen. Stärker deine sozialen Kontakte pflegen und weniger Zeit in deine Arbeit stecken. Wenn du das jetzt liest, denkst du wahrscheinlich: “Die hat doch einen Knall.” Ganz ehrlich: Damit kann ich gut leben. Doch wenn du so denkst, solltest du jetzt auf jeden Fall weiterlesen…

Soziale Kontakte

Studien behaupten, dass soziale Kontakte unser Leben verlängern, denn der Mensch ist ein Herdentier, kein Einzeltier. Soziale Kontakte fügen sogar Jahre an unser Leben dran. Der Stress, den du dir durch deine Einsamkeit zufügst, führt dazu, dass du nicht mehr so viel wie früher schaffst, weil du deine Reserven stärker aufbrauchst, als dass du sie auffüllst und damit ein Minusgeschäft machst. Grundsätzlich ist Dein Verhalten eine logische Konsequenz der mangelnden Energie, doch begehst du einen fatalen Fehler. Der Stress fordert deinem Körper Energie ab, die du nicht genügend auffüllst, wenn du deine sozialen Kontakte vernachlässigst und so wirst du in der Konsequenz leistungsschwächer. Warum? Weil du vielleicht schön länger am Anschlag arbeitest, da deine Ansprüche zu hoch sind, weil du dir zu wenige Pausen gönnst, um alle gegebenen Aufgabe zu erledigen, aber vergisst den Kontakt zu Freunden und Familie aufrecht zu erhalten, um Energie zu tanken. Du weißt viel besser als ich, warum du zur Zeit nicht die volle Leistung erbringst. Aber ich denke, dass du bereits verstehst, warum du gerade einen Fehler begehst.

Arbeitszeit

Im nächsten Schritt will ich dir Tipps geben wie es dir gelingt wieder produktiver und effizienter zu werden. Im ersten Schritt solltest du dir überlegen wie du es schaffst, dass du deine Arbeitszeit reduzierst, um mehr Erholung zu erhalten. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das für dich bereits eine Herausforderung ist, weil du bisher davon ausgegangen bist, wenn du nur mehr Zeit in die Arbeit investierst, schaffst du deine Aufgaben. Leider förderst du so, dass du tiefer in den Stress beziehungsweise ins Burnout sackst, denn dein Körper ist bereits erschöpft und schreit nach Ruhe.

Vielleicht hast du bereits Schlafstörungen, oder bist häufiger erkältet als dir lieb ist. Auch diese psychosomatischen Reaktionen sind Schreie des Körpers nach Ruhe und Erholung. Wenn du ihn nicht weiter belasten willst, versuche eine neue Balance zwischen deiner Arbeits- und deiner Erholungszeit zu finden. Eine Möglichkeit, und ich denke, dass es für dich im Moment die einfachste Möglichkeit ist, ist die Arbeitszeit so weit zu reduzieren – ich gehe jetzt mal davon aus, dass du in der Vergangenheit nicht Nein-sagen möchtest -, dass du keine Überstunden mehr machst und der Feierabend wirklich dein ist. Damit hast du bereits den ersten Schritt gemacht.

Grenzen setzen

Wenn du das über einen längeren Zeitraum durchsetzt, wirst du feststellen, dass du wieder Kraft tankst. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass du die verbleibende Zeit nicht wieder mit Aufgaben voll packst, sondern zum Beispiel jeden Abend meditierst, oder Mandala ausmalst, strickst oder häkelst, oder, oder, oder; dir eben einfach Zeit für Dich nimmst.

Widerstand

Für deinen Chef und für deine Kollegen ist es natürlich überraschend und entsprechend werden sie zu Beginn reagieren. Sie werden versuchen deine Bemühungen zu sabotieren, weil die Rolle, die du vorher eingenommen hast für sie bequem war und in das System passte. Durch deine Entscheidung dich zu verändern und deine Interessen durchzusetzen, veränderst du das System, so dass du Widerstand erzeugst. Wenn du jedoch standhaft bleibst, verändert sich das System zu deinen Gunsten und die Widerstand verebbt und deine Entscheidung wird akzeptiert.

Im nächsten Schritt überlege dir, wie dein Verhältnis zwischen Arbeit und Erholung in Zukunft gestalten willst. Ich habe dir im ersten Schritt oben vorgeschlagen, dass du die Überstunden fallen lässt. Doch wenn du keine machst und dennoch das Gefühl hast, dass du gestresst bist, überlege dir, ob du die Arbeitsstunden nicht weiter herunterfährst, damit du das Verhältnis zwischen Erholung und Arbeit besser ausbalancierst. Hinzu kann kommen, dass du dich vielleicht zusätzlich um Familienangehörige kümmerst und somit deine Erholungszeit schon wieder mit Arbeit und Verantwortung besetzt ist und für dich weniger Zeit zur Erholung bleibt. Wenn das der Fall ist, überlege dir gut, ob du die Stunden nicht reduzierst, damit es dir wieder gelingt Energie aufzutanken und die gewonnene Zeit dir die Möglichkeit gibt, aus dem Schneckenhaus herauszukriechen und das Hamsterrad zu verlassen.

Hast du bereits eine Idee wie du heute deine gewonnene Zeit genießen willst? Solltest du dabei Unterstützung benötigen, buche gleich mein Onlinecoaching LOS mit Gudrun!

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