Ruhe

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Immer wieder höre ich, dass sich die Menschen Ruhe suchen. Warum finden sie sie nicht? Weil sie keine Ruhe in ihren Alltag einbauen. Wenn sie zu Hause sind, wird als erstes der Fernseher angemacht oder das Radio eingeschaltet. Wenn ein Moment nichts zu tun ist, wird das Handy in die Hand genommen und gleich mal die WhatsApp Nachrichten gelesen oder auf Facebook jemandem guten Morgen gewünscht, etc. Ruhe kann so nicht entstehen, selbst wenn ich jetzt Dich sagen höre, wenn ich im Handy lese, habe ich Ruhe. Nein, hast Du nicht, denn die Handystrahlung verändert unmerklich Deinen Herzschlag, Dein psychophysiologisches System. Daher ist es wichtig kein Handy im Schlafzimmer zu haben, denn die Handystrahlen verändern sogar Deinen Schlaf.

Schaltet doch einfach mal das Fernsehen, das Radio oder das Handy aus und legt es in einen anderen Raum, setzt Euch hin und lasst die Gedanken laufen. Beobachtet dabei Euren Körper, die Atmung, die Vorgänge im Körper, hört auf die Geräusche in Eurer Umwelt.

Ruhe tritt erst ein, wenn wir nichts tun. Ruhe tritt erst ein, wenn wir das Denken einstellen. Jetzt magst Du fragen wie das geht, denn wir denken doch immer. Stimmt, aber tibitanische Mönche schaffen es durch Meditation sich in einen Zustand zu bringen wo das Denken über den Alltag und das Leben nicht mehr stattfindet. Diesen Zustand werden wir sicherlich nicht erreichen, aber wir können etwas dazu beitragen, dass wir zur Ruhe kommen.

Wenn Ihr ganz in eine Aufgabe vertieft seid und Euch spricht jemand an, was passiert dann? Erschreckt Ihr? Jeder der das kennt, weiß was ich mit Ruhe meine. Wenn wir in der Ruhe oder im Flow gestört werden, schrecken wir auf, weil wir ganz bei uns waren. Um in Flow zu geraten, sagen Studien benötigen wir circa zwanzig Minuten. Diese Zeit  benötigen wir bis wir zur Ruhe kommen. Erst dann sind wir in der Lage uns voll auf etwas zu konzentrieren bzw. einzulassen.

Nehmt Euch die Zeit, um abzuschalten und zur Ruhe zukommen. Wichtig ist, dass Ihr dabei nicht einschlaft, denn aus Erfahrung weiß ich, dass viele bei Ruhe müde werden, da sie diesen Zustand gar nicht kennen. Allerdings ändert sich das, je länger Ihr ihn praktiziert.

Wer das zur Ruhe kommen weiter vertiefen möchte, sollte sich mit Meditation beschäftigen und diese üben, denn Ruhe und Meditation helfen meines Wissen den Herzschlag runterzufahren, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und den Cortisolspiegel in ein Gleichgewicht zu bringen.

Wie sieht Eurer Arbeitsplatz aus. Handelt es sich dabei um ein Großraumbüro, in dem der eine Kollege hinter Dir telefoniert, der rechts gerade am Handy sitzt und chattet und links jemand mit einem Kollegen ein Projekt durchspricht? Als nächstes telefonierst Du, der Nachbarkollege will einen Bericht schreiben und ein Dritter läuft an Dir lauten Schrittes vorbei. Das Neolicht ist an, weil es draußen trüb ist. So dreht sich das Karussell den ganzen Tag. Niemals ist Ruhe und selbst auf der Toilette trifft Ihr (männlich) einen Kollegen und bespricht noch schnell etwas mit ihm. Je weniger Ruhe Ihr auf der Arbeit habt, je wichtiger ist Euer zu Hause und der Schlaf als Regenerationsmöglichkeiten. Wenn der Körper ständig durch Lärm gestresst wird, werdet Ihr krank, denn Lärm ist einer der größten Stressquellen.

Zieht Euch zurück in die Ruhe. Wenn das in der Wohnung nicht möglich ist, geht in den Wald. Wenn Ihr keinen Wald habt, geht in einen Park oder fahrt raus in die Natur. Sucht aktiv nach Lösungen. Oder wie Wilhelm Busch es formulierte:

„Wer leben will, der muss was tun.“

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