Du bist gestresst und hast das Gefühl nicht mehr zu wissen was du eigentlich willst. Viele Möglichkeiten stehen dir offen, doch du bist nicht in der Lage eine Entscheidung zu treffen. Dann ist es auf jeden Fall so, dass du dich selbst verloren hast. Jetzt stellt sich die Frage wie gelingt es dir wieder du selber zu werden.

Ein ganz wichtiger Punkt wie du wieder du selber wirst, ist die Authenzität. Du magst dich jetzt fragen warum du nicht authentisch bist, doch ich sage dir, dass der Stress, den du zur Zeit erlebst, dich daran hindert authentisch zu sein. Was ist authentisch? Wenn du authentisch bist, passt die äußere Realität mit deiner inneren Einstellung, mit deinem Inneren Ich zusammen und steht in Harmonie. Du bist aber genau deswegen gestresst weil du nicht in Harmonie lebst. Die Frage ist jetzt wie kannst du das ändern. Darauf möchte ich heute eingehen.

Bist du dir über deine Vision oder Lebensaufgabe im Klaren? Wenn du weißt wofür du lebst und wofür du deine Energie in deinem Leben nutzen willst, dann hast du deine Lebensaufgabe gefunden. Ich gehe jedoch davon aus, dass das im Moment nicht der Fall ist. Welche Eigenschaften hast du kopiert von deinen Eltern und deinem Umfeld? Welche Eigenschaften bist nicht du? Welche Aufgaben übernimmst du, um deinem Chef zu gefallen? Welche Verhaltensweisen zeigst du, um deinen Kollegen zu gefallen? Welche Verhaltensweisen sind nicht mit dir kompatibel? Alles, was dich stresst, bist du nicht. Je weniger du selbst bist, desto stärker hast du dich verloren.

Vollkommene Authenzität ist nicht möglich

Wenn du dir jetzt wünscht vollkommene Authenzität zu erleben, so ist das sicherlich in Momenten deines Lebens möglich, aber definitiv nicht über einen langen Zeitraum. Sicherlich wäre vollständige Authenzität möglich, wenn du alleine auf einer Insel leben würdest, doch in der Gemeinschaft ist dieses unrealistisch, denn andere Menschen haben eine andere Authenzität als du selber. Der andere hat andere Erfahrungen während seines Lebens gemacht als du. Deine Gene helfen dir authentisch zu leben, aber die Umwelt beeinflusst deine Gene und hilft dir deine Authenzität zu leben, in dem in den Gene verankert ist was für dein Leben wichtig ist, aber dir auch die Möglichkeit gibt sie in deiner Umwelt so anzupassen, dass deine Realität mit dir der Umwelt zusammenpasst. Es geht nicht darum, dass du Authenzität überall und immer durchsetzt, denn das wäre Egoismus, sondern das Authenzität hilft dir dich in der Umwelt, in der du lebst zu entfalten und die Visionen, die dich ausmachen in der Gemeinschaft zu verwirklichen.

Gefühle

Damit du in der Welt, in der du lebst authentisch bist, braucht es Entscheidungen. Wenn du sehr gestresst bist, hast du wahrscheinlich den Bezug zu dir verloren, und deine erste Aufgabe ist es für dich herauszufinden welche Vision dein Leben haben soll. Finde ein Ja zu dir. Es ist klar, dass nicht alles im Leben positiv ist, auch wenn du dir das gerne wünscht, gibt es das nicht. Du hast die Möglichkeit dich zu entscheiden deine Vision deines Lebens Realität werden zu lassen. Um das zu erreichen, es ist wichtig dass du dich mit deinen Gefühlen auseinandersetzt.

Finde Deine Gefühle heraus. Jetzt ist es so, dass deine Gedanken deine Gefühle beeinflussen beziehungsweise sogar hervorrufen. Wenn du in stark im Stress bist, bist du im Tunnelblick, und dieser blockiert Teile deine Gedanken. Oft siehst du unter Stress dein Leben verzerrt. Erst wenn du beginnst dich der Welt zu öffnen und zu dem was von dir gefordert wird nein zu sagen, hast du eine Chance wieder authentisch zu leben. In dem Moment, in dem du wahrnimmst, dass die äußere Welt mit deiner inneren über ein stimmt bist du authentisch.

Jetzt wird es noch etwas komplizierter…

Jetzt wird es noch immer etwas komplizierter denn wie ich bereits sagte besteht dein Leben aus Erfahrungen, die dein Denken, dein Handeln und natürlich auch deine Gefühle beeinflussen. Diese persönliche Entwicklung hat Einfluss auf deine Authenzität beziehungsweise was du als authentisch erlebst, das heißt, dass du im Fluss mit deiner eigenen Wahrheit bist, wenn du authentisch sein willst. Es bedeutet im Wohnraum nichts anderes, als dass du deine Meinung ändern darfst. Wofür du als Jugendlicher standest, muss nicht das sein wofür du heute stehst. Deine Erfahrung kann dafür sorgen, dass heute authentisch sein etwas anderes ist als es für dich in der Jugend war, oder anders ausgedrückt was gestern stimmig war, muss heute nicht mehr stimmig sein. Authentisch bist du immer dann wenn du das was dir wichtig ist mutig nach außen vertritt ist. Authentizität ist die kontinuierliche Entdeckung deiner inneren Wahrheit und der Mut diese innere Wahrheit deine Gemeinschaft mitzuteilen, zu vertreten und durchzusetzen. Leider sind leben wir in einer Gesellschaft, die das immer weniger duldet, denn wie sonst ist es zu erklären, dass wir zum Beispiel so wenige Unternehmensgründungen und so viele große Konzerne haben.

Authentizität ist ein Prozess

Deine Authentizität wieder zu finden und den Stress hinter dir zu lassen, ist ein Prozess beziehungsweise eine Entdeckungsreise zu dir selbst, der Mut benötigt.

1. Unstimmigkeiten in deiner inneren und äußeren Welt

Wenn du jetzt über deine Situation nach denkst wo findest du Unstimmigkeiten? Hasst du deinen Job? Hast du es auf deine Eltern oder Großeltern aufzupassen, weil sie dement sind? Gibt es andere Menschen die du in deinem Leben nicht magst, Aber dich nicht traust den Kontakt abzubrechen, weil du glaubst das sie dir noch mal nützlich sein können Oder nützlich sind? Übernimmst du Aufgaben, um deinen Job nicht zu verlieren? Übernimmst du Projekte, obwohl du weißt, dass die Aufgaben die du bereits bewältigst nicht, zu schaffen sind?

Lehnst du bestimmte Gefühle ab, weil sie negativ sind, weil sie dich traurig machen, weil sie dich wütend machen? Natürlich will niemand diese negativen Gefühle empfinden, doch ist es wichtig, dass du den Schmerz, die Wut, die Ohnmacht und oder die Aggression durchlebst, weil sie zu deinem, und auch alle anderen Menschen leben, die hören. Es sind die Gefühle, die du gerade erlebst. Wenn du authentisch sein willst, nehme sie wahr, akzeptiere sie und lerne sie anderen mitzuteilen ohne die Person, die Sie ausgelöst hat anzugreifen. Wenn du deine Gefühle äußerst, nutze die Ich-Form und beschreibe die Emotionen, die du gerade empfindest.

2. Verändere die Unstimmigkeiten zwischen deiner inneren und äußeren Realität

Gehe Schritt für Schritt vor, damit du dich nicht überforderst, denn sobald du dich überforderst, wirst du deinen Weg abbrechen, weil du nicht mehr in der Lage bist die Entscheidung, die für dich gut ist zu treffen. Im Moment Überforderung hast du dich wieder verloren.

Sobald du die Unstimmigkeiten zwischen deiner inneren und äußeren Realität beginnst zu verändern, wirst du feststellen, dass dein Umfeld darauf reagieren wird, weil deine Veränderung zum einen deine Gedanken und Gefühle, aber eben auch im nächsten Schritt dein Verhalten gegenüber Situationen verändern wird und wer will schon ein funktionierendes System verändert haben. Bisher hast du doch gut in das System gepasst und warum wirst du jetzt unbequem? Diese Veränderung wird deine Umwelt dir mit Widerstand quittieren. Doch ich sage dir jetzt schon an deren Widerstand wirst du wachsen und lernen deine Authentizität gegen Widerstände zu leben und durch zu setzen.

3. Akzeptiere, wenn du bei anderen schlecht dastehst

Ich habe vorhin schon mal Bezug auf deinen Egoismus genommen und diesen möchte ich jetzt wieder aufgreifen. Dein Ego hat zum Ziel sich immer bei anderen gut darzustellen, doch das ist hinderlich, wenn du dein Leben authentisch leben willst. Die Wahrheit ist, dass du nicht alles was du möchtest, durchsetzen können wirst. Das beinhaltet auch, und vor allem in der Anfangsphase, dass du dich blamieren wirst, dass sich andere auslachen und manchmal auch, dass du über die Stränge schlägst, weil du mit zu viel Willen authentisch leben wirst und damit dein Umfeld verletzt. Was so ein Ego allerdings überhaupt gar nicht mag ist Scham. Oft ist es so, dass wir nicht zeigen wer wir in Wirklichkeit sind, weil es uns peinlich ist, weil wir uns für das was wir sind schämen. Wir schämen uns am meisten für die Gefühle die wir empfinden. Doch wären die Menschen in unserem Umfeld ehrlich zu sich, würden sie feststellen, dass sie die selben Gefühle haben beziehungsweise hätten wie du. Da wir in einer Gesellschaft leben in der wir unsere wahren Gefühle selten zeigen, ist es nicht verwunderlich, wenn du dich für die Gefühle die du empfindest, schämst. Doch genau aus dem Grunde bist du authentisch, wenn du deine Gefühle ehrlich wahrnimmst und entscheidest wie du mit deinen Gefühlen umgehst.

Bereits als Kind haben deine Eltern versucht dich so zu erziehen, dass du gut in diese Gesellschaft passt. Leider haben sie dabei übersehen dich als die Person wahrzunehmen die du wirklich bist und wie es dir gelingt mit deiner Authentizität in dieser Gesellschaft zu leben. Deine Eltern haben definitiv das Beste für dich gewollt, doch leider haben sie dabei übersehen, wie du glücklich in dieser Gesellschaft mit deiner Persönlichkeit leben kannst. Was ist deine Eltern wollten, ist das nicht die Gesellschaft nicht verletzt.

4. Authentizität bedeutet verletzlich sein

Deine Eltern haben dabei übersehen, dass Verletzlichkeit zu Authentizität dazugehört. Verletzlichkeit bedeutet, dass du deiner Umgebung deine wahren Gefühle zeigst. Jetzt magst du wirklich fragen wie soll ich denn meine wahren Gefühle überhaupt wahrnehmen? Lerne auf dein Inneres zu hören, sei achtsam auf das was innerlich in dir vorgeht. Je mehr du lernst auf deine inneren Reaktionen so achten, desto besser wirst du im Einklang mit der äußeren Realität leben. Verletzlich zu sein ist grundsätzlich keine Schwäche, sondern eine Stärke. Je mehr du deine Verletzlichkeit zulassen kannst, desto mehr lernst du mit ihr umzugehen und sie in Stärke, manchmal sogar als Waffe zu nutzen. Verletzlichkeit wahrzunehmen und sie nicht zu verdrängen, bedeutet Authentizität.

5. Mache dir alle deine Gefühle bewusst und gestehe sie dir und anderen ein

Nachdem du dir deine Verletzbarkeit klargemacht hast, möchte ich noch mal darauf hinweisen wie wichtig es ist dass du dir alle Gefühle klar machst. Es geht aber nicht nur um negative Gefühle, sondern auch um deine positiven Gefühle. Die negativen Gedanken und die einhergehenden Gefühle nehmen wir dreimal so stark wahr wie die positiven. Doch die positiven sind genau die die dich voranbringen, die dich nicht aufgeben lassen, wenn Hindernisse dich daran hindern wollen deine Lebensvision zu leben. Daher ist es so wichtig dass du dir all deine Gefühle gewahr wirst. Je besser du deine Gefühle wahrnimmst, akzeptierst und und mit deiner Umwelt ab gleichst, desto mehr wirst du mit dir im Reinen sein und desto weniger Stress würdest du im Leben erfahren, weil du authentisch lebst. Wichtig ist, dass du deine Umwelt deine Gefühle mitteilst und nicht sie für deine negativen Gefühle verantwortlich machst denn Gefühle an sich sind neutral. Es sind deine Gedanken die die Gefühle entstehen lassen und von daher ist es wichtig, wenn du authentisch sein willst, dass du Deine Gedanken die Deinen Gefühlen vorausgegangen sind, bewusst wirst. Die Schwierigkeit im Alltag ist, dass du 50.000-80.000 Gedanken am Tag denkst, dass du sehr häufig nicht bewusst deine Gedanken im Alltag steuerst, sondern deine Gedanken automatisch, unbewusst auftreten und Gefühle und Emotionen auslösen, die dir peinlich sind und, wenn du bewusst darüber nachdenkst nicht zur Situation passen. Dennoch hat jede Emotion und jedes Gefühl seine Berechtigung. Im nächsten Schritt gilt es diese Gefühle zu akzeptieren und zu recherchieren welche Gedanken diesen Gefühlen vorausgingen. Das kannst du trainieren, auch wenn es eine gewisse Zeit brauchen wird, bist du Erfolg hast. Wenn du beginnst dir deine Gedanken bewusst zu werden, wirst du feststellen dass es oft die negativen Gedanken sind die Gefühle auslösen, die du in einer bestimmten Situation nicht wünscht. Bei diesem negativen Gedanken handelt es sich oft um Glaubenssätze, die du von deinen Eltern in deiner Kindheit an erzogen bekommen hast, die aber zu deinem heutigen und jetzigen Leben nicht mehr passen. Du darfst nicht vergessen, dass wir in einer Gesellschaft leben, die sich sehr schnell verändert und als ich dich deine Eltern mit diesen Glaubenssätzen erzogen, sie zur damaligen Zeit passten.

Werde deiner Glaubenssätze bewusst

Ich erwähnte bereits dass wir jeden Tag sehr viel mehr Gedanken haben als uns bewusst ist. Die meisten Gedanken die wir am Tag denken sind neutral. Ein Bruchteil der Gesamtgedanken ist hilfreich und positiv. Doch wie bereits erwähnt ist ein Teil negativ. Unsere negativen Gedanken wie zum Beispiel: „Ich kann das nicht.“ oder „Ich bin stark.“ Oder „Ich will geliebt werden.“ sind in deiner heutigen Lebenssituation nicht mehr passend. Von wem willst du denn geliebt werden? Von deinem Chef? Warum? Wenn es hart auf hart kommt, ist er der jenige der dich entlässt, um sein Unternehmen und oft auch sein Kind zu retten. Auf der Arbeit hast du die Aufgaben die dir gegeben werden so gut wie es dir möglich ist zu erledigen. Der Glaubenssatz: “Ich bin perfekt.“ würde dich in diesem Fall hindern, die Leistung die von dir erwartet wird in der Zeit zu absolvieren, die dir gegeben wird, denn die Arbeitsverdichtung hat in den letzten zehn Jahren stark zugenommen. Daher stellt sich die Frage, ob du in der Lage bist das Arbeitspensum, sprich in diesem Fall die Arbeitsgeschwindigkeit, mit deiner inneren Realität zu vereinbaren. Wenn du jetzt ja sagst, lebst du in deiner Authentizität.

Wenn du allerdings feststellst, dass das Arbeitspensum für dich zu Stress führt, solltest du dir überlegen, ob es daran liegt dass du die Aufgabe perfekt lösen willst, obwohl vielleicht 80 % reichen würden, oder ob du Dich damit einverstanden erklären kannst schneller zu arbeiten und 80 % Qualität zu liefern. Wenn du dich nicht der Anforderung anpassen kannst, weil die Situation nicht mit der inneren Realität nicht zu vereinbaren ist, wirst du in Stress geraten. Dann gibt es drei Möglichkeiten. Entweder du kündigst, weil du einfach weißt, dass du das mit deiner inneren Realität nicht vereinbaren kannst, oder du weißt, dass dass die Aufgabe zu dir passt oder du dich persönlich weiter entwickeln willst und kannst, um die Aufgabe so auszuführen wie sie von dir gefordert wird. Nun gibt es die dritte Möglichkeit, dass du die Aufgabe so ausführst wie sie gewünscht wird, obwohl dich die Aufgabe nicht erfüllt. Diese Möglichkeit steht hier offen, wenn du nicht mit der Aufgabe identifizierst, sondern ein drittes Ziel verfolgt, zum Beispiel kann eine Aufgabe deine Lebenshaltungskosten erfüllen, und der Wert Sicherheit für dich höher steht als die erfüllende Aufgabe. So hast du die Möglichkeit in der Situation authentisch zu handeln, weil der Wert, den du dieser Aufgabe gibst, deine innere und äußere Realität zusammen führt.

Wenn du jetzt feststellst, dass du Schwierigkeiten hast deine innere und äußere Realität zusammen zu bringen, biete ich dir gerne ein kostenloses Beratungsgespräch an.

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