Stress macht nicht krank

Stress als krank machend zu sehen und ihn zu vermeiden, ist nicht gesund für unseren Körper. Unser Körper braucht regelmäßigen Stress ansonsten wird er krank.

Aber unser Körper braucht auch Ruhezeiten, in denen es keinen oder wenig Stress gibt. Dieser Wechsel zwischen Stress und Erholung ist für uns im Grunde genommen überlebenswichtig. Nur wenn der Stress zu viel wird, wir psychosomatische Beschwerden bekommen, nicht mehr abschalten können oder wir nicht einschlafen, weil wir zu viel grübeln, dann haben wir definitiv zu viel Stress.

Hochzeit

Wer würde vor der Vorbereitung einer Hochzeit zurückschrecken? Bloß, weil es während der Hochzeitsvorbereitungen viel zu erledigen gibt, käme kaum jemand auf die Idee diese abzusagen, wenn es nicht dringende oder wichtige Gründe dafür gäbe. Also warum haben viele heutzutage Angst vor Stress?

Anders sieht es bei negativem Stress aus. Diesem möchten die meisten entweichen. Doch diesem Auszuweichen, hälst Dich davon ab, Dich in Deiner Persönlichkeit zu entwickeln. Daher ist es wichtig, dass wir immer wieder Phase negativen Stresses erleben.

Achtsamkeit

Viele reden über Achtsamkeit sich selber gegenüber und meinen damit besser mit dem Stress umgehen zu können. Grundsätzlich ist Achtsamkeit wichtig, um seinen Stress zu reduzieren. Doch habe ich das Gefühl, dass Achtsamkeit oft dahingehend missverstanden wird, dass wir damit dem Stress aus dem Wege gehen, obwohl Achtsamkeit eigentlich eine Methode ist um gelassener mit Stress umzugehen und nicht bedeutet den Stress zu meiden.

Umgang mit Stress

Mit Stress umgehen zu lernen lautet die eigentliche Herausforderung. Stress hat jeder im Leben, doch wie wir mit ihm umgehen ist wichtig. Dabei müssen wir zwischen organisatorischem und psychischem Stress unterscheiden. Organisatorischer Stress lässt sich leicht durch Prioritäten, Nein-Sagen, Delegieren, etc. auflösen.

Schwieriger wird es da schon bei psychischem Stress, denn der beschäftigt Dich sehr stark, nimmt Dir die Konzentration und lässt Dich vielleicht nicht einschlafen, weil Du nach Lösungen grübelst.

Grübeln

Das tücksche am Grübeln ist, dass Du Dich mit Deinen Gedanken vielfach im Kreise drehst und zu keiner Lösung kommst. Erst wenn es Dir gelingt aus dem Kreislauf Deiner Gedanken zurück in die Realität zu kommen, wirst Du beginnen das Thema realistisch zu durchdenken und kreativ Lösungen finden.

Alltag

Natürlich überschneiden sich im Alltag die Stresslebel und die Stressarten. Doch gibt es vor allem beim Grübeln Wiederholungen, die Dir zeigen, dass Du dort ein Thema hast, welches Du bearbeiten solltest. Warum ist das wichtig? Weil diese “Baustellen” Deine Konzentration senken und Deine Kreativität im Alltag reduzieren. Du bist in einen Tunnel gelaufen und jetzt heißt es diesen Tunnel wieder zu verlassen. Dafür kann es nötig sein, dass Du ganz tief in Dich hinein hören oder fühlen musst, um Gemeinsamkeiten zu anderen Situationen aus Deinem Leben zu finden. Das kann manchmal sehr schmerzhaft sein und es kann Dir passieren, dass Du viele Situationen aus Deinem Leben wieder durchlebst. Doch wenn Du den Mut hast, genau hinzusehen, wirst Du feststellen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Du in Zukunft eine ähnliche Situation so wieder erleben wirst, sinkt, weil Du sehr viel schneller die Mechanismen durchschaust, die Dich in dem Moment triggern. Oft sind es Situationen und Verhaltensweisen Deiner Kindheit. Diese aufzulösen, kann Dich freier machen. Das Spannende daran ist, dass Du neue Verhaltensweise ausprobierst und die Varianz Deines Verhaltensrepertoire erweiterst. Daher ist diese Herausforderung, wenn Du sie annimmst, ist sie für Dich definitiv ein Gewinn.

Auflösung von Situationen

Wichtig ist bei der Auflösung solcher Situationen, dass Du achtsam mit Dir umgehst und wirklich schaust, dass Du in Zukunft rechtzeitig Grenzen setzt. Denn häufig wird es sich dabei um Grenzüberschreitungen handeln, die Deine Eltern bereits forderten und zu mangelndem Selbstbewusstsein geführt haben, weil Du an dieser Stelle nicht selbst-wirksam bist, sondern Dich ausgeliefert fühlst.

Entscheidungen

Es kann sich dabei auch um Entscheidungen aus Deiner Kindheit handeln, die Du aufgrund fehlender Alternativen trafst, z.B. weil Deine Bezugsperson verzogen ist oder verstorben ist. Diese zu durchschauen und zu verändern benötigt ein Gutes in Dich hineinhören, was Dich gerade triggert und die Überlegung wie Du diese Situation in Zukunft bewältigen willst, wenn sie wieder auftaucht.

Alternative Verhaltensweisen

Die alternativen Verhaltensweisen zu erlernen, bedeutet, dass Du Dich hinsetzt und Dir zuerst einmal alles aufschreibst was Dir einfällt, denn alles was Dir einfällt, passt zu Dir, wenn es mit Deinem Bauch zusammenpasst. Überlege Dir dabei Situationen in denen Du diese neuen Ideen einsetzen kannst, denn je bildlicher Du Dir diese Situation vorstellst, je einfacher wird es in der Zukunft in der auftretenden Situation Deine Idee umzusetzen. Dabei darfst Du sämtliche Gefühle und Emotionen durchleben.

Natürlich wirst Du dabei auch Schiffbruch erleiden, weil Du keine Erfahrung mit dem Anwenden Deiner neuen Verhaltensweise hast. Je häufiger Du sie in Dein Leben einbaust, je variabler wirst Du in der Lage sein, auf den anderen zu reagieren. Achte dabei auf die Körpersprache des anderen, denn je besser Du diese liest, je angepasster bist Du in der Lage auf den anderen zu reagieren und je weniger wirst Du ihn oder sie vor den Kopf stoßen ohne Dein Gesicht zu verlieren.

Solltest Du Dir für Deine Verhaltensänderung Begleitung wünschen, buche gleich mein kostenloses Strategiegespräch.

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