Stresssituationen erkennen

Weißt Du genau welche Situationen Dich stressen? Weißt Du was Dir Deine Lebenskraft raubt? Oft sind wir uns dessen gar nicht bewusst. Doch liegen wir im Bett und grübeln, weil wir den Tag so stressig, so nervig, so unproduktiv empfanden. Hast Du das Gefühl, dass Du Deine Arbeit während der Arbeitszeit nicht schaffst, sondern Überstunden machst und Dich darüber ärgerst?

Warum schreibst Du Dir nicht Situationen die Dich nerven umgehend in ein Buch? Nun magst Du fragen welchen Vorteil soll mir das bringen außer, dass es noch mehr Zeit verschlingt und ich doch sowieso schon im Stress bin? Dieses erkläre ich Dir jetzt.

Erkennen von Stresssituationen

Um Deinen Stress zu reduzieren, muss Du Dir klar sein was Dich stresst. Wie oft sagst Du, dass war wieder ein stressiger Tag auf der Arbeit. Wenn Du diesen Satz häufiger sagst, wird es Zeit, dass Du genauer hinschaust und herausfindest, was Dich an dem Tag wirklich gestresst hat.

Laut einer Befragung sagen immer mehr Arbeitnehmern, dass sich die Arbeit verdichtet. Aufgrund dieses Ergebnisses haben Psychologen sich die Arbeitsmenge und die Arbeitsdichte genauer angesehen und kamen zu dem Schluss, dass dem gar nicht unbedingt so ist, sondern ein Vergleich mit vor einigen Jahren, ich glaube, es waren sogar Jahrzehnte zeigte, dass es eher weniger Arbeit ist, die wir heute zu bewältigen haben. Also begannen die Forscher zu überlegen was denn eigentlich der Grund für dieses Ergebnis ist und kommen im Moment zu dem Schluss, dass die Arbeitnehmer ihre Situation so einschätzen, weil sie älter werden und die Leistungsfähigkeit abnimmt.

Selbst wenn es so ist, bringt dieses Ergebnis keinem Arbeitnehmer, der in der Situation steckt eine Veränderung seiner Situation. Deshalb ist es wichtig, dass Du aufschreibst, welche Situationen Dich wirklich stressen, damit Du Deinen Arbeitsalltag entlasten kannst. Natürlich ist es nicht damit getan, dass Du die Situation aufgeschrieben hast. Beschreibe die Situation, die Dich stresst so detailliert wie möglich. Vergiss dabei nicht aufzuschreiben wie Du auf die Situation reagierst. Welche Gedanken sind Dir beim Auftreten dieser Situation durch den Kopf gegangen? Sei dabei ehrlich zu Dir selbst, denn wenn Du Dich anlügst, wird es schwer sein, Deinen Stress zu reduzieren. Im nächsten Schritt kannst Du alle Situationen die Du aufgeschrieben hast, bewerten, denn damit findest Du heraus wie sehr Dich die Situation belastet. Dabei bewerte jede Situation zwischen 0 und 10. Zehn ist dabei Hyperstress und null ruft überhaupt keinen Stress hervor.

Prioritäten

Nun erkennst Du welche Situationen Dich am meisten stressen und kannst eine Prioritätenliste erstellen. So hast Du klar vor Augen welches für Dich die stressigsten Situationen in Deinem Arbeitsleben sind. Natürlich kannst Du diese Übung für Dein Privatleben wiederholen, um Stressquellen zu identifizieren.

Im nächsten Schritt übe Deine Gedanken bei der Wiederholung der Situation beziehungsweise einer ähnlichen Situation in positive Gedanken zu verwandeln. Dafür überlege Dir, nachdem Du eine Situation aufgeschrieben hast, wie Du die bisherigen Gedanken ersetzen willst, denn dann fällt es Dir leichter in der eintretenden Situation Deine neuen Gedanken abzurufen. Wenn Du hinterher feststellst, dass Dir andere Gedanken durch den Kopf gingen, schreibe sie zu der neuen Situation und stelle eine Verbindung zu der ursprünglichen her, denn so kannst Du im Rückblick erkennen wie Du Dich positiv entwickelt hast und Dich über Deinen Weg stolz sein.

Verhalten

Im nächsten Schritt stelle Dir vor wie Du Dich in der beschriebenen Situation in Zukunft verhalten willst. Wie willst Du Dein Verhalten verändern und was willst Du beibehalten? Wenn Du herausgefunden hast wie Du Dich beim nächsten Mal verhalten willst, wird es Dir einfacher sein Dein neues Verhalten anzuwenden und durchzusetzen als wenn Du in dem Moment erst entscheidest wie Du Dich verhalten willst.

Konsequenzen

Hast Du aufgeschrieben welche Konsequenzen Dein Verhalten hatte? Wenn Du das noch nicht aufgeschrieben hast, ergänze es jetzt. Wahrscheinlich waren es keine guten Konsequenzen, denn ansonsten würdest Du jetzt keinen Stress empfinden. Damit Du in Deiner zukünftigen Situation nicht wieder dieselben oder ähnliche Konsequenzen erleidest, überlege Dir jetzt welche Konsequenzen könnten Deine neuen Gedanken oder Dein neues Verhalten beim nächsten Mal auslösen, damit sie Konsequenz nicht wieder zu Deinem jetzigen Stresslevel führt.

Ich wünsche Dir jetzt ganz viel Erfolg bei der Umsetzung Deiner neuen Strategie gegen Stress. Vergiss nicht, die nächste Situation wieder nach obigen Schema zu bewerten, Deine Gedanken und Dein Verhalten erneut zu justieren, damit Dein Stress in der Situation Stück für Stück immer weiter abnimmt. Verhalten zu verändern ist im Grunde ein lebenslanger Prozess.

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