Tag 9

Ruhe bewahren im Chaos ist heute unser Thema. Das kann Dir sehr sehr schwer fallen, weil Du aufgrund Deines Stresses bereits einen erhöhten Cortisolspiegel haben könntest, der entweder dauerhaft oder zeitweise nicht auf sein Normalniveau absinkt. Deshalb sind für Dich die Meditation oder die zehn Minuten Ruhe am Tag so entscheidend.

Wenn das Chaos ausbricht, hast Du die Möglichkeit Dir immer wieder leise zu sagen ruhig bleiben und tief durchatmen. Von Skispringern, die oben auf der Rampe stehen und natürlich sehr aufgeregt sind, aber hundert prozentige Konzentration benötigen, gibt es folgende Übung. Langsam tief in den Bauch einatmen und wie eine lose Gitarrenseite ausatmen, das heißt so schnell wie möglich ausatmen und die Lippen “blubbern” zu lassen. Damit ist gemeint die Lippen ganz locker zu halten.

Denke im Chaos an schöne Dinge, die Du in Deinem Leben erlebt hast, denn diese Gedanken senken ganz schnell den Cortisolspiegel.

Zusätzlich kannst Du Dir schnell eine To-Do-Liste erstellen, in der Du die Sachen schreibst, die nicht dringlich, sondern wichtig sind, um sie zu einem späteren Zeitpunkt abzuarbeiten. Wichtig zu beachten ist, das Störungen immer Vorrang haben und zuerst bearbeitet werden müssen. Doch auch sie dürfen priorisiert werden, dann schließlich hast Du nur zwei Arme und Beine.

E-Mails haben in der Regel keine Priorität und werden bearbeitet, wenn Zeit für sie ist. Es ist ganz wichtig, wenn Du Deinen alltäglichen Stress reduzieren willst, dass Du nicht ständig erreichbar bist, denn das Privatleben wird in Zukunft noch heiliger werden als es bereits ist, da die Digitalisierung die Arbeitszeiten weiter flexibilisieren wird. Du entscheidest wann Du für andere erreichbar sein willst. Gebe die Macht, die Du hast, nicht ab.

Überlege Dir welche Aufgaben Du von Deiner erstellten To-Do-Liste oder spontan an Kollegen delegieren kannst. Wenn dieses nicht möglich ist, gehe Deine Liste sehr aufmerksam durch, ob Du später vielleicht eine Aufgabe, die nicht dringlich, aber wichtig ist, delegieren kannst.

Wenn Du im Stress bist, achte darauf, dass Du nicht zu naschen beginnst. Achte morgens, mittags und abends auf gesundes und langsättigendes Essen. Wenn Du eine Naschkatze bist, gönne Dir einen Nachtisch nach den Mahlzeiten, so dass Du nicht zwischen den Mahlzeiten isst, denn diese benötigen wir für die Kohlenhydratdelle. Diese ist wichtig, damit wir unser Gewicht halten.

Wenn Du merkst, dass Du verspannst, und nach dem Chaos wieder Ruhe eintritt, überlege Dir eine Übung, die Du an Deinem Platz machen kannst, zum Beispiel, wenn Du merkst, dass Deine Schultern verspannt sind, strecke Deine Armen nach rechts und links aus und kreise mit ihnen. Als nächstes kannst Du Deine Arme an den Körper legen und mit den Schultern kreisen. Bei beiden Übungen solltest vorwärts und rückwärts kreisen.

Hier findest Du die angepasste To-Do-Liste: Los mit Gudrun! (Tag 9) 14-Tages-Kurs