Tu etwas, wenn du leben willst

Wenn du leben möchtest, dann ist deine Aufgabe dafür etwas zu tun. Die Idee mag dich jetzt abschrecken, doch in unserer schnelllebigen, teilweise egoistischen Welt ist es wichtig, dass wir auf uns acht geben. Achtsamkeit beinhaltet für mich mehr als häufig kommuniziert.

Wann hast du das letzte Mal einfach mal rumgesessen und nichts getan? War es heute? In der Vergangenheit war es völlig normal Zeiten zu haben, in denen Ruhe herrschte, kein Lärm war und einfach die Gedanken schweifen gelassen wurden. Früher geschah dieses im Winter, wenn Schnee lag und die Felder ruhten. Wir leben in einer Gesellschaft des Wandels. Ständig verändert sich unser Leben, ständig stellen wir uns auf Veränderung ein. Das einzige Beständige in unseren Leben ist die Veränderung. Doch Veränderung benötigt sehr viel Energie, Ressourcen und gibt uns nicht die Möglichkeit durch Routine Zeiten zu haben, die wenig Energie kosten.

Morgens öffnest du WhatsApp und findest eine Nachricht, dass der Kindergarten wegen Krankheit der Mitarbeiter geschlossen bleibt. Was jetzt tun? Du musst doch gleich zur Arbeit. Ok, Mutter anrufen, ihr sagen, dass sie vorbei kommt und auf Julian aufpasst. Erledigt, wenn sie kommt. Doch sie muss einen Umweg fahren, weil es einen Unfall gab und eine Straße gesperrt ist. Nun kommt sie natürlich später als erwartet und eigentlich müsstest du schon auf dem Weg zur Arbeit sein…

Auf dem Weg zur Arbeit gibt eine neue Baustelle und die Straße vor dir ist gesperrt, so dass sich die Autos stauen, du nicht gleich in die Umleitung kommst, weil sie dort eine Baustellenampel aufgebaut haben und du nun einen Umweg fahren musst, der natürlich nicht eingeplant war. Irgendwann kommst du endlich mal auf der Arbeit an und dann geht es weiter. Der erste Kunde wartet schon ungeduldig auf dich, weil er einen Termin hat. So geht es im Grunde genommen den ganzen Tag weiter. Weil die Umsätze nicht stimmen, ist ein Change Management Prozess eingeleitet, die Abläufe, die bisher funktioniert haben, ändern sich gerade, denn sie sollen effektiver und effizienter sein, so dass du neue Programme und Abläufe berücksichtigen musst. Niemals kommst du wirklich zur Ruhe, noch kannst du entspannen und Routineaufgaben erledigen, die es dir ermöglichen Energie zu sparen.

Abends warten die Kinder. Sie möchten mit ihrer Mama spielen, kuscheln, Abendessen haben und vieles mehr. Immer noch kommst du nicht zur Ruhe. Weil du noch eine Fortbildung absolvierst, um dich beruflich weiterzuentwickeln, lernst du abends, wenn die Kinder im Bett sind für die Fortbildung. Irgendwann fällst du hundemüde ins Bett, doch die Nacht hat viel zu wenige Stunden. Nach fünf Stunden Schlaf klingelt dein Wecker und der Kreislauf startet von vorne. Nicht mit dem Herausforderung von gestern, sondern mit Neuen.

STOPP

STOPP!!! Jetzt, wenn es dir so geht, solltest du ganz schnell den Stecker ziehen, weil ansonsten wirst du in Kürze ins Burnout rennen und das ist kein Spaß. Daher solltest du jetzt beginnen NEIN-zu-sagen.

NEIN-Sagen

Wo du Nein-Sagen kannst, weiß ich natürlich nicht und ich sage dir jetzt schon, dass es dir schwer fallen wird, weil du es bisher nicht trainiert hast beziehungsweise jetzt in Situationen anwenden musst, wo du es vorher nie brauchtest. Aber es ist Zeit damit zu beginnen, wenn Dein Leben so ähnlich wie oben aussieht und du möglichst noch die Pausen weglässt, damit du mehr Zeit hast, um Aufgaben wegzuarbeiten, die durch die Störungen liegen geblieben sind.

Pausen

Lege feste Pausen ein. Wenn Mittag ist, dann mache Mittag. Gehe raus an die frische Luft, esse vernünftig und lasse dich beim Essen nicht drängeln. Oft sind die Mittagspausen so knapp berechnet, dass ich nicht langsam und in Ruhe essen kann. Suche dir Zeiten in denen du ruhig essen kannst. Abends zu essen ist nicht schlimm, es kommt bloß darauf an, dass du dir nicht kurz vor dem Schlafen gehen deinen Bauch voll schlägst. Doch wenn deine Hauptmahlzeit nach der Arbeit mit deinen Kindern einnimmst, ist es okay, weil du danach noch mindestens drei Stunden aufbleibst, vielleicht sogar noch Fitness treibst, oder eine Runde für dich läufst.

Pausen sind auch, wenn du nach einer getanen Arbeit schaust, dass du eine Tätigkeit machst, die andere kognitive, motorische, haptische Reize setzt, denn so kann ein Teil deines Gehirns nach getaner Arbeit pausieren.

25 Minuten

Was hat es mit den fünfundzwanzig Minuten auf sich? Vielleicht bist du so gestresst, dass du dich kaum noch konzentrieren kannst, weil dich Aufgaben, die du nicht erledigt hast, ständig deine Konzentration stören und dir zusätzliche Energie rauben. Deine Konzentration zu steigern, wird dir gar nicht so leicht fallen. Daher kann es dir helfen, jeden Arbeitsblock in fünfundzwanzig Minuten einzuteilen und danach eine neue Aufgabe aufzugreifen. Nach zwei fünfundzwanzig Minuten Aufgaben, legen eine kleine Pause ein, in der du einfach nachdenkst was du als Nächstes abarbeiten solltest beziehungsweise willst. Sei mit diesen Form des Arbeitens strickt und fordere sie für dich auch bei deinen Kollegen ein. Du wirst feststellen, dass du durch dieses strikte Vorgehen viel mehr schaffst, als wenn du dich ständig überforderst, weil du meinst, es allen Recht machen zu wollen. Das funktioniert nicht und unser Gehirn hat nur eine begrenzte Kapazität dessen was es leisten kann. Vergiss nicht in der Schule wird nach zweimal fünfundvierzig Minuten jeweils eine kleine Pause gemacht.

Überstunden

Schaffe Überstünden ab, außer bei wirklich wichtigen Aufgaben, die keinen Aufschub dulden. Du hast abends deine Familie, egal, ob es “nur” dein Mann ist, oder zusätzlich deine Kinder auf dich warten. Du hast den Haushalt, das Abendessen und noch viele andere Dinge mehr, die erledigt werden wollen. Daher sorge für dich, indem du in Zukunft nur noch sehr begrenzt Überstunden machst. Damit sind wir wieder beim Punkt NEIN-Sagen.

Da heute regelmäßig das Personal knapp ist, bleibe bei deiner Entscheidung keine Überstunden mehr zu machen, denn ansonsten werden dich deine Chefs ausnutzen. Es gibt keinen Grund everybody’s darling zu sein.

Was willst du für dich tun?

Bisher habe ich nur darüber geschrieben wie es dir gelingt deinen Arbeitstag zu strukturieren und so am Rande anklingen lassen, dass du dir Zeit für dich nimmst. Es ist ganz wichtig, dass du dir mindestens zwanzig Minuten am Tag, wenn möglich mehr Zeit für dich nimmst. Hinzukommt natürlich die Zeit, die du gerne mit deinem Partner verbringen möchtest, denn häufig wird der Partner in einer Familie zur Nebensache und das führt zu erneutem Stress, weil die Partnerschaft genauso gepflegt werden will wie ihr gemeinsam eure Kinder pflegt.

Partner

Überlege, wie es möglich ist einen Abend in der Woche nur mit deinem Partner ohne die Kinder zu verbringen. So ein Abend ist schon alleine wichtig, um Themen, die anstehen in Ruhe, ohne dass die Kinder stören, zu besprechen. Weiter überlege dir was, du mit deinem Partner gemeinsam machen möchtest, denn gemeinsame Interessen helfen, das Band zwischen dir und deinem Partner zu festigen.

Lachen

Egal wie stressig dein Alltag ist, versuche immer wieder Situationen zu finden, die witzig sind, die dich zum Lachen bringen, denn Lachen hilft dir zu entspannen. Das kann auch bedeuten sich einfach mal hinzusetzen und Witze zu lesen oder auf Youtube Sketche anzusehen.

Sicherlich hast du noch weitere Ideen wie es dir gelingt, in deinem Leben den Stress zu reduzieren. Solltest du auf deinem Weg den Stress zu reduzieren Begleitung wünschen, buche gleich das kostenlose Erstgespräch LOS mit Gudrun!

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