Unzufriedenheit

Wie oft bist du in deinem Leben unzufrieden? Wie oft meckerst du über Begebenheiten in deinem Leben? Inwieweit bist du bereit Veränderungen in deinem Leben zu akzeptieren? Wie gehst du mit Situationen um, die du nicht beeinflussen kannst? Gehst du bei Situationen, die du nicht beeinflussen kannst, gleich an die Decke?

Einer Kollegin von mir ging es gerade so. Sie hat getobt, weil man ihr deutlich gesagt hat, dass sie Termine wahrnehmen muss, weil der Auftraggeber sie so geplant hat. Die Wahrheit ist allerdings, dass sie die Termine nur deswegen absagen ‘muss’, weil ihr wegen des Coronaviruses die ursprünglichen Termine abgesagt wurden, so dass es nur fair gewesen wäre die Termine vertreten zu lassen. Doch denke ich, dass sie die Kollegin, die als Springer arbeitet, entlasten wollen, da sie im Moment bereits fünf Standorte parallel betreut und auch ihr Grenzen gesetzt sind bis sie ausbrennt. Hinzukommt, wie bei vielen Unternehmen heutzutage, dass Mitarbeiter fehlen, so dass sich die Situation verschärft, denn neue Kollegen kommen kaum noch hinzu.

Frustrationtoleranz

Wenn du dich stresst und unzufrieden bist, weil zum Beispiel der Coronavirus dich daran hindert als Lehrerin in deiner Klasse zu stehen und du jetzt online unterrichten sollst und das niemals vorher gemacht hast, dann wird es Zeit, dass du dir darüber Gedanken machst, wie du deine Fsrustrationstoleranz steigerst. Deinen Frust kann ich versehen, weil deutsche Schulen bisher überhaupt nicht für Onlineunterricht vorbereitet sind. Wie meinte ein Kunde eben noch. Es ist ein Wunder, dass in der Schule nicht mehr mit Schiefertafel geschrieben wird. Dabei ist es wirklich nicht so schwer Onlineräume zu buchen und damit Unterricht zu machen. Doch diese, jetzt schnell aufgetretene und unverrückbare Situation, kann für sehr viel Frust sorgen, weil viele Lehrer jetzt überfordert sind. Sie haben keine Ahnung von der Technik, die sie jetzt auf die schnelle lernen müssen, sie müssen den Unterricht anders als bisher aufbereiten, weil online Lehre anders funktioniert als offline Lehre. Das kann bei Menschen, die es gewohnt sind offline zu unterrichten und das seit vielen Jahren machen, Stress auslösen.

Wenn dich solche Situationen nicht stressen sollen, dann überlege dir wie du deine Frustrationstoleranz steigern kannst. Überlege dir welche Werte dir im Leben wichtig sind. Wenn du deine persönlichen Werte kennst, dann wird es sicherlich leichter neue Situationen weniger als Bedrohung wahrzunehmen.

Glaubenssätze

Überlege dir was dir durch den Kopf geht, wenn du in Situationen gerätst, die du nicht steuern kannst. Schreibe dir deine Gedanken auf. Wenn du deine Gedanken nieder geschrieben hast, sortiere sie nach konstruktiven und destruktiven Gedanken. Wahrscheinlich hast du mehr destruktive als konstruktive Gedanken aufgeschrieben. Im nächsten Schritt kennzeichne jeden negativen Gedanken mit Kreuzen. Drei Kreuze sind sehr frustrierend, ein Kreuz ist leicht frustrierend. Wenn du alle negativen Gedanken mit entsprechend vielen Kreuzen gekennzeichnet hast, überlege dir, welche positiven Gedanken du diesen destruktiveren Gedanken entgegensetzen kannst. Schreibe alle positiven Gedanken auf.

Wenn du diesen Prozess durchlaufen hast, kannst du, wenn wieder solch eine Situation eintritt, deine positiven Gedanken aktiv abrufen und die destruktiven Gedanken beiseite schieben. Je häufiger du deine positiven Gedanken in frustrierenden Situationen aufrufst, je weniger stressig und frustrierend werden diese Situationen für dich in Zukunft sein. Irgendwann haben sie keine Macht mehr über dich und gehören selbstverständlich zu deinem Verhaltensrepertoire.

Im nächsten Schritt kannst du dir deine Gedanken ansehen und schauen, ob du Werte erkennst, die sich in deinen destruktiven Gedanken erkennen lassen.

Letzte Woche habe ich mit einer Frau gearbeitet, und je länger wir arbeiteten, je deutlicher wurden die Konflikte mit ihren Werten, die ihren Stress auslösten. Aufgrund ihrer persönlichen Werte war diese Kundin nicht in der Lage ihre Situation den Gegebenheiten anzupassen, dass sie so viele Punkte sammelte, dass sie nicht nur ihren Führerschein verlor und zur Medizinsich-Psychologischen-Untersuchung musste, sondern mehrfach ohne Führerschein fuhr und ihre Eignungszweifel weiter ausbaute.

Werte

Wenn du zum Beispiel als Wert Konservativismus hast, dann passt die jetzige Situation, in der du online unterrichten sollst, so gar nicht zu den Werten, die dein Leben prägen. Dir sind zum Beispiel Beständigkeit, und Stabilität sehr wichtige Bestandteile deines Arbeitslebens. Vielleicht bist du auch aus diesem Grund Lehrerin geworden, weil du dich als Beamtin weniger Veränderungen als in der Wirtschaft ausgesetzt sahst. Doch jetzt wird für einen sehr kurzen Augenblick sehr schnell alles über den Haufen geworfen was dir bisher wichtig war. Du solltest nicht mehr an der Tafel schreiben, sondern auf einem Whiteboard, du sollst per Video unterrichten und siehst nicht mehr alle Kinder, du willst Gruppenarbeit machen, doch die Kinder haben online noch nie in der Gruppe gearbeitet und finden das langweilig, weil sie nicht so kreativ sein können und so konzentriert arbeiten müssen wie sie es bisher niemals brauchten und vieles mehr. Damit ist bereits bei offenen Lehrern Stress vorprogrammiert, aber bei dir ist der Stress aufgrund deiner Werte potenziert. Wenn du nun noch eine niedrige Fsrustrationstoleranz mitbringst, hast du im Grunde genommen verloren und das Burnout ist nicht mehr weit.

Gelassenheit

In dieser Extremsituation ist es wichtig, dass du gelassen bleibst. Das gelingt dir am Besten, wenn du den Anspruch, den du in der Klasse an die Kinder hast, senkst und dich darauf einlässt, dass die Kinder nicht so viel lernen wie sie sonst in einer offline Stunde lernen. Wenn sich die Kinder an die Lernmethode gewöhnt haben, wirst du erkennen wie viel Freude und Spaß diese Art von Lernen bei Kindern auslöst. Weil Kinder heute bereits sehr früh an die EDV herangeführt werden, fällt es ihnen leichter sich an die neue Situation anzupassen als du es dir denken kannst. Der Saurier bist im Zweifel du und nicht die Kinder.

Um wieder zu meiner Kollegin zurückzukommen. Sie ist neu und den Auftrag, der jetzt verschoben wurde, führt sie bereits seit achtundzwanzig Jahre aus. Wenn sie in Zukunft nicht mehr toben will, sollte auch sie gelassener werden, denn die Damen im Büro, die die Termine verwalten, werden ihren Ton sicherlich nicht verändern, da sie diesen bereits seit vielen Jahren an den Tag legen.

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