Verhaltensänderung

Wahrscheinlich denkst Du Dir jetzt bereits, was will die schon wieder. Doch ohne eine langfristige Verhaltensänderung in der Du Dir neue Verhaltensweisen angewöhnst, wirst Du niemals Deinen chronischen Stress loszuwerden. Jede Stressdiät wird dazu führen, dass Du wieder in Deine alten Verhaltensweisen zurückfällst. Daher möchte ich Dich heute ermutigen Dich bei Deinem Stressabbau langsam vorzugehen, damit Deine neuen Verhaltensweisen sich gut in den Alltag integrieren und dauerhaft erlebbar für Dich sind.

Interessanter Weise setzen alle erfolgreichen Speaker und Coaches mittlerweile auf langanhaltende Programme, die es den Teilnehmern ermöglichen wirkliche Veränderungen in ihrem Leben zu bewirken.

Stress

Warum ist es nötig Dein Verhalten zu verändern und nicht einfach mal eben zu entscheiden, dass Du Deine Stress reduzieren willst. Klar wirst Du Deine Verhaltensänderung eine Zeit lang durchhalten, doch jede Änderung, die nicht zu Deiner Persönlichkeit passt wird dazu führen, dass Du in Dein altes Verhalten zurückfällst. Stressdiäten führen genauso wenig zu langfristigem Erfolg wie sie beim Abnehmen helfen dauerhaft schlank zu werden. Ich würde gerne herausfinden, ob sie nicht sogar denselbigen Effekt haben wie Diäten, nämlich, dass der Stress hinterher sogar steigt.

Hinzukommt, dass Du bei jeder Verhaltensänderung Rückschläge erleben wirst, die Dich zwingen Dein Verhalten neu zu justieren, um langfristig stabil zu sein. Stress zu reduzieren benötigt Geduld, denn immer wieder wirst Du feststellen, dass Du in Stress gerätst und dann heißt es neue Lösungen zu finden.

Diese Lösungen zu finden, kann sich als Herausforderung darstellen, denn nicht immer ist es gleich offensichtlich was den Stress auslöst, noch bist Du in der Lage sofort aus einer stressigen Situation zu fliehen, so dass Du Wege finden musst, wie es Dir gelingt in einer alten Situation weniger Stress zu erleben.

Nicht wahrhaben wollen

Zu Beginn willst Du es nicht wahrhaben, dass Du Dein Verhalten verändern musst. Wenn Dich jemand auf das Thema anspricht, leugnest Du die Existenz des Problems, weil Dein Leidensdruck nicht stark genug ist und Du meinst, dass Du alles im Griff hast und Dich verändern kannst, wenn Du es nur willst. In Wahrheit weißt Du aber, dass es nicht stimmt. Dennoch beginnst Du Dich mit dem Thema zu beschäftigen.

Irgendwann, und dazwischen können sogar Jahre liegen, erkennst Du, dass Du etwas verändern musst und beginnst Deinem Umfeld von deiner Idee zu erzählen. Und dieses sich offenbaren führt dazu, dass Du Dich wieder und vertiefend mit dem Thema Stress auseinandersetzt. Leider braucht es oft sehr lange bis Gestresste erkennen, dass sie ihr Verhalten nachhaltig verändern müssen. Durch die verstrichene Zeit ist es oft ein langwieriger Prozess das alte Verhalten zu verändern, weil alte Gewohnheiten sehr häufig geübt wurden.

Routine entwickeln

Wenn es Dir jedoch gelingt, neue Verhaltensweisen auszuprobieren, und oft sind es gar keine Unbekannten, doch ungewohnt für Dich im Alltag. Wenn Du die erste Veränderung erkennst, die sich mit genügend Wiederholungen im Alltag zu einer Routine entwickelt, erlebst Du Deinen ersten Erfolg. Dieser erste Erfolg wird Dich weiter ermutigen neue Verhaltensweisen in anderen Situationen, die bei Dir Stress auslösen, anzuwenden. Irgendwann wirst Du allerdings feststellen, dass Du keine neuen Erfolge erlebst und dann kommt der Frust auf, weil jetzt die Zeit der Nackenschläge kommt. Es geht nicht weiter.

Rückschläge

Dein begonnener Weg wird jetzt in Frage gestellt, Du wirst feststellen, dass es Veränderungen gibt, die gut funktionieren und andere, die weniger gut funktionieren. Jetzt beginnt der Scheideweg und es wird sich herausstellen, ob Du Deinen neuen Weg weitergehst wirst oder ob Du ihn abbrichst, denn jetzt bedeutet es die Feinjustierungen vorzunehmen. Jetzt beginnt für Dich die eigentliche Arbeit und jetzt zeigt sich wie gut Deine Frustrationstoleranz ausgebildet ist. Jedes neue Verhalten verbraucht zu Beginn relativ viel Energie, doch je länger Du es anwendest, je weniger Energie braucht es, denn bei jeder Wiederholung reduziert sich die nötigen Energie, weil Dein Gehirn ein Schema erlernt hat, welches es immer wieder anwenden darf. Doch sobald sich herausstellt, dass das Verhalten nicht mehr zu Deiner Situation passt, heißt es wieder dieses Verhalten nachzujustieren.

Niemals back-to-start

Die gute Nachricht ist, dass Du niemals auf den Anfang Deines Weges zurückfällst, da Du bereits einige Entscheidungen getroffen hast. Du wirst immer auf das Stadium zurückgehen welches ein vertieftes Nachdenken, ein in sich hinein fühlen bedarf. Niemals wirst Du wieder zum Start zurückkehren und Deinen Stress verleugnen. Du wirst Dir Unterstützung Deines Umfeldes suchen und mit jeder Schleife die Du drehst, wirst Dein Stress längerfristig reduziert bleiben.

Forscher sind sich nicht sicher in welchen Thematiken dieser Lernprozess ein Leben lang anhält, aber Studien legen Nahe, dass der Lernprozess bei Alkohol und Nahrung ein Leben lang anhält. Beim Rauchen scheint es anders zu sein. Da scheint es den Menschen zu gelingen relativ schnell stabil zu bleiben und das Rauchen wirklich zu vergessen. Stress denke ich, wird zu der Gruppe gehören, die lebenslang ihr Verhalten immer wieder anpassen müssen.

Wenn Du also Unterstützung auf Deinem Weg zur Stressreduktion benötigst, buche gleich mein kostenloses Strategiegespräch.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.