Was denken wohl die Nachbarn…

Fragst Du Dich öfter was wohl die Nachbarn über Dich denken? Oder was würden wohl meine Eltern denken, wenn ich dies oder das unternehme? Wären meine Eltern mit meiner Wahl zu frieden? Was sagen wohl meine Eltern, dass ich jetzt keinen Führerschein habe, weil ich mit Alkohol gefahren bin? Was denken die Kollegen, weil ich meinen Führerschein wegen Drogen verloren habe?

Jeder Mensch macht sich mal Gedanken darüber was andere über ihn denken. Das ist völlig normal, doch wenn Du zu den Menschen gehörst, die sich stressen was wohl Dein Umfeld über Dich denkt und danach handelst, dann solltest Du darüber nachdenken, ob Du daran etwas verändern solltest.

Denkst Du häufig darüber nach welche Schwächen und Fehler Du hast und was Du schon alles im Leben falsch gemacht hast? Was Dir nicht gelungen ist? Lass mich Dir eine Geschichte erzählen.

Fahrt mit kaputter Kupplung

Eines Tages fuhren mein Bruder, eine Freundin und ich mit dem Auto unseres Vaters nach Holland, um einen Ausflug zu machen. Mein Bruder und ich waren Fahranfänger und unsere Freundin hatte gar keinen Führerschein. Auf dem Rückweg tankte ich den Wagen voll und wollte von der Tankstelle fahren. Ups, was ist jetzt los? Der Wagen zog nicht, obwohl ich das Gaspedal trat. Mein Bruder meinte ganz trocken: “Nun gibt doch Gas.” Ich antwortet ihm, dass ich dies täte, aber der Wagen sich nicht fortbewegen wolle. Irgendwann gelang es mir den Wagen zum Fahren zu bewegen, aber es wurde eine langsame Fahrt mit Gängen, die ich für die Geschwindigkeit normalerweise nicht verwendete. Als wir zu Hause ankamen, präsentierten wir den Wagen unserem Vater und er fuhr den Wagen, oder ließ er ihn abschleppen, weil er ihn nicht mehr gefahren bekam, in die Werkstatt. Es stellte sich heraus, dass die Kupplung kaputt war und so wurde diese ausgetauscht. Schon an diesem Punkt behauptete unser Vater, dass ich Schuld sei. Aber das ließ ich mir nicht einreden. Zwei Tage später war die Kupplung ausgetauscht und meine Mutter und ich liefen bei circa sechsunddreißig Grad Außentemperatur zur Werkstatt, um den Wagen für unseren Vater abzuholen. Angekommen, holte ich den Autoschlüssel, wir setzten uns rein und ich startete den Wagen… Ich gab Gas, doch das Auto bewegte ich keinen Millimeter… Als Fahranfängerin bekam ich jetzt meine Zweifel, ob ich alles richtig machte, oder ob ich irgendetwas vergessen hatte. Aber er fuhr einfach nicht. Die Handbremse war gelöst. Also schaltet ich den Wagen wieder ab, lief in die Werkstatt und bat kleinlaut, ob jemand bitte den Wagen anfahren könnte. Es kam jemand, setzte sich in den Wagen und was geschah. Er bewegte sich keinen Millimeter. Der Herr meinte, dass die Kupplung nach dem Einbau nicht lange genug eingefahren worden sei, aufgrund der Außentemperaturen verklebte und wir nun weitere zwei Tage warten müssten, da eine neue Kupplung eingebaut werden müsste. Innerlich jubelte ich, weil ich doch alles richtig gemacht hatte.

Schuld

Abends erzählte ich unserem Vater was passiert war und er war entsetzt was ich angestellt hätte. Ich? Er hat wirklich behauptet, dass das alles meine Schuld sei. Da ist dann unsere Mutter zwischen gegangen und hat ihm klar zu verstehen gegeben, dass ich dafür überhaupt gar nichts könnte, sondern es sich klar und deutlich um einen Fehler der Werkstatt handelte. Wie ich mich gefühlt habe, kannst Du Dir vielleicht denken; nicht gut, denn meine Gefühle nahmen an, dass ich Schuld war, auch wenn ich kognitiv wusste, dass das nicht stimmte und meine Mutter mich stärkte.

Lass mich Dir im Folgenden einige Tipps geben, wie es Dir gelingt Dein Selbstwertgefühl in einer solchen Situation stabil zu halten. Mich hat die Situation nicht wirklich runtergerissen, weil ich wusste, dass ich keine Fehler gemacht habe. Später haben einige gar nicht glauben können, dass es mir gelungen ist einen Wagen mit kaputter Kupplung noch nach Hause zu fahren und zweifelten an, dass es die Kupplung war. Doch mit viel Feingefühl für Gas und Kupplung gelang es mir.

Glaubenssätze

Wie oben bereits erwähnt, ging die Situation nicht komplett an mir vorbei, denn natürlich triggerten die Sätze meines Vaters meine Gefühle und mein Selbstbewusstsein kurzfristig. Meine Glaubenssätze damals waren: Er liebt mich nicht! Er traut mir nichts zu! Ich kann es ihm nicht Recht machen! Ich bin nicht gut genug! Doch musst Du Dich Deinen Glaubenssätzen nicht ausgeliefert hingeben, wenn..

Schau auf das was Du kannst…

Geholfen hat mir in meiner Situation auf das zu schauen was ich geschafft habe. Es ist mir gelungen unseren Wagen mit kaputter Kupplung nach Hause zu fahren. Des Weiteren war ich stolz darauf, dass ich als Fahranfängerin keine Fahrfehler gemacht hatte, sondern sich der Wagen in der Werkstatt wirklich nicht wegfahren ließ. Überlege Dir in solch einer Situation was Du kannst, was Du in dieser Situation gut gemacht hast. Jeder macht in einer Situation nie alles falsch. Es gibt immer Dinge Du geklappt haben, doch tendierst Du dahin auf die Fehler, anstatt Dich auf die positiven Aspekte zu fokussieren.

Vergleiche Dich nicht mit anderen…

Warum vergleichst Du Dich mit anderen? Warum bist Du Dir nicht genug? Weil Dir das Selbstbewusstsein fehlt Deinen ganz persönlichen Weg zu gehen, zu Dir zu stehen und zu erkennen was Du gut kannst, wo Du positive Ergebnisse erzielst.

Vergiss niemals, dass jeder, auch Du, sich in einem möglichst guten Licht bei anderen darstellt. Lass mich das wieder an einer kleinen Geschichte darstellen.

Stell Dir vor eine gute Freundin kommt zu Dir und erzählt Dir, dass sie jetzt eine coole Idee hat und jetzt ein Onlinebusiness eröffnet, weil andere ihr erzählt haben wie sie schnell ganz viel Geld verdienen kann. Deine Freundin ist davon fest überzeugt und schildert es Dir in hellsten Farben. Du kommst Dir wie eine Versagerin vor, weil Du “nur” einen Job hast, der Dich nicht langweilt aber eben keine wirklichen Abenteuer enthält und Du so wenig über ihn erzählen kannst. Was Deine Freundin nicht erzählt, ist, wie viel Zeit sie arbeitet, obwohl sie noch keinen Cent verdient. Immer wieder sagt sie mit Dir Termine ab, weil sie an ihrem Business arbeiten muss. Nach einem Jahr erzählt sie Dir begeistert was sie jetzt wieder für Ideen hat, um mehr Umsatz zu generieren und Du fühlst Dich so klein und denkst: Boah, Wahnsinn was die alles macht. Was sie Dir nie erzählt hat, ist, dass sie einen Minijob angenommen hat, weil das Business nicht genügend abwirft und nicht so durchstartet wie es ihr versprochen worden war. Aber Deine Freundin gibt nicht auf, sie nimmt jede Niederlage hin, um aus ihr gestärkt hervorzugehen. Zwei Jahre später hat sie es geschafft und kann von ihren Einnahmen leben und sogar expandieren. Wie fühlst Du Dich jetzt? Als Versager, weil Du Dich mit ihr vergleichst? Auch Du hast die Chance, wenn Du den Mut hast Deine Sicherheit zu verlassen. Wenn Du den Mut nicht hast, warum vergleichst Du Dich mit ihr? Entscheide Dich für Deinen ganz individuellen Weg und akzeptiere, dass er anders ist als der Deiner Freundin.

Warum macht Deine Freundin das? Weil sie Dir vielleicht imponieren möchte, weil sie Dich für Deinen ruhigen Job beneidet, weil sie Dich dafür beneidet, dass Du an Wochenende frei hast, oder vieles mehr. Ihr fehlt das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen Dir Niederlagen an zu vertrauen. Vielleicht schämt sie sich auch.

Einmal mehr aufstehen als Du fällst…

Im Grunde genommen geht es darum, dass du immer einmal mehr aufstehst als fällst. Du würdest heute nicht laufen können, wenn Du als Kind liegen geblieben wärst, nicht wieder aufgestanden und die nächsten Schritte bis zum nächsten Fallen gelaufen wärst. Statt liegen zu bleiben, bist Du als Kind immer wieder aufgestanden, wenn Du am Boden lagst. Du warst nicht einmal enttäuscht, wenn Du gefallen bist. Außer Du hast Dir weh getan, aber dann war Mama oder Papa gleich zur Stelle, um Dich zu trösten. Warum machst Du das heute nicht genauso? Wer tröstet Dich, wenn es weh tut?

Kontakt zu Menschen mit positiver Lebenseinstellung

Suche Dir Menschen mit einer positiven Lebenseinstellung. Das sind Menschen, die Dich aufbauen, nicht die Dich runterziehen. Menschen die konstruktiv denken, helfen Dir Lösungen in Situationen zu finden die Dich lähmen. Je mehr Erfolgserlebnisse Du erfährst, je weniger wirst Du Dich mit anderen vergleichen, je weniger hilflos wirst Du Dich in unbekannten, neuen Situationen fühlen, weil Du Dir sicher bist was Du kannst. Wichtig ist, niemals aufzugeben. Glaubst Du wirklich, dass es Deinen Nachbarn interessiert was Du machst? Wenn es nicht ein guter oder sehr guter Freund ist, der wirklich Anteil an Deinem Leben nimmt, interessierst Du Deinen Nachbarn viel weniger als Du denkst. Lebe Dein Leben und erfreue Dich daran, denn es ist DEIN Leben.

Je mehr es Dir gelingt Deine Selbst-Wirksamkeit zu steigern, je gelassener wirst Du in Situationen, die Dich früher stressten.

Wenn Du Dir Begleitung bei diesem Prozess wünscht, buche gleich einen Termin: Coaching (Erstgespräch)

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