Was ist Resilienz?

Immer wieder verwende ich den Begriff der Resilienz und du fragst dich vielleicht was ist Resilienz und wie kannst du damit deinen Stress abbauen. Resilienz kannst du dir wie ein Gummiband vorstellen, das gedehnt wird und sich danach wieder in seine Ausgangsposition zurückzieht.

Der Begriff kommt ursprünglich aus der Werkstoffkunde, weil Wissenschaftler dort beobachteten, dass es Materie, wie zum Beispiel Gummi, gibt, das nach Stresssituationen wieder seine ursprüngliche Form annimmt. Psychologisch könntest du auch sagen: Welche Toleranz hat dein Körper gegenüber Störungen?

Ab der fünfziger Jahre bis Ende der neunziger Jahre des letzen Jahrhunderts begann ein Team um Professorin Emmy Werner von der University of California Kinder aus prekären Verhältnissen auf Hawai zu beobachteten. Dabei stellten sie fest, dass es Kinder gab, die ob der herausfordernden Familien- und Lebensverhältnisse (Alkohol, Drogen, Armut, Gewalt) sich zu leistungsfähigen, zuversichtlichen und fürsorglichen Erwachsenen entwickelten. Aus dieser Studie heraus erweiterte sich der Begriff, der anfangs nur in der Werkstoffkunde bekannt war, auch in die Medizin, Psychologie und Pädagogik. 

Bei diesem drittel an Kindern konnten im Alter von vierzig Jahren die wenigsten

  • Scheidungen
  • Todesfälle
  • chronische Gesundheitsprobleme
  • keine Konflikte mit dem Gesetz
  • keine Sozialhilfe

aber sie hatten

  • stabile Beziehungen
  • schauten positiv in die Zukunft
  • hatten viel Mitgefühl mit Menschen in Not

Aus diesen Faktoren entwickelten sich die sieben Säulen der Resilienz, welche da sind:

  1. Optimistisch sein
  2. Situationen akzeptieren
  3. zu Lösungen kommen
  4. Opferrolle verlassen
  5. Verantwortung ergreifen
  6. Kontakte entwickeln (Netzwerk aufbauen)
  7. Zukunft planen

Diese Säulen bilden die Basis meines Resilienzkonzeptes, welches dir zum einen hilft deinen Stress zu reduzieren, zum anderen dich auf dem Weg (zurück) zu einem gesunden Lebensstil unterstützt.