Ziele

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Immer wieder stelle ich fest, dass Menschen keine Ziele im Leben haben; auf der anderen Seite tendieren Unternehmer meines Erachtens dazu zu viele kurzfristige Ziele zu definieren, die mich, wenn ich sie erstellen würde, nur frusten. Daher bin ich persönlich ein Fan von langfristigen Zielen und das nicht ganz ohne Grund.

Daher meine ersten Frage an Dich: Was sind Deine Lebensziele? Was möchtest Du, wenn Du stirbst hinterlassen? Das ist für viele eine sehr provokative Frage, weil sie sich darüber niemals Gedanken gemacht haben. Lebensziele sind oft gar nicht so einfach umzusetzen, denn sie sind sehr komplex und den Start oder den Gripp zu finden, ist gar nicht so einfach. Wer einmal den Anfang gefunden hat, mag noch viele Stolpersteine auf dem Weg zum Ziel finden. Doch: Wer ein so langfristiges Ziel hat, hat Zeit und wenn das Thema eine Herzensangelegenheit ist, wird sich irgendwann ein Weg finden.

Nun kommt der nächste Schritt. Zerlegen wir unser Lebensziel in ein langfristiges Ziel als Teilziel. Nimm Dir für dieses Ziel ruhig zehn Jahre Zeit. Warum wieder so einen langen Zeitraum? Weil Studien zum Beispiel bei Abhängigen gezeigt haben, dass sie weniger rückfällig werden, wenn sie solch lange Ziele verfolgen. Und genauso sehe ich es bei uns. Wer sich lange Ziele setzt, kann Störungen wie zum Beispiel Finanzkrisen viel “gelassener” überwinden, weil er weiß, dass er sein Ziel danach mit neu durchdachten Herangehensweisen erreichen wird. Rückfälle gehören zum Leben. Leider werden sie in Deutschland wenig akzeptiert, doch ich beobachte, dass die Menschen durch viele Krisen gehen. Wenn Du Dein Ziel während der Krise klar vor Augen hast, weißt Du wofür Du die Krise überwindest. Gibt es kein Ziel, wird es schwierig werden den Sinn dieser Krise zu akzeptieren.

Kurze Ziele halte ich nicht für zielführend, da Störungen die Ziele sehr schnell zunichte machen können und damit Erfolgserlebnisse verhindern, die wir Menschen benötigen, um nicht den Mut zu verlieren unser Ziel zu erreichen. Daher gibt es bei mir keine Jahrespläne, auch wenn oft gesagt wird, dass wir Ziele SMART definieren sollen. SMART bedeutet: Spezifisch, Messbar, Erreichbar, Realistisch und Terminiert.

Was ist mir wichtiger? An meinen Themen zu arbeiten und die Chancen, die sich eröffnen wahrzunehmen. Dazu gehört auf jeden Fall Fleiß, Disziplin und Ausdauer. Aber im Unterschied zu den fixen Zielplänen eben auch Flexibilität, die ich mir auch die kurzfristigen Pläne nehme. Ansonsten müsste ich mir, um es mit großen Unternehmen auszudrücken: Gewinnwarnungen schreiben, wenn ich meine Ziele nicht erreiche. Als Nächstes wäre ich gezwungen mir Gedanken machen, warum ich dieses Ziel nicht erreicht habe. Das zermürbt mich und ist Energie, die ich ohne diesen Prozess bereits in neue Idee, Möglichkeiten umsetze.

Wer unter Stress leidet, hat oft das Gefühl in der vorgegebenen Zeit nicht genügend zu schaffen. Dieser Druck wird durch langfristige Ziele genommen. Nicht, weil es weniger Arbeit bedeutet, sondern weil es die Möglichkeit lässt den Weg in Ruhe zu korrigieren und im Hier und Jetzt die Möglichkeiten zu erarbeiten, die sich eröffnen ohne das Ziel aus den Augen zu lassen.

2 Comments

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